Lucky 63 Wetten 2026: 63 Einzelwetten, zwei Veranstalter, klare Grenzen

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Golfball liegt auf dem Grün nahe beim Loch, dahinter erstrecken sich sanfte Hügel im Nebel.

Stand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Veranstalterangaben geprüft gegen die Gespa als interkantonale Geldspielaufsicht sowie gegen die veröffentlichten Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport).

Eine Lucky 63 ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen mit insgesamt 63 einzelnen Wetten.

Sechzig Tipps, ein Wettschein, ein Fehler – und trotzdem etwas zurück. Genau das verspricht eine Lucky 63, und genau das liefert sie auch. Nur nicht in der Höhe, die sich viele davon erhoffen. Sechs Auswahlen, dreiundsechzig einzelne Wetten, ein Einsatz, der sich mit jeder einzelnen davon multipliziert: Dieselbe Mechanik, die den Wettschein am Leben hält, wenn ein Tipp danebengeht, bläht den Einsatz auf ein Vielfaches auf. Wer das vor der ersten Wette weiss, entscheidet anders als jemand, der es erst auf der Abrechnung sieht.

In der Schweiz kommt eine zweite Bedingung dazu, die es in kaum einem anderen Markt gibt. Sportwetten mit Bewilligung dürfen hier nur zwei Veranstalter anbieten, und jeder von ihnen bedient sein eigenes Gebiet. Wer als Wettende in Zürich sitzt, kommt an Jouez Sport nicht heran; wer in Genf wohnt, findet bei Sporttip kein Konto. Das klingt nach einem Nachteil und ist in Wahrheit eine Vorauswahl: Von den beiden zugelassenen Anbietern darf jeder eine Systemwette dieses Umfangs überhaupt annehmen, und beide haben dafür Regeln, die man kennen sollte, bevor der Wettschein gedruckt wird.

Zwei Veranstalter, eine Bewilligung, kein grauer Markt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; die Eisenbahn- und Schifffahrtskommission ist hier nicht zuständig, sie prüft Casinos. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung je Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz – ein ausländisches Papier entfaltet hier keine Wirkung.

Eine Steinbrücke spannt sich in der Dämmerung über einen Fluss, auf dem Wasser liegt leichter Nebel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos, eine interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet ihre Wetten unter dem Namen Sporttip und stützt sich dabei auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Das ist die vollständige Liste. Deshalb sucht man vergebens nach einer Aufstellung weiterer bewilligter Buchmacher: Es gibt keine. Die Gespa veröffentlicht lediglich eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Was folgt daraus für eine Lucky 63? Zunächst einmal eine Einschränkung, die vor jeder Rechnung steht: Ob ein Wettender überhaupt Zugang zu einem der beiden Veranstalter hat, hängt an seinem Wohnsitz. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport bedient die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Aus der Bewilligungspflicht folgt etwas, das über die Systemwette selbst hinausgeht: In der Schweiz ist nicht frei, worauf gewettet werden darf. Zugelassen ist ausschliesslich eine geschlossene Liste von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, die die Gespa führt. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; auf Trainingsläufe darf gar nicht gewettet werden. Corner- und Kartenmärkte finden sich auf dieser Liste ebenso wenig wie eine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Wer sechs Auswahlen für eine Lucky 63 zusammenstellt, bewegt sich also nicht in einem beliebigen Wettprogramm, sondern in einem Katalog, der von einer Aufsichtsbehörde vorgegeben ist. Das ist kein Nachteil, sondern eine Beschränkung mit Nebenwirkung: Je weniger Märkte zur Verfügung stehen, desto häufiger landen mehrere der sechs Tipps auf derselben Sportveranstaltung. Und genau dort wird es technisch.

Bei Sporttip dürfen voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also sechs Auswahlen aus zwei Spielen zusammenstellt, ohne die Funktion zu benutzen, riskiert, dass am Ende nichts läuft, was er geplant hat. Die Livewette ist erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Gesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Wichtig für die Erwartung: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Systemwette ist das ein stiller Killer: Eine einzelne Voraussage mit Quote 1.00 reduziert still jede der dreiundsechzig Wetten, in denen sie steckt.

Was in sechs Auswahlen steckt: Reihen, Stufen und der Sprung zur Heinz-Wette

Eine Lucky 63 ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen mit insgesamt 63 einzelnen Wetten: 6 Einzelwetten, 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Das ist die vollständige Abdeckung aller Kombinationen über sechs Tipps – jede mögliche Gruppe aus zwei, drei, vier, fünf und sechs Auswahlen ist genau einmal vertreten.

Die Reihe dahinter ist kombinatorisch und wird schnell unübersichtlich, weshalb man sie einmal vor Augen haben sollte: Von sechs Auswahlen lassen sich 15 Paare bilden, 20 Dreiergruppen, 15 Vierergruppen, 6 Fünfergruppen und genau eine Sechsergruppe. Zusammen sind das 57 Mehrfachwetten. Dazu kommen die sechs Einzelwetten, und damit steht die Zahl, die dem Wettschein seinen Namen gibt.

Die Lucky 63 ist damit eine Full-Cover-Wette, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind – und zugleich die umfangreichste Variante dieser Art. Der Vergleich mit der Heinz-Wette macht den Unterschied in einer Zeile deutlich: Eine Lucky 63 entspricht einer Heinz-Wette mit denselben sechs Auswahlen und 57 Wetten, zu der die sechs Einzelwetten hinzukommen. Wer schon einmal eine Heinz gespielt hat, erhält mit der Lucky 63 also dieselben Mehrfachwetten plus das Polster, das eine einzelne richtige Voraussage trägt.

Und genau dieses Polster ist der Punkt. Bei einer Lucky 63 genügt eine einzige richtige Auswahl, damit es einen Ertrag gibt, weil die Einzelwetten enthalten sind. Das ist die Zusage, die im Marketing ganz vorne steht, und sie stimmt. Die Frage, die niemand in der Anzeige stellt, lautet nur: Deckt dieser Ertrag den Gesamteinsatz?

Wie viel sechzig Wetten vom Konto nehmen

Hier wird es ungemütlich. Weil jede der 63 Positionen einzeln gesetzt wird, multipliziert sich der Einsatz am Wettschein mit 63. Wer pro Linie einen Franken setzt, hat 63 Franken im Spiel. Wer pro Linie fünf Franken setzt, hat 315 Franken gebunden – und das für sechs Tipps auf Fussballspiele, die an einem Nachmittag durch sein können.

Der kleinste Fall lässt sich durchrechnen, und er ist der ehrlichste Einstieg in die Materie. Nehmen wir sechs Auswahlen mit Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50, die sich auf die sechs Positionen verteilen, und einen Einsatz von einem Franken pro Linie – ein Rechenbeispiel, kein Angebot, kein ausgezeichneter Preis. Ein Ensemblespiel ohne eine einzige richtige Voraussage bringt nichts. Eine einzige richtige Auswahl mit Quote 1.50 bringt 1.50 Franken zurück bei 63 Franken Einsatz; mit Quote 2.50 bringt sie 2.50 Franken zurück. Das ist der ganze Ertrag aus einer richtig getippten Voraussage: ein bis zweieinhalb Franken gegen einen Einsatz von 63 Franken. Das Polster fängt den Wettschein auf, nicht das Budget.

Erst wenn mehrere Tipps aufgehen, kippt die Sache, und der Sprung ist steil. Zwei richtige Auswahlen zahlen die beiden Einzelwetten plus die eine Doppelwette aus; bei Quoten von 2.00 und 2.50 sind das 2.00 + 2.50 + 5.00 = 9.50 Franken zurück. Drei richtige Auswahlen bringen zusätzlich die drei Doppelwetten und die eine Dreierwette, im Beispiel also rund 19 Franken zurück. Vier richtige Auswahlen liegen bei etwa 40 Franken. Erst ab fünf richtigen Tipps kommt der Wettschein in die Nähe des Einsatzes, und erst ein vollständig korrektes Blatt rechnet sich deutlich.

In konkreten Zahlen: Bei sechs richtigen Auswahlen liegt die Gesamtquote als Produkt aller sechs Einzelquoten in unserem Beispiel im Bereich um 1’400, und ein Einsatz von einem Franken pro Linie zahlt dann über 1’400 Franken zurück. Das ist eine Bandbreite und keine feste Zahl, denn sie hängt an den tatsächlichen Quoten der sechs gewählten Märkte. Zwischen diesen beiden Enden liegt die ganze Wahrheit über die Lucky 63: Sie ist ein Instrument, das häufig ein paar Franken zurückzahlt und selten viel. Der Verlauf dazwischen ist keine Gerade, sondern eine Kurve, die lange flach bleibt und am Ende steil wird. Wer das einmal gesehen hat, setzt anders – entweder klein, weil er die Ausschüttung als Unterhaltung kauft, oder gar nicht, weil er genau diese Ausschüttung nicht will.

Gewinnberechnung nach den Regeln von Sporttip

Was eine Wette zurückgibt, ist bei Sporttip nicht Auslegungssache. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung fällt immer zuungunsten des Wettenden aus; über dreiundsechzig Positionen hinweg ist das ein Betrag, den man in einer Rechnung über sechs Auswahlen kaum bemerkt und in der Summe doch zahlt.

Dazu kommt die Frage, was mit abgesagten Ereignissen geschieht. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Für eine Lucky 63 heisst das: Eine abgesagte Partie entwaffnet jede Wette, in der sie vorkommt, und das sind bei sechs Auswahlen mehr als die Hälfte aller Positionen.

Auch die reguläre Spielzeit ist definiert. Sie umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Auf einem Wettschein mit zweiundsechzig Kombinationen zählt jede solche Definition mehr als einmal.

Sechzig Positionen und die Frage, wann der Zugang endet

Ein Einsatz, der nicht abgeholt wird, ist ein Einsatz, der weg ist, und in der Schweiz ist diese Frist eng. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein halbes Jahr klingt grosszügig, bis man einmal einen Wettschein mit zweiundsechzig Mehrfachwetten in der Schublade vergessen hat.

Ausgezahlt wird ausserdem nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettmarkt nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt.

Der Auszahlungsweg ist die eine Seite. Die andere ist der Werkzeugkasten, der unterwegs eingreift. Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Für eine Lucky 63 heisst das schlicht: Der Ausstieg ist entweder ganz oder gar nicht. Wer bei fünf von sechs richtigen Tipps einen Teil retten möchte, findet dafür keinen Hebel.

Dazu kommt, dass der Cash-Out-Betrag tiefer liegt als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, vom Stand der Sportereignisse abhängt und von Swisslos jederzeit geändert werden kann; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Bei Quotenboosts und Profitboosts verfällt der Boost zudem, sobald ein Cash-Out ausgeführt wird – ein Detail, das auf dem Wettschein nirgends steht.

Warum der Einsatzrahmen die eigentliche Entscheidung ist

Bevor über Quoten gesprochen wird, entscheidet der Rahmen darüber, ob eine Lucky 63 überhaupt spielbar ist. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine Lucky 63 fällt unter den Systemwettenschirm: Bis CHF 10’000 pro Wettschein ist der Weg frei, was pro Linie einem fünfstelligen Betrag geteilt durch 63 entspricht.

Bei Jouez Sport ist der Rahmen deutlich enger. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Und dann ist da noch die Kombiboost-Regel bei Sporttip, die für Systemwetten ausdrücklich gilt, aber eine Bedingung mitbringt: mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei sechs Auswahlen ist die Vier-Stufen-Marke erreichbar, die Sieben-Stufen-Marke nicht. Wer den Boost einplant, plant also 5 % ein – und nicht die grosse Zahl, die im Schaufenster hängt.

Ein System spielt nur mit, wenn die Aufsicht mitspielt

Die Sperrliste ist der Punkt, an dem aus einem Vergleich ein Sicherheitsargument wird. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – ein Vorgang, für den die Aufsicht selbst den Begriff des Domain-Hoppings verwendet. Wer heute eine Lucky 63 bei einem ausländischen Anbieter platziert, findet ihn morgen unter einer anderen Adresse wieder, mit demselben Konto und ohne Schweizer Rechtsschutz.

Was Spielende einsetzen müssen, bevor sie einsetzen dürfen

Verlustlimiten sind in der Schweiz keine freiwillige Zutat, sondern der Preis des Zugangs. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz verlangt vom Veranstalter, dass er einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste einfordert; eine Erhöhung wirkt von Gesetzes wegen nach 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Die längere Frist ist die, die auf dem Bildschirm steht.

Diese 72 Stunden sind für eine Lucky 63 mehr als eine Formalie. Wer an einem Samstagmittag merkt, dass die Limite zu tief sitzt, kommt vor dem Anpfiff nicht mehr daran vorbei. Der Mechanismus schützt, indem er verlangsamt, und Verlangsamung ist genau das, was ein Wettschein mit dreiundsechzig Positionen nicht mag.

Dazu kommt die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Und die Aufsicht testet selbst: Bei Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz an der Ladentheke ist keine strenge Wand – wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf eine Münze.

Steuern: der Freibetrag entscheidet, nicht die Quote

Gewinne aus einem schweizerisch bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Betrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier nur «je nach Kanton» die richtige Antwort ist und keine einzelne kantonale Zahl. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine typische Wette gewinnt weit unterhalb dieser Grenze – keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Anders liegt der Fall bei ausländischen Anbietern. Gewinne dort unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Swiss-Betting-Steuer auf den Einsatz existiert nicht. Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung; wer seinen Fall klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Sechs Tipps, dreiundsechzig Wetten: worauf die Auswahlen liegen

Die Märkte, in denen eine Lucky 63 lebt, sind die Märkte, die die Gespa für Schweizer Veranstalter freigegeben hat. Das schliesst mehr aus als es ausschliesst. Auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen zu setzen, ist in der Schweiz nicht erlaubt – die zugelassene Offerte ist eine geschlossene Liste. Corner- und Kartenmärkte tauchen darin nicht auf, eine Esport-Sektion ebenfalls nicht. Was bleibt, ist der klassische Kern: Ausgang, Tore, Handicaps.

Diese Verengung verändert, wie man sechs Auswahlen baut. In einem breiten Wettprogramm liesse sich eine Lucky 63 über sechs verschiedene Ligen, Tage und Märkte streuen. Auf der Schweizer Liste drängt sich das Angebot in eine überschaubare Zahl von Wettbewerben, und Streuung wird zur Arbeit. Weil abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinierbar sind, landet ein Teil der Auswahlen zwangsläufig in einer Struktur, in der eine einzelne Begegnung mehrfach zählt.

Ökonomisch heisst das dreierlei. Die Kombinationen sind keine sechs unabhängigen Tipps, sondern ein Geflecht, in dem ein einziges Ereignis – ein verschossener Elfmeter, eine Rote Karte – auf einen Schlag Dutzende Positionen umbringt. Die Quoten der einzelnen Positionen sind niedriger als das Auge vermutet, weil jede über sechs Auswahlen multipliziert wird, wobei der Vorteil des Veranstalters sich in jeder dieser Quoten befindet und über die vielen Kombinationen mitvervielfacht. Und die tatsächlich gespielten Quoten lassen sich nur auf dem eigenen Wettschein nachvollziehen, nie aus einer Zeitungsnotiz. Wer wirklich wissen will, was er gespielt hat, liest die Einzelquoten auf seiner eigenen Abrechnung.

Was die Zuteilung pro Auswahl kostet

Auf die Stufen der Dreizehnergruppe kommt beim Vergleich der Veranstalter eine Frage, die in beiden Häusern gleich gestellt wird: Was kostet die Zuteilung? Bei Sporttip fällt eine Kombination von sechs Auswahlen unter die Systemwette, und der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt CHF 7’500 enthalten. Wer sechs Auswahlen als Kombi zu je einem Franken pro Position spielt, bleibt in beiden Häusern unter der Grenze; wer grösser setzt, spürt die Grenzen unterschiedlich.

Der Rechner und seine Zahlen

Ein Systemwettenrechner arbeitet immer nach demselben Muster: Er nimmt die sechs Quoten, erzeugt daraus die dreiundsechzig Positionen, multipliziert die Quoten jeder Position und summiert die Ergebnisse. Was er ausgibt, ist die Summe der Rückzahlungen für einen bestimmten Einsatz pro Linie. Zwei Dinge muss man an seinem Ergebnis abziehen, bevor man sich freut.

Erstens die Doppelzählung von Einsatz und Rückzahlung. Ein Ergebnis von 9.50 Franken bei 63 Franken Einsatz ist kein Gewinn von 9.50 Franken, sondern ein Verlust von 53.50 Franken. Der Rechner zeigt beide Zahlen, die Marketingaussage nur eine. Zweitens die Positionen, die vollständig ausfallen: Wer nur zwei Tipps richtig hat, lässt einundfünfzig der dreiundsechzig Positionen leer zurück, und jede davon war bezahlt.

Was ein Rechner nicht leistet, ist der Blick auf die Streuung der Quoten. Zwei Auswahlen mit Quote 1.50 und 2.50 haben dieselbe Summe wie zwei mit 2.00 und 2.00, aber sehr unterschiedliche Einflüsse auf die Kombinationen: Die hohe Quote in einem Dreier multipliziert sich stärker durch, weil sie in mehr Kombinationen mitläuft. Wer sechs Auswahlen zusammenstellt, um eine bestimmte Auszahlung zu erreichen, verliert gegen einen Rechner, der nur die Summe zeigt.

Die Runde im Vergleich: zehn Adressen nach drei Kriterien geordnet

Was in der Schweiz zulässig ist, lässt sich an drei Stellen festmachen: ob ein Veranstalter über eine Bewilligung verfügt, wer ihn nach aussen vertritt, und wie er mit Limiten und Wettscheinregeln umgeht. Die Reihenfolge unten folgt der Liste der Bewilligungen, nicht der Bekanntheit.

Anbieter Bewilligung nach BGS Veranstalterin / gemeldete Lizenz Sortiment
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel Systemwetten bis CHF 10’000, Einzel- und Kombiwetten CHF 1 bis CHF 1’000
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne Kombiwetten bis CHF 500, Wettschein mit Multiples bis CHF 7’500
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz Tobique (Kanada), in der Schweiz ohne Wirkung nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt nicht Gegenstand einer Schweizer Bewilligung

Die Spalte zum Sortiment zeigt, was in diesem Vergleich am meisten Arbeit macht: Bei den acht ausländischen Adressen steht sie leer, weil eine Schweizer Bewilligung, aus der sich Limiten ableiten liessen, gar nicht existiert. Die untere Hälfte dieser Tabelle ist damit keine Rangliste nach Angebot, sondern eine Liste von Adressen ohne Schweizer Massstab. Wer dort eine Lucky 63 platziert, setzt auf Bedingungen, für die es hier keine Kontrollinstanz gibt.

Die Bewilligungsspalte ist die härtere Angabe. Die beiden Schweizer Häuser stehen im ersten und zweiten Rang, weil die Kantone nur zwei Veranstalter für Lotterien und Sportwetten zugelassen haben. Die acht folgenden stehen ohne Bewilligung da, und bei X3Bet trägt die gemeldete Lizenz aus Tobique (Kanada) in der Schweiz keine Wirkung. Ein ausländisches Papier, gleich welcher Herkunft, ist hier kein Nachweis. Das ist keine Frage der Meinung, sondern eine des anwendbaren Rechts.

Und was bedeutet das für ein System mit dreiundsechzig Positionen? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Ein ausländischer Anbieter hängt nicht am schweizerischen Sperrregister: Wer sich selbst sperren lässt, sperrt sich dort nicht mit. Eine unbefristete Spielsperre bei Swisslos wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein – diese Kette reisst bei jedem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Dazu kommt die Bezahlseite: In der Schweiz dürfen Auszahlungen nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers gehen. Bei den ausländischen Adressen endet der Schweizer Rechtsweg dort, wo das Konto liegt. Keiner der beiden Wege ist per se der sichere: Wer hier spielt, hat vollen Schutz, aber ein geschlossenes Sportangebot, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung; wer dort spielt, hat keine dieser Grenzen und zugleich keinen Schweizer Rechtsschutz. Rechnet man ein, dass ein ausländischer Gewinn nach der Praxis mancher Kantone voll steuerbar ist, während ein Schweizer Gewinn unter dem Freibetrag steuerfrei bleibt, wird der Vergleich sachlich – und fällt anders aus, als Werbung ihn darstellt.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: der einzige Schweizer Anbieter mit eigener Bet-Builder-Funktion auf dieser Liste

Swisslos ist eine interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; das Sportwettprodukt heisst Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem BGS in der Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet – den zwanzig Kantonen der Deutschschweiz sowie Tessin und Liechtenstein.

Kein anderer Anbieter dieses Vergleichs verbindet die Schweizer Bewilligung mit einer Bet-Builder-Funktion, und keine andere Adresse der Liste steht mit der Schweizer Aufsicht in Verbindung. Diese Funktion ist für eine Lucky 63 praktisch mehr wert als sie aussieht: Sie ist der einzige Weg, auf dem voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung offiziell kombinierbar sind. Ohne sie bleibt ein Wettschein mit zwei Tipps aus derselben Partie ein Ratespiel darüber, ob Swisslos ihn annimmt oder für ungültig erklärt.

Was die Bewilligung mit sich bringt, muss man dazusagen. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Lucky 63 gross anlegen will, hat dafür den Rahmen, aber nur bis zu dieser Grenze. Für grosse Wettscheine ist Sporttip damit die einzige Adresse der Liste, die überhaupt Breite zulässt.

Der Kombiboost gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Bei sechs Auswahlen ist die erste Stufe erreichbar, die zweite nicht. Der Boost ist damit ein Zubrot von wenigen Prozentpunkten und kein Grund, eine siebte Auswahl hinzuzunehmen, die man nicht überzeugt. Eine Lucky 63 mit einem Boost ist keine bessere Wette – nur eine weniger schlecht bezahlte.

Loterie Romande Jouez Sport: die zweite Bewilligung mit dem engsten Wettscheinrahmen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, ist in Lausanne an der Avenue de Provence 14 erreichbar und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden. Die Bewilligung entspricht jener von Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, Aufsicht Gespa. Ein Online-Konto ist auf Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone beschränkt.

Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten; der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Der Höchstgewinn ist die Zahl, die man übersieht. Zweiundsechzig der dreiundsechzig Positionen einer Lucky 63 sind Kombinationen, und für sie gilt die Grenze von CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. In dem unwahrscheinlichen Fall eines vollständig richtigen Wettscheins mit hohen Quoten entscheidet also nicht die Multiplikation, sondern die Kappe. Die Decke macht eine Lucky 63 nicht unsicher, sie verschiebt nur den oberen Rand nach unten – und sie zeigt, dass der Veranstalter genau weiss, wie steil das Produkt nach oben geht.

Die Bet-Builder-Funktion gehört zu Swisslos und nicht zur Loterie Romande. Erscheint ein Wettschein mit zwei Tipps aus derselben Partie, ist das bei Jouez Sport keine technische Frage, sondern eine des Vertrauens darauf, dass die Kombination nach den dortigen Regeln zulässig ist. Wer aus der Westschweiz kommt und Kollegen in Zürich beneidet, beneidet nicht die Quote, sondern die Zusammenstellung.

Unibet: breites Programm, kein Schweizer Rechtsschutz

Unibet gehört zur internationalen Riege der bekannten Wettanbieter und steht in diesem Vergleich in der Reihe der ausländischen Adressen: Es verfügt über keine Schweizer Bewilligung, weil nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten in der Schweiz veranstalten dürfen. Ein ausländisches Papier entfaltet hier nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Das Konto hängt damit nicht am schweizerischen Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg gegen den Anbieter besteht nicht. Seine Domains können auf der Sperrliste landen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Wer die Mechanik der Lucky 63 bei Unibet sucht, findet sie unter dem Namen Systemwette in einer internationalen Ausprägung. Die dreiundsechzig Positionen aus sechs Auswahlen sind dieselben; die Umgebung ist eine andere. Fehlt die Schweizer Bewilligung, fehlen auch die Verlustlimiten, die ein bewilligter Veranstalter von Gesetzes wegen abfragen muss, und es fehlen die Limiten, die aus der Bewilligung folgen. Für einen Spieler, der vor allem eine grosse Liga und viele Märkte sucht, ist das ein Vorteil bei der Auswahl. Für einen, der ein grosses System mit vielen Einzelwetten spielt, ist es der falsche Vorteil: Nicht die Auswahl entscheidet über den Wettschein, sondern der Umgang mit dem Einsatz, und über den entscheidet hier nur der Anbieter, während bei den bewilligten Häusern der Gesetzgeber mitentscheidet.

Playzilla: eine Adresse, die Schweizer Recht nicht bindet

Playzilla steht in derselben Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, weil nur die beiden interkantonalen Veranstalter Sportwetten veranstalten dürfen. Ein ausländisches Papier hat hier keine Wirkung. Es besteht keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg gegen den Anbieter ist nicht gegeben. Die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen und per DNS blockiert werden.

Für eine Lucky 63 bleibt dieselbe Rechnung wie überall in dieser Gruppe: Der Wettschein funktioniert nach den Regeln des Anbieters, und diese Regeln sind keine Schweizer Regeln. Wer bei einer Auszahlung Streit hat, führt ihn dort, wo der Anbieter sitzt. Dass ein Konto in einem Schweizer Namen läuft, hilft in einem Verfahren ausserhalb der Schweiz wenig, weil keine Schweizer Stelle den Anbieter anhält. Diese Adresse passt zu jemandem, der ohnehin international unterwegs ist und den Schweizer Schutz nicht braucht. Wer den braucht, wählt unter den ersten beiden.

BetAlright: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister

BetAlright gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter in diesem Vergleich und verfügt über keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine solche Bewilligung liegt nicht vor, und sie hätte nach Art. 4 BGS ohnehin keine Wirkung. Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls. Die Domain kann per DNS blockiert werden.

Bemerkenswert ist an dieser Adresse der Name, der einen juristischen Beistand verspricht, den das Schweizer Recht nicht liefert. Eine Lucky 63 bei einem Anbieter ohne Bewilligung bleibt ein Vertrag mit einem Unternehmen, das keiner Schweizer Instanz Rechenschaft schuldet. Wer an einer solchen Stelle den Wettschein über sechs Auswahlen laufen lässt, trägt die ganze Streuungsfrage allein: Weder eine Schweizer Limite noch eine Aufsicht bremst einen Einsatz, der zu hoch geworden ist. Das kann angenehm sein, wenn die Quote stimmt, und unangenehm, wenn sie nicht stimmt.

X3Bet: gemeldete Lizenz aus Tobique ohne Schweizer Geltung

X3Bet unterscheidet sich von seinen Nachbarn in einem Punkt: Als Lizenz wird von Drittquellen Tobique (Kanada) gemeldet. In der Schweiz hat dieses Papier keine Wirkung, und ein Schweizer Sportwettangebot darf X3Bet damit nicht betreiben. Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht; die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen.

Dass ausgerechnet hier eine Lizenz überhaupt berichtet wird, macht die Sache nicht besser, sondern nur klarer. Eine Aufsicht in einem anderen Land verfolgt andere Interessen, prüft nach anderen Regeln und interessiert sich nicht dafür, ob ein Wettschein in Zürich ausbezahlt wird. Wer eine Lucky 63 mit dreiundsechzig Positionen bei einem solchen Anbieter platzieren will, sollte zumindest wissen, dass weder die Schweizer Limiten aus einer Bewilligung noch das schweizerische Sperrregister greifen. Der Vergleich mit den beiden Schweizer Häusern endet an dieser Stelle, weil er nichts mehr vergleicht.

Wettigo: grosses Versprechen, keine Schweizer Grundlage

Wettigo führt keine Schweizer Bewilligung; Sportwetten in der Schweiz bleiben den beiden interkantonalen Veranstaltern vorbehalten. Eine ausländische Bewilligung hätte nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Es besteht keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste erscheinen. In der Schweiz verbietet Art. 74 Abs. 3 BGS die Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel und belegt sie mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 – wer eine solche Adresse bewirbt, riskiert sie.

Ein Snowboard steckt aufrecht im Schnee am Rand einer Piste, dahinter spannt sich klarer Himmel über verschneiten Gipfeln.
Die Lucky 63 entspricht einer Heinz-Wette (6 Auswahlen, 57 Wetten) zuzüglich der 6 Einzelwetten.

An einer Lucky 63 ändert das nichts, an der Entscheidung davor alles. Der Reiz solcher Häuser liegt häufig in der Weite des Wettprogramms, und Weite ist bei sechs Auswahlen tatsächlich etwas wert: Je mehr Ligen und Märkte zur Verfügung stehen, desto eher lassen sich sechs Voraussagen wirklich unabhängig aufstellen. Nur steht diesem Vorteil gegenüber, dass kein Schweizer Instrument den Gesamteinsatz begrenzt, wenn er zu gross geworden ist.

WirWetten: deutscher Namensteil, schweizerisch nichts zu bestellen

WirWetten steht ausdrücklich nicht im Kreis der bewilligten Schweizer Veranstalter; eine Bewilligung nach BGS fehlt, und ein ausländisches Papier hätte in der Schweiz keine Wirkung. Das Konto hängt nicht am schweizerischen Sperrregister, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Eine Verbindung zur Gespa-Sperrliste ist möglich.

Der Name führt in die Irre. Er klingt nach einem lokalen Anbieter, aber ein lokaler Anbieter kann in der Schweiz nur einer der beiden Veranstalter sein. Für eine Lucky 63 mit sechs Auswahlen bedeutet das konkret: Weder die Limiten, die aus einer Schweizer Bewilligung folgen, noch die Voraussetzung, dass eine Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers läuft, sind hier gesichert. Wer Wert auf diese beiden Punkte legt, ist bei dieser Adresse falsch. Wer ein System für Unterhaltung spielt und den Betrag ohnehin abgeschrieben hat, findet dort ein Wettprogramm, aber keinen Schutz.

DirectionBet: Konto ohne Schweizer Bindung

DirectionBet gehört wie die übrigen Adressen dieser Gruppe zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Ein ausländisches Papier entfaltet nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Es besteht keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Praktisch heisst das für einen Wettschein mit 63 Positionen, dass die einzige Bremse der eigene Vorsatz ist. Bei Swisslos steht vor der ersten Teilnahme eine Verlustlimite für einen, sieben und dreissig Tage, deren Senkung sofort gilt und deren Erhöhung 72 Stunden wartet. Dieses Instrument fehlt hier vollständig. Wer weiss, dass er bei einer Serie von knappen Ergebnissen nachlegen würde, sollte genau diesen Punkt gegen die Argumente der Quote abwägen.

HornetBet: ohne Bewilligung im Schweizer Markt

HornetBet schliesst die Reihe der ausländischen Anbieter ab: keine Schweizer Bewilligung, weil nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten veranstalten dürfen. Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister fehlt, ebenso ein Schweizer Rechtsweg; die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen.

Wer dort eine Lucky 63 spielt, spielt sie nach den Regeln, die der Anbieter selbst aufstellt – ohne Schweizer Höchsteinsatz, ohne Schweizer Limitenpflicht, ohne Schweizer Auszahlungsweg. Der einzige Schweizer Hebel, der bleibt, ist negativ: Ein Gewinn aus einem ausländischen Grossspiel kann nach der Praxis mancher Kantone voll steuerbares Einkommen sein, während ein Schweizer Gewinn unter dem Freibetrag steuerfrei bleibt. Wer eine Lucky 63 als Ausschüttungsinstrument sieht, sollte diesen Unterschied mitrechnen, bevor er die Quote vergleicht.

Sechs Tipps, zwei Häuser und drei Zahlen, die den Ausschlag geben

Die Lucky 63 verkauft sich über ihre Freundlichkeit: ein Fehler, und der Wettschein lebt. Sie ist auch freundlich, aber nur im Kleinen. Eine falsche Voraussage zahlt ein bis zweieinhalb Franken zurück, wo dreiundsechzig bezahlt wurden; fünf richtige Tipps bringen einen erst an den Einsatz heran. Der eigentliche Fehler liegt nicht im Produkt, sondern in der Erwartungshaltung: Diese Wette ist kein Weg zum grossen Gewinn, sondern eine Versicherung gegen den Totalschaden, und diese Versicherung kostet sechzig zusätzliche Wetten.

In der Schweiz kommt dazu, dass die Bühne klein ist. Zwei Veranstalter mit Bewilligung, jeder mit seinem Kantonsgebiet, ein geschlossener Katalog an Sportarten und Wettarten, abhängige Ereignisse nur über die Bet-Builder-Funktion, kein gesetzlicher Einzahlungsdeckel, aber Verlustlimiten, die vor der ersten Wette gesetzt werden müssen. Für die Lucky 63 heisst das: Der Höchsteinsatz von CHF 10’000 bei Sporttip ist der einzige echte Spielraum für grosse Wettscheine in diesem Land, und die Kappe von CHF 1’000’000 für alle Multiples zusammen bei Jouez Sport ist die Grenze, die obere Erwartungen zurechtstutzt.

Die Steuer ist für die allermeisten Wettenden kein Thema, weil der Freibetrag so weit über allem liegt, was ein normaler Wettschein gewinnt. Bei den ausländischen Anbietern kippt diese Logik je nach Kanton ins Gegenteil. Wer eine Lucky 63 regelmässig spielt, für den sind damit zwei Grenzen wichtiger als jede Quote: der eigene Verlustrahmen und die Frage, ob eine Auszahlung im Streitfall durchsetzbar bleibt.

Häufige Fragen zur Lucky 63

Was genau unterscheidet eine Lucky 63 von einer Kombiwette?

Eine Kombiwette verknüpft mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette und steht und fällt mit allen Tipps. Eine Lucky 63 verteilt sechs Auswahlen auf 63 einzelne Wetten und bezahlt jede Position getrennt aus. Ein falscher Tipp zerstört deshalb nicht den ganzen Wettschein, sondern nur die Positionen, in denen er steckt.

Wie viele Einzelwetten umfasst eine Lucky 63 und wie sind sie verteilt?

Es sind 63 Positionen auf sechs Auswahlen: 6 Einzelwetten, 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und eine Sechsfachwette. Die Reihen sind kombinatorisch vollständig – jede Gruppe aus zwei, drei, vier, fünf und sechs der sechs Auswahlen ist genau einmal enthalten, dazu jede Auswahl einzeln.

Wie unterscheidet sich die Lucky 63 von einer Heinz-Wette?

Eine Lucky 63 entspricht einer Heinz-Wette aus denselben sechs Auswahlen mit 57 Wetten, zu der die sechs Einzelwetten hinzukommen. Die Heinz enthält nur Mehrfachwetten; die Lucky 63 gehört zu den Full-Cover-Varianten, bei denen Einzelwetten eingeschlossen sind. Der Unterschied liegt allein in diesen sechs Positionen.

Reicht eine richtige Auswahl für einen Ertrag, und trägt sie den Einsatz?

Ja, eine einzige richtige Auswahl erzeugt einen Ertrag, weil die Einzelwetten mitlaufen. Der Einsatz trägt sich dabei nicht. Wer pro Linie einen Franken setzt, hat 63 Franken im Spiel; eine richtige Einzelwette mit Quote 1.50 bringt 1.50 Franken, mit Quote 2.50 höchstens 2.50 Franken zurück. Ein Polster, kein Ausgleich.

Wie hoch darf der Einsatz auf einem Wettschein bei Jouez Sport insgesamt sein?

Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone möglich.

Wie werden Gewinne aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert?

Gewinne aus bewilligtem Schweizer Glücksspiel sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Auf Bundesebene liegt er ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025; der kantonale Betrag weicht ab, also je nach Kanton. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein.

Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»