French Open Wetten in der Schweiz – zwei bewilligte Veranstalter, zehn geprüfte Angebote
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Oktober 29, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter
Wer in der Schweiz auf Sandplatztennis setzen will, stösst auf eine Zahl, die keine Marketingabteilung gerne ausspricht: zwei. Nicht zwei Dutzend, nicht zwei Empfehlungen – zwei Veranstalter dürfen es überhaupt. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, mehr nicht. Alles andere, was ein Schweizer Browser unter «French Open Quoten» ausspuckt, ist eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung. Wer das einmal begriffen hat, stellt die Frage anders. Nicht «welcher Anbieter hat die besten Quoten?», sondern «welchen Weg will ich gehen, und was kostet er mich?»
Am 7. Juni 2026 ging der letzte Ball in Paris ins Aus. Alexander Zverev gewann das Herreneinzel gegen Flavio Cobolli, Mirra Andrejewa das Dameneinzel gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Die Ausgabe 2026 der French Open lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 und ist abgerechnet. Das nächste Mal wird wieder im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement gespielt, auf Sand, unter dem Dach des Weltverbands ITF – ein Jahr später, und die Termine dafür stehen noch nirgends fest. Wer heute ein Konto eröffnet, eröffnet es also nicht für ein Finale in dieser Woche, sondern für eine Haltung zum Tennis. Genau das ist der Punkt, an dem sich die beiden Wege am deutlichsten trennen: der eine lässt sich in Ruhe vorbereiten, der andere ist in fünf Minuten offen und in fünf Jahren vielleicht teuer bezahlt.
Dieser Text will nicht überreden. Er ordnet ein, was es in der Schweiz gibt, wie ein Tipp auf einen Gesamtsieger rechnet, wo die Limiten wirklich liegen und an welcher Stelle ein Zählerstand beim Steueramt landet. Es ist keine Anlageberatung und kein Tipp. Niemand kennt den Ausgang eines Tennismatches, und wer das Gegenteil behauptet, verkauft etwas.
Französische-Open-Wetten im Vergleich: die bewilligten Veranstalter und die ausländischen Seiten
Zwei Gruppen, die man nicht zusammenwerfen darf. Die erste besteht aus zwei Häusern mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa in Bern. Die zweite besteht aus Seiten mit Sitz irgendwo sonst, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Eintrag im Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Die erste Gruppe hat harte Grenzen – ein geschlossener Katalog erlaubter Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzpflicht, eine Verifizierung. Die zweite Gruppe hat diese Grenzen nicht, dafür aber auch keinen Schutz, wenn eine Auszahlung hängt.
Was in der Tabelle steht, ist kein Ranking der Sportkompetenz. Es ist eine Einordnung nach Bewilligungsstatus. Wer auf Sandplatztennis setzen will, findet bei beiden Gruppen Tennis, aber nur bei einer Gruppe eine Schweizer Stelle, die im Streitfall zuständig wäre.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betclic | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet: Tobique (Kanada) – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit dem Veranstalter ist bei acht der zehn Zeilen leer an Information, und das ist kein Rechercheversäumnis, sondern die Aussage selbst. Ein ausländisches Papier – ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Bewilligung, die hier nicht gilt, ist für einen Schweizer Wettenden kein Sicherheitsmerkmal, sondern Dekoration. Nur bei X3Bet gibt es überhaupt eine Angabe, und sie ist eine Drittangabe: Tobique in Kanada. Auch die ändert am Status nichts.
Was die Tabelle nicht zeigt: dass die beiden oberen Zeilen nicht dieselben Kundinnen und Kunden bedienen. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH – dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, von der Avenue de Provence 14 in Lausanne aus, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Ein Konto erhält nur, wer im jeweiligen Gebiet wohnt. Ein Zürcher kann also kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, so wenig wie ein Genfer ein Sporttip-Konto. Die Wahl zwischen den beiden bewilligten Wegen ist für die meisten keine Wahl.
Und damit ist die Frage nicht mehr, welcher der zehn Anbieter der beste ist. Sie lautet: Gebiet, Wohnsitz, Limiten – oder alles davon aufgeben und bei einem Haus ohne Schweizer Bewilligung spielen, mit dem Wissen, dass die Aufsicht dort nicht hingeht.
Bewilligung, Vertragsgebiet und die Frage, wo man überhaupt wohnen muss
Die Wohnsitzbedingung ist der erste Filter und der einzige, über den sich nicht verhandeln lässt. Ein Wettkonto bei einem bewilligten Veranstalter setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des Veranstalters. Bei Swisslos kommt für die Online-Registrierung ein Mindestalter von 18 Jahren dazu, der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre – und eine Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist kein Misstrauen gegenüber dem Einzelnen, sondern die Kehrseite davon, dass ein Konto schweizweit eindeutig sein muss.
Für einen Spielenden aus der Deutschschweiz heisst das: ein Konto, ein Anbieter, keine Parallelkonten. Wer das eng findet, findet es zu Recht eng. Die Regeln sind so gebaut, dass ein Spielender nicht über mehrere Häuser hinweg seine eigenen Limiten aushebeln kann.
Warum die neun ausländischen Seiten überhaupt auf dieser Liste stehen
Weil Schweizer Spielende ihnen begegnen. Über Suchmaschinen, über Werbung in sozialen Netzwerken, über Empfehlungen von Freunden. Es hilft niemandem, sie aus einem Vergleich herauszuhalten und dann so zu tun, als gäbe es sie nicht. Sie auftauchen zu lassen und trotzdem zu sagen, was sie sind, ist der ehrlichere Weg.
Was sie sind: Seiten ohne Schweizer Bewilligung. Sie stehen nicht im Zusammenhang mit dem Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 zählte sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Wer sich auf eine solche Adresse einlässt, spielt auf einem Boden, der sich unter ihm bewegen kann, ohne dass er es merkt.
Ihr Angebot für Tennis kann gut sein. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob man sein Geld an eine Stelle gibt, die man im Zweifelsfall nur über eine Klage in einem Land erreicht, dessen Sprache man vielleicht nicht spricht.
Rechtslage in der Schweiz: was bewilligte Veranstalter anbieten dürfen
Wer in der Schweiz ein Sportwettangebot eröffnet, braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS) – und umgekehrt hat eine ausländische Bewilligung hier keine Wirkung. Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die richtige Adresse: Sie beaufsichtigt Casinos, nicht Sportwetten. Das ist einer der Punkte, an denen die Umgangssprache und das Recht auseinanderlaufen. Wer von «Lizenz» spricht, meint in der Registersprache eine Bewilligung, und in Rechtsaussagen bleibt es bei Bewilligung.

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Der Reinertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS) – bei Swisslos waren das für 2025 CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio. im Jahr 2025, nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer in der Schweiz auf Tennis setzt, finanziert also mit der Marge auch ein Stück Verbandsarbeit.
Ein geschlossener Katalog: was auf dem Wettschein stehen darf
Die bewilligte Sportwetten-Palette ist eine geschlossene Liste. Was angeboten werden darf, steht im Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa (Version vom 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Das Verzeichnis führt Qualifikationsrunden nur, wenn sie darin aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie darin stehen, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einstieg in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- und Kartenmärkte sucht man vergebens, eine Esport-Sektion ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Gewettet wird auf Sport – auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht.
Für die French Open ist das keine Einschränkung von Bedeutung: Hauptfeld, Einzel, Sätze, Gesamtsieger – das alles liegt innerhalb des Katalogs. Wer jedoch mit einem Markt liebäugelt, den er von einer ausländischen Seite kennt, sollte prüfen, ob er auf dem Schweizer Wettschein überhaupt existiert. Meistens tut er es nicht, und das ist Absicht.
Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht. Cash-Out dagegen ist nicht reguliert: Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, keine gesetzlich verbriefte Leistung, und als solche in dessen eigenen Bedingungen beschrieben.
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Teilnehmen dürfen Personen ab 18 Jahren, unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – ein Punkt, den ein Tennisspieler aus dem eigenen Klub an sich selbst prüfen sollte.
Wenn eine Seite ohne Bewilligung im Spiel ist
Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und sie ist die einzige.
Strafverfolgungsbehörden können Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter einziehen. Ein Schweizer Rechtsweg gegen die Seite besteht nicht. Der Schutz, den das hiesige Regime verspricht – Sperrregister, Limiten, Identitätsprüfung, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen – gilt dort einfach nicht. Wem eine Seite ohne Bewilligung den Gewinn sperrt, hat niemanden, den er anrufen kann.
Für Werbung gilt eine harte Linie: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Ein Vergleichsartikel darf deshalb beschreiben und bewerten, was ausserhalb des Bewilligungsrahmens liegt. Er darf nicht dazu einladen. Das ist der Grund, warum hier Zahlen und Status stehen und keine Aufforderung.
Spielerschutz und Einsatzgrenzen bei Swiss Sports
Bevor eine erste Wette platziert werden kann, muss ein Sporttip-Spielender Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Bei der Loterie Romande und bei Swisslos gilt für die Erhöhung derselbe 72-Stunden-Rhythmus in ihren eigenen Bedingungen; das Gesetz gibt 24 Stunden vor, die Veranstalter haben sich strenger gebunden.
Man kann über die Limite von CHF 9’999 schmunzeln. Sie ist hoch genug, dass niemand sie im Alltag bemerkt. Interessant ist deshalb nicht die Oberlimite, sondern die Verzögerung. Wer an einem Sonntagabend nach einer verlorenen Serie kurzerhand höher einstellen will, kommt an der Frist nicht vorbei. Genau dafür existiert sie. Sie ist nicht dazu da, einen vernünftigen Spielenden zu erziehen, sondern einen, der gerade nicht vernünftig ist, um zwei Nächte Bedenkzeit zu bitten.
Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Die Schweiz kennt keine gesetzliche Deckelung von Einzahlungen. Der Kanton Zürich wird nicht vorschreiben, wie viel jemand im Monat einsetzen darf, und dieser Punkt erklärt, warum das Werkzeug so wichtig ist: Es gibt keine Rückversicherung, wenn es nicht selbst gesetzt wird.
Wie man die Limiten findet: In den eigenen Kontoeinstellungen unter dem Bereich für Spielerschutz, meist mit dem Wort Limiten beschriftet. Wer sie sucht und nicht findet, sollte sie nicht als nicht vorhanden verbuchen, sondern beim Kundendienst nachfragen. Ein Konto ohne gesetzte Limiten ist bei den bewilligten Veranstaltern nicht nutzbar – die Angabe muss also irgendwo verlangt werden.
Spielsperre und Beratung: was ein Konto dauerhaft schliesst
Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der wirksamste Hebel, den das Schweizer System anbietet, und der einzige, der über die Grenze des einzelnen Anbieters hinausreicht. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).
Sperrten richten sich nach den Artikeln 80 bis 82 BGS: Sie erfassen überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen und die Selbstsperre, und sie werden in einem gemeinsamen Register geführt. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Das klingt selbstverständlich und ist es nicht: Es bedeutet, dass der Versuch, eine selbst gesetzte Sperre zu umgehen, nicht nur unangenehm, sondern wirkungslos ist.
Ein Wort zur Kontrolle an den Verkaufsstellen, und es ist kein schmeichelhaftes. Die Testkäufe der Gespa im Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufspunkten in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer die Schweiz als streng regulierten Markt beschreibt, sollte diese Zahl kennen. Sie betrifft den Ladentisch, nicht das Onlinekonto, wo die Identität vor der Freischaltung verifiziert wird. Der Unterschied ist real, und er ist der Grund, warum ein Konto bei einem bewilligten Veranstalter für einen Haushalt mit Jugendlichen etwas anderes ist als ein Kassenzettel.
Zahlungen und Sicherheit: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen – es lohnt sich, das vor der Kontoeröffnung zu lesen, weil eine Bankverbindung im eigenen Namen die Voraussetzung für jede spätere Auszahlung ist. Was es in der Schweiz übrigens nicht gibt: ein Instrument, mit dem Banken oder Kartensysteme Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren. Wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf nichts.
Steuern: der Freibetrag, die Verrechnungssteuer und der Kanton
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Schwellenwert unterscheidet sich davon – deshalb bleibt es bei «je nach Kanton» und bei keiner einzelnen Kantonszahl, die hier stünde. Oberhalb des Schwellenwerts behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen normalen Wetter auf die French Open liegt ein Gewinn weit unter dieser Marke: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, weil keine Schweizer Stelle sie einzieht. Steuerfrei ist der Gewinn deshalb nicht. Die kantonale Praxis des Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Wer also beim ausländischen Haus gewinnt und korrekt deklariert, zahlt unter Umständen dort Steuern, wo er beim bewilligten Veranstalter nichts gezahlt hätte – ein Rechenposten, den die schöne Quote auf dem Bildschirm nicht verrät.
Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer das Gegenteil liest, liest etwas Falsches. Und für alle Fälle gilt: Das hier ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Wer einen grösseren Gewinn erwartet, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
French Open Grundlagen: Modus, Rekorde und warum das den Wettschein verändert
Das Stade Roland Garros liegt im 16. Arrondissement von Paris, gespielt wird auf Sand – Terre battue. Veranstalter des Turniers ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt. Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln. Diese beiden Zahlen sind mehr als Statistik: Sie prägen seit Jahren jede Quotenstellung auf ein Herreneinzel in Paris.

Die Ausgabe 2026 wurde vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 gespielt und ist abgerechnet. Zverev gewann gegen Cobolli, Andrejewa gegen Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld betrug 61’723’000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, und die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2’800’000 €. Das nächste Turnier folgt im Jahr darauf; Termine dafür stehen noch nicht fest.
Für einen Wettschein ist eine Regel entscheidender als alle Rekorde. Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diese Regelung haben sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 verständigt.
Was das praktisch bedeutet: Ein Satzgewinn bei den Herren ist zwei Sätze vor dem Matchgewinn wert, bei den Damen einer vor dem Ziel. Ein 2:0 im Damenmatch ist Endstand, ein 2:0 im Herrenmatch ist eine Führung. Wer Satzwetten spielt, spielt bei den Damen deshalb tendenziell kürzere, schärfere Märkte, bei den Herren längere mit mehr Zwischenständen. Wer Livewetten spielt, merkt den Unterschied noch deutlicher: Bei zwei Gewinnsätzen entscheidet ein einzelner Satzverlust fast die Partie, bei drei noch längst nicht.
Das ist kein Vorteil und kein Nachteil, sondern eine Struktur, die man kennen muss, bevor man einen Markt auswählt. Die Quoten selbst spiegeln sie ohnehin. Und weil das Turnier jährlich stattfindet, gibt es zwischen zwei Ausgaben eine lange Phase, in der sich Langzeitwetten aufbauen lassen – während Einzelmatchwetten nur in den zwei Wochen des Turniers zur Verfügung stehen.
French Open Wetten 2027: Wettarten und Quoten
Die Palette reicht von der Einzelwette auf ein Match über Satz- und Spielwetten bis zur Wette auf den Gesamtsieger, bei Herren und Damen getrennt. Bei Sporttip lässt sich das mit Einzel-, Kombinations- und Systemwetten verbinden. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte aus demselben Match kombinieren will, sollte also prüfen, ob die Plattform sie überhaupt als kombinierbar anzeigt.
Zwei Regeln betreffen jede Wette, unabhängig vom Markt. Erstens umfasst die reguläre Spielzeit bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Tennis ist das selten relevant, für Fussballwetten im selben Konto schon. Zweitens gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. In einem Tennismatch entspricht das einem Matchball, den man noch schnell bespielt. Der Markt ist dann zu, auch wenn die Seite noch offen aussieht.
Gesamtsieger oder Einzelmatch: wo die Marge am längsten arbeitet
Ein Wettanbieter verkauft keine Meinung, sondern eine Preisspanne. In jeder Quote steckt sein Anteil, und der lässt sich ausrechnen, sobald man alle Quoten eines Marktes kennt.
Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90 – ein Beispiel, kein quotierter Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe von 1/1.90 und 1/1.90. Das ist die Quote, mit der ein Anbieter zwei gleich wahrscheinlich bepreiste Ausgänge versieht, wenn er sich eine Spanne von rund fünf Prozent nimmt: Die Auszahlungsquote liegt dann in einem engen Band um 95 %, die Marge also um 5 %. Wer beide Seiten gleich hoch bespielt, verliert daran unweigerlich, und zwar unabhängig vom Ergebnis.
Der Punkt ist nicht die Zahl selbst. Der Punkt ist, welche Zahl daneben steht. Eine Gesamtsiegerwette bei einem 128er-Feld hat einen Markt mit Dutzenden Ausgängen, und je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto mehr Spanne kann der Veranstalter unterbringen, ohne dass es an einer einzelnen Quote auffällt. Eine Einzelmatchwette mit zwei Ausgängen ist die transparenteste Form, die es gibt. Ein Zweiwegbet mit rund 5 % Marge ist deshalb der Massstab, an dem sich alles andere messen lassen muss – und ein Gesamtsiegermarkt wird ihn kaum je unterbieten. Wer die Marge eines Angebots prüfen will, rechnet bei einem Zweiwegemarkt die beiden Quoten zusammen und schaut, wie weit das Ergebnis unter der Summe bleibt, die bei einer fairen Quote stehen würde. Bei 1.90 und 1.90 ist die Spanne am grössten, wenn das Feld am engsten ist.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost und den Cash-Out gleichzeitig einplant, plant mit einem Wert, den er nicht bekommt.
Der Kombiboost bei Sporttip gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Vier Tennismatches mit einer Mindestquote von 1.50 zu finden, ist an einem Grand-Slam-Tag machbar. Fünfzehn sind eine andere Sportart – und ein Schweizer Katalog, der keine Corner- und keine Kartenmärkte kennt, lässt weniger Lücken zum Auffüllen als ein ausländischer.
Und was ein Gewinn tatsächlich einbringt: Bei einer Einzelwette folgt der mögliche Gewinn aus Einsatz mal Quote. CHF 50 auf eine Quote von 2.10 ergeben einen Rückfluss von CHF 105, davon CHF 55 Nettogewinn – sofern die Wette aufgeht. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Preis; zwei Matches mit je 1.90 ergeben zusammen 3.61, und ein Fehler in einem davon macht aus der gesamten Wette nichts. Das ist keine Warnung, sondern die Definition: Die Kombination verkauft eine höhere Quote und verlangt dafür Treffsicherheit in allen Teilen gleichzeitig.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. Wer den Cash-Out als Absicherung versteht, versteht ihn falsch. Er ist ein Kaufangebot zu einem Preis, den der Anbieter festlegt, und er fällt in der Regel dann am magersten aus, wenn man ihn am dringendsten will.
French Open Wetten und Wettanbieter: das Spielplan-Fenster und die Langzeitwette
Der Spielplan macht den Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Arten zu setzen. Während der zwei Wochen des Turniers gibt es Hauptfeld, Qualifikation und Finale – Matches, die kurzfristig bepreist werden, Live-Märkte, die sich innerhalb eines Satzes bewegen, und einen Markt, der nach dem letzten Ball geschlossen ist. Ausserhalb dieses Fensters bleibt eine Wette auf den Gesamtsieger übrig, und Langzeitwetten laufen entsprechend lange.
Die Qualifikation hat dabei eine eigene Rolle. Das Gespa-Verzeichnis führt Qualifikationsrunden nur, wenn sie darin aufgeführt sind. Wer auf ein Qualifikationsmatch setzen will, sollte deshalb zunächst prüfen, ob der Markt auf dem Schweizer Wettschein überhaupt angeboten wird, statt sich auf ein Angebot zu verlassen, das er von einer ausländischen Seite kennt.
Zwischen den Ausgaben des Turniers gibt es ausserdem ein Fenster, das unterschätzt wird: Sobald das Feld steht, lassen sich Gesamtsiegerwetten platzieren, und die Quoten reagieren auf alles, was in dieser Zeit passiert – eine Verletzung, ein Trainingswechsel, ein gutes Ergebnis auf Sand. Wer eine Position früh eingeht und die Quoten danach nicht mehr beobachtet, hat eine Wette auf den Stand von vor drei Wochen. Das ist kein Fehler. Es ist nur etwas anderes, als man sich beim Abschicken des Wettscheins vorstellt.
Das Feld selbst hat eine Struktur, die einem Anfänger oft unklar bleibt: Die Gesamtsiegerwetten bei Swisslos unterscheiden nicht zwischen Hauptfeld und Qualifikantinnen, und in Paris passiert es regelmässig, dass eine Spielerin aus der Qualifikation weit kommt – Chwalińska stand im Finale des Dameneinzels 2026, nachdem sie durch die Qualifikation gekommen war. Lange vor dem Finale stand sie auf keinem Zettel, und wer auf sie gesetzt hätte, hätte eine der höchsten Quoten des Turniers bekommen. Solche Läufe sind der Grund, warum ein Gesamtsiegerfeld bei einem Grand Slam nie ein Zweiwegemarkt ist, sondern eine breite Fläche mit vielen kleinen Wahrscheinlichkeiten.
Genau dort öffnet sich das Argument für den bewilligten Weg, und es ist ein Argument über Preise, nicht über Moral. Ein Gesamtsiegerfeld ist der Ort, an dem die Spanne am wenigsten sichtbar ist, weil niemand alle Quoten eines 128er-Feldes im Kopf zusammenzählt. Ein geschlossener Katalog ändert daran nichts. Aber ein Haus, das unter Schweizer Aufsicht steht, muss seine Bedingungen veröffentlichen – die Art von Dokument, aus dem sich mindestens die Regeln für Kombinationen und Livewetten herauslesen lassen. Bei einer Seite ohne Bewilligung ist am Ende entscheidend, ob sie zahlt, und darüber bestimmt niemand ausser ihr selbst.
Die geprüften Anbieter im Einzelnen
Zehn Namen, zwei Gruppen. Die Bewertung folgt denselben Massstäben: Bewilligungsstatus, Umfang des Tennissangebots, Limiten, Transparenz der eigenen Bedingungen, Auszahlungsweg. Wer beides bewertet, ohne beides gleich zu behandeln, vergleicht nicht – er wählt aus und nennt es Vergleich.
Swisslos Sporttip – der bewilligte Weg für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos betreibt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 und als Tochter einer Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Haus hält eine Schweizer Sportwettenbewilligung für ein Grossspiel – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa – und ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt.
Das Konto steht Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet offen: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und pro Person ist nur ein Konto möglich.
Beim Einsatz ist Sporttip breit aufgestellt und trotzdem klar begrenzt. Einzel- und Kombinationswetten ab CHF 1, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 für eine Systemwette – wobei Swisslos diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann. Kombinationswetten bis zu fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50 werden mit einem Bonus belohnt, der bis 100 % auf den Nettogewinn reicht. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung laufen ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion, und eine irrtümlich angenommene solche Kombination kann Swisslos für ungültig erklären. Wer Kombinationen als Hobby aus zwei Märkten desselben Matches zusammenstellt, sollte das wissen.
Die Verlustlimiten sind der Teil, den ich am ehrlichsten finde. Sie sind Pflicht vor der ersten Wette, gestaffelt nach 1, 7 und 30 Tagen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung wirkt sofort. Eine Erhöhung lässt 72 Stunden auf sich warten. Das ist die strengere Auslegung des Gesetzes, das 24 Stunden vorsieht, und Swisslos hat sie in seine eigenen Bedingungen geschrieben.
Das Urteil: Ein Haus, das sich für einen Spielenden mit Schweizer Wohnsitz deswegen lohnt, weil es ihm die Sicherheit des Registers und die Bindung an veröffentlichte Bedingungen gibt – und das ihm dafür Märkte vorenthält, die er sonst gewohnt ist. Wer die Limitenmechanik als lästig empfindet, hat den Zweck missverstanden; wer sie als nützlich erlebt, findet hier die vollständigste Umsetzung im Markt. Der Katalog ist die Schranke, nicht die Quote.
Loterie Romande Jouez Sport – der bewilligte Weg für die Westschweiz
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist die Avenue de Provence 14 in Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage entspricht der von Swisslos: Sportwettenbewilligung für ein Grossspiel, Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51), Aufsicht durch die Gespa.
Die Ausgangslage für einen Wettenden ist damit strukturell dieselbe, mit einer Verschiebung im Gewicht: Wer in Genf, Lausanne oder Freiburg wohnt, für den ist Jouez Sport der einzige bewilligte Weg ins Tennisturnier. Für einen Zürcher ist es gar keiner.
Das Urteil: Der Fall ist weniger eine Bewertung des Angebots als eine Feststellung über Geografie. Für die Westschweiz ist Jouez Sport nicht die bessere der beiden bewilligten Optionen, sondern die einzige – und wer dort wohnt, tut gut daran, sich mit der Aufteilung der Verkaufsstellen und den Limitenregeln des Hauses vertraut zu machen, statt nach Alternativen zu suchen, die es mit Bewilligung nicht gibt.
Betify – ohne Schweizer Bewilligung
Betify operiert in der Schweiz ohne bewilligte Konzession. Da der Markt gemäss Geldspielgesetz (BGS) auf Swisslos und die Loterie Romande beschränkt ist, entfaltet eine ausländische Erlaubnis hier keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS). Es besteht kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister oder den Rechtsweg, und das Angebot kann durch die Gespa mittels DNS-Sperre unterbunden werden.
Das Urteil: Der entscheidende Umstand ist nicht das Wettangebot, sondern die Zuständigkeitsfrage. Für einen Spielenden, der einen Schweizer Ansprechpartner und die Registerbindung für wichtiger hält als einen Markt mehr, ist die Seite nicht die richtige Adresse – und an dieser Feststellung ändert sich nichts, wie gut das Tennisangebot im Einzelfall aussieht.
FortuneJack – ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack besitzt keine Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist nicht durch das BGS abgedeckt, und es fehlen sowohl die Anbindung an das Sperrregister der Gespa als auch der Schweizer Rechtsweg für Kunden. Die Domain unterliegt somit dem Risiko einer Aufnahme auf die Sperrliste.
Das Urteil: Der Name verspricht ein Lotteriespiel, und das passt zu einem Haus, dessen Stellung in der Schweiz nichts weiter ist als die eines ausländischen Anbieters ohne Aufsichtsanschluss. Wer eine Schweizer Stelle hinter dem Konto braucht, findet sie hier nicht.
BetLabel – ohne Schweizer Bewilligung
BetLabel verfügt über keine Schweizer Erlaubnis. Da das Unternehmen nicht im Zusammenhang mit dem hiesigen Schutzregime steht, gibt es keinen Schweizer Rechtsweg; zudem können die Domains des Anbieters jederzeit durch die Gespa gesperrt werden.
Das Urteil: Bei einem Anbieter dieser Grösse ist die Frage nach der Bewilligung nicht Formalität, sondern die Frage nach dem Weg, der einem im Streitfall bleibt. Hier bleibt keiner, der über die Schweiz führt.
Funbet – ohne Schweizer Bewilligung
Funbet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Da das Haus nicht nach dem BGS lizenziert ist, entfällt der Schweizer Rechtsweg und der Schutz durch das Sperrregister; bei einer entsprechenden Entscheidung der Aufsichtsbehörde droht die Zugriffssperre.
Das Urteil: Der Name ist Programm, und das ist die eigentliche Reibung. Ein Sportwettenangebot ohne Aufsichtsanbindung ist kein Spiel, sondern eine Zahlung auf eine Zusage. Wer die französische Ausgabe des Turniers miterlebt hat, weiss, wie schnell aus einem klaren Match ein anderes wird – bei einer Bewilligung ist die Frage nach dem Warum wenigstens beantwortbar.
Betclic – ohne Schweizer Bewilligung
Betclic führt keine Schweizer Bewilligung. Da das Angebot ausserhalb des gesetzlichen Rahmens liegt, existiert kein Schweizer Rechtsweg für Wettende. Das Unternehmen ist nicht Teil des Sperrregisters, kann jedoch von der Gespa auf die Liste der gesperrten Domains gesetzt werden.
Das Urteil: Der Bekanntheitsgrad in Europa macht die Seite für einen Schweizer nicht zu einer bewilligten. Für einen Spielenden, der gelegentlich im Ausland wohnt und dort ein Konto führt, ist der Status kein Hindernis, in der Schweiz bleibt er es.
X3Bet – ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung Tobique
X3Bet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausserhalb geltende Erlaubnis – Drittquellen nennen Tobique (Kanada) – hat in der Schweiz gemäss Art. 4 BGS keine Geltungskraft. Das Angebot bietet keinen Zugang zum Schweizer Rechtsweg oder Schutzregister, womit eine Sperrung durch die Gespa möglich bleibt.
Das Urteil: Der einzige Name in dieser Gruppe, bei dem überhaupt eine Bewilligung gemeldet wird, und der einzige, bei dem diese Angabe sofort erklärt werden muss. Ein kanadisches Papier ist in Bern keine Währung. Wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf eine fremde Aufsicht in einem fremden Verfahren.
Bahigo – ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo führt keine Schweizer Bewilligung. Da das Angebot die gesetzlichen Vorgaben für Sportwetten hierzulande nicht erfüllt, steht es ausserhalb des Schweizer Rechtswegs. Das Haus ist nicht im Sperrregister erfasst, was eine Massnahme der Aufsichtsbehörde (Gespa) jederzeit möglich macht.
Das Urteil: Ohne belegte Bewilligung und ohne Schweizer Anschluss bleibt die Seite für den Schweizer Markt das, was sie hier ist – eine ausländische Adresse. Wer sein Konto dort führt, sollte wenigstens die eigenen Bedingungen lesen, bevor er zum ersten Mal auszahlen will.
Rollbit – ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit operiert ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot entfaltet keine rechtliche Wirkung im Rahmen des BGS, weshalb Kunden auf den Schweizer Rechtsweg verzichten müssen. Zudem besteht keine Anbindung an das Sperrregister der Gespa, das Domains bei Bedarf blockiert.
Das Urteil: Der letzte Name der Gruppe und der gleiche Status wie der erste. Für den Vergleich heisst das, was für die ganze untere Hälfte der Liste gilt: Die Bewertung ist kürzer als die Bewertung der beiden oberen Zeilen, weil es weniger zu bewerten gibt, was den Schweizer Spielenden betrifft.
Was die Wahl für den einzelnen Spielenden bedeutet
Zwei Wege, und sie schliessen einander aus. Wer Wohnsitz in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein hat, spielt bei Swisslos, oder er spielt ohne Schweizer Aufsicht. Wer in der Westschweiz wohnt, spielt bei der Loterie Romande, oder er spielt ohne Schweizer Aufsicht. Ein Wechsel ist nicht vorgesehen, und ein Zweitkonto bei einem ausländischen Haus ändert nichts am Status des ersten.
Der bewilligte Weg kostet: einen geschlossenen Katalog erlaubter Sportarten und Wettarten, eine Identitätsprüfung vor der ersten Wette, Pflichtlimiten, die drei Tage auf eine Erhöhung warten lassen, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen. Der unbewilligte Weg kostet: keinen Schweizer Rechtsweg, keinen Eintrag im Sperrregister, ein Steuerrisiko je nach Kanton bei Gewinnen, und die Aussicht, dass die Adresse von einem Tag auf den anderen per DNS-Sperre verschwindet und dann unter einer anderen auftaucht.
Wer die zweite Rechnung nicht scheut und gelegentlich ausserhalb der Schweiz spielt, für den ist die Bewilligungsfrage eine Standortfrage. Wer in der Schweiz lebt, eine Auszahlung im Streitfall einklagen können will und den geschlossenen Katalog als akzeptablen Preis für den Schutz betrachtet, für den ist die Sache klar. Ein dritter Weg, eine bewilligte Seite mit einem Quotenvergleich der ausländischen Häuser, existiert nicht. Wer das sucht, sucht etwas, das die Schweiz nicht eingerichtet hat.
Und weil das Turnier nur alle zwölf Monate stattfindet, lohnt es sich, die Entscheidung ausserhalb des Turnierfensters zu treffen. Ein Konto, das man in der Verifikation eröffnet, während das erste Match schon läuft, ist ein Konto, das man überstürzt eröffnet.
Häufige Fragen zu Wetten auf die French Open in der Schweiz
Welche Tennis-Wettarten dürfen bewilligte Schweizer Veranstalter überhaupt anbieten?
Nur was im Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa steht (Version vom 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Das Verzeichnis führt Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie darin aufgeführt sind, und enthält keine Corner- oder Kartenmärkte. Gesetzt wird ausschliesslich auf Sportveranstaltungen.
Was sagt eine Quote auf den Gesamtsieger aus, und wie viel davon ist Marge?
Die Quote gibt an, was ein Einsatz einbringt, wenn die Wette gewinnt, und nichts darüber, wie wahrscheinlich das ist. In einem Markt mit vielen Ausgängen steckt mehr Spanne als in einem Zweiwegemarkt. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90 liegt die Marge in einem Band um 5 %.
Warum ändern drei Gewinnsätze bei den Herren das Setzen auf Sätze?
Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Ein 2:0 ist bei den Damen Endstand, bei den Herren eine Führung. Satz- und Livewetten reagieren deshalb unterschiedlich schnell: Bei zwei Gewinnsätzen kann ein einzelner Satzverlust das Match fast entscheiden, bei drei nur die Richtung vorgeben.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?
Bei Sporttip sind es Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Muss ein Gewinn aus einer French-Open-Wette versteuert werden?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Ab dem 1. Januar 2026 liegt der eidgenössische Schwellenwert bei CHF 1’071’000; der kantonale Wert weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton». Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein.
Tennis – kartenzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
