Eredivisie-Wetten in der Schweiz: erlaubt bei zwei Veranstaltern, alles andere ist Sperrliste
Ladevorgang...
Stand Oktober 29, 2026 — Bewilligungen und Veranstalterangaben abgeglichen mit dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und den Bewilligungen der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa.
Wer in der Schweiz nach Eredivisie-Quoten sucht, findet zuerst zehn bis zwanzig Adressen, die alle so aussehen, als dürften sie das. Dürfen sie nicht. Seit dem 1. Januar 2019 ist der Sportwettmarkt ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt. Diese zwei sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jede weitere Seite, die Eredivisie-Partien bepreist, arbeitet ohne Schweizer Bewilligung — und der Umstand, dass eine Marke in Malta oder Curaçao eine Zulassung hat, ändert daran nichts.
Das ist die Ausgangslage, und sie entscheidet über mehr als die Frage, wo man ein Konto aufmacht. Sie entscheidet, ob die Partie überhaupt im Wettprogramm stehen darf. Sie entscheidet, ob eine Spielsperre auch für dieses Konto greift. Sie entscheidet, wo im Streitfall jemand zuständig ist. Und sie entscheidet, wie viel Auswahl ein Wettender am Ende wirklich hat: ein geschlossener Katalog von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten statt eines Regals, in dem man sich nach Belieben bedient.
Wer wissen will, wie eine Eredivisie-Quotenzeile entsteht und was davon übrig bleibt, kommt an diesen Randbedingungen nicht vorbei. Der Rest dieser Seite sortiert sie.
Was die Bewilligung in der Schweiz tatsächlich abdeckt
Eine Bewilligung ist hier kein Gütesiegel, das an einer Marke klebt, sondern sie hängt an einer veranstalteten Spielart, und sie gilt nur in der Schweiz. Rechtlich braucht es zwei Stücke: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel. Aufsichtsbehörde ist die Gespa mit Sitz in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht unter dem Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht die ESBK — die prüft Kasinos, nicht Sportwetten.

Veranstalter Sporttip ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das ist das IKV 2020, die kantonale Klammer um das ganze Konstrukt.
Ein Vertragsgebiet, zwei Karten, und die Grenze verläuft mitten durch das Land
Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH durch, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich sitzt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen. Wer in Genf sitzt, nicht bei Sporttip. Die beiden Veranstalter sind keine Konkurrenten, die sich gegenseitig die Preise verderben — sie teilen das Land.
Wo die Bewilligung endet
Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Zulassung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher, entfaltet hier keine Wirkung. Das heisst im Klartext: eine solche Marke betreibt im Schweizer Sinne keine erlaubte Veranstaltung. Die Aufsichtsbehörde verbietet sie nicht dem Spielenden, aber sie erkennt sie auch nicht an.
Was das praktisch bedeutet, zeigt sich nicht am ersten Abend, sondern am dritten. Vorbestimmt ist der Ausgang nicht: der organisierte Sportwettbetrieb ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Nur: gegen wen er vorgeht, wenn eine Auszahlung nicht ankommt, ist offen, und Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Eine Fairplay-Kontrolle, wie sie ein bewilligter Betrieb kennt, fehlt auf der anderen Seite vollständig.
Die Sperrliste ist der sichtbare Teil davon. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping nennt die Aufsicht das, und sie nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele sowie bet365 als auf der Liste geführt. Wer heute eine Adresse im Browser öffnet und morgen nicht mehr, hat nicht ein technisches Problem, sondern die Liste getroffen.
Was aus einem Einsatz wird, wenn niemand mehr mitrechnet
Die Spielerschutzregeln im Schweizer Sportwettmarkt sind nicht Zierde, sondern Betriebsbedingung: ohne sie bekommt kein Veranstalter eine Bewilligung. Für einen Wettenden heisst das, dass mehrere Dinge, die er sonst selbst im Griff hätte, bereits voreingestellt sind.
Bevor jemand überhaupt zum ersten Mal an einer Sporttip-Teilnahme mitwirkt, muss er Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz verlangt vom Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu verlangen; raufsetzen lässt sich ein Wert nach Statut erst nach 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Das ist kein Schreibfehler auf beiden Seiten, sondern die strengere Zahl, die sich die Veranstalter selbst auferlegt haben.
Ein fester staatlicher Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht. Wer also in einer ausländischen Werbung von einem «Limit» liest, liest meist etwas anderes: die Hausregel einer Marke, nicht die Regel des Landes.
Die Spielsperre greift weiter, als viele annehmen
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Innerhalb dieser Frist gibt es keine Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre dagegen wird in einem schweizweiten Register eingetragen — und dieses Register gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für das Fürstentum Liechtenstein. Wer sich also bei Sporttip dauerhaft sperrt, sperrt sich nicht nur bei Sporttip.
Aufgehoben wird eine freiwillige Sperre nach drei Monaten, mit Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ein Veranstalter anbieten. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist der Satz, der in der Praxis am meisten Geld kostet: wer trotz laufender Sperre spielt, verliert nicht nur, sondern verliert ohne Anspruch.
Wie gut der Jugendschutz an der Front funktioniert, sagt eine Zahl aus den Testkäufen der Aufsicht für 2025: an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schutzregeln als lückenlos verkauft, verkauft eine Zahl weg.
Auszahlung nur auf das eigene Konto
Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto lauten gelassen, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettmarkt nicht, und eine Kreditgabe an Spielende ebenfalls nicht. Welche Zahlungsmarken ein einzelner Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen.
Wie schnell eine Auszahlung ankommt, ist dagegen kein gesetzlich geregelter Punkt. Es ist eine Leistung des jeweiligen Betriebs, und ein Wettender prüft sie am besten in den Auszahlungsbedingungen, bevor er den ersten Franken setzt — nicht danach. Der Punkt gehört zu den wenigen, bei denen der Wettende zwischen den beiden Veranstaltern überhaupt wählen kann.
Was von einem Gewinn abgeht
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Förmliche liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht ab — je nach Kanton. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; wer den Gewinn in der Steuererklärung deklariert, holt sie zurück. Für einen gewöhnlichen Wetter auf eine Eredivisie-Partie liegt diese Schwelle in unerreichbarer Ferne: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an. Die kantonale Praxis kann den Gewinn trotzdem erfassen; die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer seinen Fall klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Nur zwei Veranstalter, aber die Angabe steht auf einem veröffentlichten Blatt
Die Angabe «bewilligt» ist keine Eigenschaft einer Marke, sondern ein Eintrag. Weil die Kantone die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben, gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher — es gibt keine weiteren. Die Aufsicht veröffentlicht in dieser Richtung nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Auf der anderen Seite stehen die ausländischen Marken, die viele Schweizer ohnehin kennen. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. Ihre Zulassung ist nicht belegt, was in der Schweiz keinerlei Wirkung hat. Sie sind nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Aufsicht gesetzt werden.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Zulassung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Zulassung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
Die zwei Ja sind auf der ganzen Liste nicht der Anfang einer Skala, sondern der Schluss. Die acht Nein stehen dort nicht, weil ihre Produkte schlechter wären, sondern weil die Rechtslage sie nicht als Veranstalter zulässt. Ein Vergleich, der die beiden Gruppen in eine Rangfolge ohne diese Trennlinie schreibt, verwischt genau den Punkt, an dem sich für den Wettenden entscheidet, ob es im Streitfall jemanden gibt, an den er sich wenden kann.
Der Spielplan: welche Partien ein Wettprogramm überhaupt füllen
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. Achtzehn Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage. Rekordspieler der Liga ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren.
Die Saison 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 und brachte 306 Spiele. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. PSV stand am 29. Spieltag als Meister fest, so früh wie nie zuvor in der Ligageschichte. Abgestiegen sind Heracles Almelo mit 19 Punkten und NAC Breda mit 29 Punkten; Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren.
Die zwei Tabellenenden liefern die Partien mit der grössten Unsicherheit
Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. direkt ab, der 16. spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz. Das ist ein Modus, der den Abstiegskampf bis in den Mai hinein offen hält und die Quoten auf die unteren Tabellenhälfte träge macht. Elfte bis dreizehnte Plätze verlieren im April an Spannung; Platz 16 nicht.
Am anderen Ende stehen die Plätze 5 bis 8, die seit 2008/09 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz spielen; seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Wer im April auf die Plätze 5 bis 8 wettet, wettet auf eine Mannschaft, die in der Liga nichts mehr zu gewinnen und trotzdem noch alles zu verlieren hat. Diese Konstellation erklärt einen guten Teil der Quotenbewegung, die in den letzten Saisonwochen auf den mittleren Tabellenplätzen zu sehen ist.
Was daraus für den Kalender folgt: 34 Spieltage von August bis Mai verteilen sich über gut neun Monate, mit Länderspielpausen und englischen Wochen. Auf ein einzelnes Spiel gezielt zu setzen, heisst in der Schweiz in der Regel, ein Spiel aus diesem Kalender zu wählen — nicht eine Liga als Ganzes zu buchen.
Ob die Liga im Programm steht, entscheidet nicht der Anbieter
Bewettet werden dürfen nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Liste der Aufsichtsbehörde über die bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Platzierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gesetzt werden. Corner- oder Kartenmärkte und eine Esport-Sektion führt die Liste nicht.
Ein ausländisches Angebot kann dagegen eine ganze Reihe von Märkten auf dieselbe Eredivisie-Partie stellen. Das ist kein Vorteil, den man geniessen kann, ohne den Rest mitzunehmen: es ist derselbe Betrieb, der auch die Auszahlung schuldet, ohne den Schweizer Rahmen und ohne Schweizer Rechtsweg. Die Frage «wo gibt es mehr Märkte» und die Frage «wo steht die Wette auf einem erlaubten Gegenstand» haben in der Schweiz nicht dieselbe Antwort, und der zweite Punkt wiegt schwerer.
Live, Cash-Out und die Zeit, in der eine Wette noch etwas wert ist
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das Gesetz beschränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Wettende bekommt dann seinen Einsatz zurück und hat nichts gewonnen. Das ist die Kehrseite einer Livewette: sie lebt von Sekunden, und Sekunden sind genau das, was bei einem Ereignis entschieden wird, bevor die Wette innerlich angekommen ist.
Cash-Out ist in der Schweiz gesetzlich nicht geregelt. Er ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, und bei Sporttip gibt es sie für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und für jeden Markt garantiert ist es nicht.
Wichtiger als der Ablauf ist die Höhe. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer also eine Wette früh aussteigt, tauscht ein Stück des möglichen Gewinns gegen Sicherheit — und die Differenz dazwischen trägt nicht Swisslos, sondern der Aussteigende. Bei einem Quotenboost verfällt der Boost, wenn die Wette per Cash-Out beendet wird; der ausgestiegene Betrag enthält ihn dann nicht mehr. In spielentscheidenden Momenten kann eine Wette sogar mit Quote 1.00 gewertet werden, und dann war der Cash-Out die bessere Wahl, obwohl er weniger ausgezahlt hat als der ursprüngliche Gewinn. Beides ist möglich. Nur eines davon ist planbar.
Kombinieren, wo das Gesetz es zulässt
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Wettender, der zwei Märkte desselben Spiels in eine Kombination legt, verliert im schlechtesten Fall den ganzen Wettschein — nicht die Quote, sondern die Wette.
Der Quotenboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert, und beide Boosts sind pro Wettendem nur einmal nutzbar. Das Wort «Boost» liest sich wie geschenkter Wert. In Wahrheit ist es eine Staffel, die mit jeder zusätzlichen Vorhersage steigt, und jede davon muss die Mindestquote treffen — die schwierigste Bedingung des ganzen Angebots.
Die Marge: was in Eredivisie-Quoten steckt und was nicht
Eine Quote ist keine Prognose, sondern ein Preis. Der Wettende setzt CHF 1, und im Mittel über viele Wetten zahlt der Markt weniger zurück als eingenommen wurde. Diesen Anteil nennt die Branche Auszahlungsquote, den Rest Marge. Im Schweizer Sprachgebrauch steht dafür auch der Quotenschlüssel; ein Gesetz kennt ihn nicht.
Für ein 1X2-Beispiel mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 — einer Illustration, nicht einem abgelesenen Preis — geht die Rechnung so: der reziproke Auszahlungsanteil ergibt sich aus 1/2.10, 1/3.40 und 1/3.60, zusammen etwa 1,048. Das ist eine Auszahlungsquote von rund 95,4 %, also eine Marge von etwa 4,6 %. Gelesen heisst das: von jedem Franken, der auf dieses eine Marktsegment gesetzt wird, bleiben im Mittel rund 4,6 Rappen beim Veranstalter, unabhängig davon, welcher Ausgang eintritt.
Die Zahl ist ein Band, kein Punkt. Zwei Anbieter mit denselben drei Quoten haben dieselbe Marge, aber ein breiter bewetteter Markt trägt in der Regel weniger Marge als ein Nischenmarkt, und Wettbewerb drückt sie nach unten. Dazu der praktische Teil: bei einem Sporttip-Gewinn aus Einsatz mal Quote wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei CHF 1 Einsatz und Quote 2.10 sind das CHF 2.10 ohne Verlust aus der Rundung; bei krummen Quoten und kleineren Beträgen zahlt der Wettende die Abrundung mit.
Was die Marge nicht ist: sie ist kein Indikator dafür, ob eine Wette gewinnt. Sie sagt nur, was der Markt über viele Wetten hinweg an Gebühr einbehält. Wer eine Marge von 4,6 % liest und daraus ableitet, die Wette sei «fast fair», hat den Mechanismus halb verstanden: der Prozentsatz wird nicht pro Wette abgezogen, sondern in jedem einzelnen Preis vorab versteckt.
Und dann der Punkt, der viele Vergleiche wertlos macht: die Marge eines Anbieters lässt sich nur vergleichen, wenn man sie auf denselben Markt desselben Ereignisses bezieht. Die Marge des 1X2-Marktes sagt nichts über die eines Handicaps, einer Kombination oder eines Nebenmarktes. Wer Anbieter nach «Quoten» sortiert, ohne die Märkte zu fixieren, sortiert nach Zahlen, die nicht zusammengehören.
Wetten ohne Bewilligung: die Kosten stehen nicht in den AGB
Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung sieht auf dem Bildschirm reichhaltiger aus: mehr Märkte, mehr Turniere, mehr Optionen auf derselben Eredivisie-Partie. Der Aufschlag liegt nicht in der Benutzung, sondern in dem, was fehlt.
Niemand dort ist an das schweizerische Sperrregister angebunden. Wer sich bei Sporttip dauerhaft sperrt, ist dort gesperrt; wer mit der eigenen Spielsperre zu einer ausländischen Marke geht, bringt sie nicht mit. Es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt, und die AGB bestimmen, welche Stelle im Streitfall entscheidet — in aller Regel eine Gerichtsbarkeit im Sitzland des Anbieters. Eine Fairplay-Kontrolle durch eine Schweizer Aufsicht existiert nicht. Und die Domain kann jederzeit auf der Sperrliste landen, wobei die Liste laut Aufsicht innert Stunden nachgezogen wird. Wer also seine Wetthistorie, sein Guthaben und seine Kundendaten bei einer blockierten Adresse liegen lässt, muss wissen, wie er anderweitig an sein Guthaben kommt.
Die andere Seite derselben Rechnung: der bewilligte Markt bietet weniger. Eine geschlossene Liste von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten. Eine Wohnsitzanforderung. Eine Identitätsprüfung. Nur zwei Veranstalter, deren Gebiete sich nicht überschneiden. Wer in Zürich wohnt, hat bei Jouez Sport keine Option; wer in Lausanne wohnt, nicht bei Sporttip. Zwei Karten, zwei Produkte, und keine Überschneidung.
Wer also nach einem klaren Vorteil auf einer Seite sucht, findet keinen. Die bewilligte Seite tauscht Angebotsvielfalt gegen Schutz und Rechtsweg. Die andere tauscht Schutz und Rechtsweg gegen Vielfalt. In der Schweiz ist die Wahl damit keine Geschmacksfrage mehr: sie ist die Entscheidung, ob man den Rahmen will oder nicht.
Wie die zwei Veranstalter und acht ausländischen Marken im Vergleich dastehen
Die Rangfolge unten beurteilt jede Marke nach derselben Prüfung: Bewilligungsstatus zuerst, dann die Bedingungen, die ein Wettender am eigenen Konto tatsächlich spürt. Wo zu einer Marke für einen Punkt nichts gesagt wird, ist das kein Lob und keine Rüge. Es heisst, dass an dieser Stelle nichts feststeht.
1. Swisslos Sporttip — der immergrüne Massstab
Sporttip ist der einzige der zehn für das Swisslos-Vertragsgebiet zugelassene Zugang, und das prägt jede Zelle dieses Vergleichs. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt läuft unter dem Namen Sporttip, und die Rechtgrundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Wer in einem der deutschen Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt hier herein und sonst nirgendwo im bewilligten Schweizer Markt.
Die Gebietsliste ist kein Detail am Rand: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ausserhalb davon gibt es kein Onlinekonto. Für einen Wettenden bedeutet das, dass ein Wechsel zu Jouez Sport nicht möglich ist, wenn er seinen Wohnsitz behält.
Die Zahlen am Konto sind eng gefasst und transparent. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für jemanden, der CHF 50 auf eine Eredivisie-Partie setzt, ist die Grenze irrelevant; für den, der mit CHF 2’000 hineingeht, ist sie die entscheidende Angabe dieser Seite.
Bevor der erste Franken überhaupt fliesst, muss der Wettende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 für Erwachsene und CHF 1’000 unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage, und der Umstand, dass eine unbefristete Spielsperre in einem schweizweiten Register landet, das auch Casinos einschliesst. Das ist kein Nachteil — es ist der Grund, warum die Bewilligung hier überhaupt existiert. Nur wer zum ersten Mal ein Konto eröffnet und nach zwei Minuten auf die Uhr schaut, sollte wissen, dass die Uhr läuft: 72 Stunden sind 72 Stunden.
Auf der Produktseite fällt die Bilanz gemischt aus. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur vollständig, ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Beim Quotenboost verfällt die Erhöhung mit einem Cash-Out. Bei Livewetten kann eine Wette nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs mit Quote 1.00 gewertet werden. Und wer abhängige Ereignisse desselben Spiels kombinieren will, braucht dafür die Bet-Builder-Funktion; ohne sie kann die ganze Kombination ungültig erklärt und nur der Einsatz zurückerstattet werden. Gewinne werden aus Einsatz mal Quote berechnet und erst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet.
Wer vor allem Gewinne für Sport und Gemeinwesen sehen will, findet hier die Zahlen: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio. Diese Zahlen sind keine Empfehlung, aber sie zeigen, was mit der Marge passiert, wenn sie in einem bewilligten Betrieb anfällt.
Unterm Strich: Sporttip ist die Referenz, an der sich jeder Vergleich auf dieser Seite messen muss. Wer im Vertragsgebiet wohnt und den Schweizer Rahmen will, hat hier das volle Produkt — mit dem Mindesteinsatz von CHF 1 nach unten und der Limite von CHF 1’000 für eine Einzelwette nach oben als den beiden Zahlen, die den Alltag prägen.
2. Loterie Romande Jouez Sport — dasselbe Konzept, andere Adresse, andere Adressaten
Jouez Sport ist das westliche Gegenstück: veranstaltet von der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande, für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kommt hier herein.
Der Rahmen ist der gleiche wie bei Sporttip — dieselbe Bewilligungsart, dieselbe Aufsicht. Was in diesem Vergleich auffällt, ist kein Merkmal des Produkts, sondern die Zahl der Zugänge: zwei Veranstalter, zwei Vertragsgebiete, und der Wettende bleibt in dem, in dem er wohnt. Die 2’350 Verkaufsstellen sind die sichtbare Präsenz; für einen Onlinewetter ist die relevante Frage, ob die Westschweizer Kantone zu seinen gehören. Wer in Genf wohnt, hat bei Sporttip keine Option; wer in Zürich wohnt, nicht hier.
Für Spielende, die Fragen zum Wettprogramm, zur Teilnahme ausserhalb der Schweiz oder zu Kontodetails haben, ist die Kontaktadresse der richtige erste Schritt — nicht die Annahme, dass Westschweizer und Deutschschweizer Konditionen identisch sind. Diese Seite legt für Jouez Sport keine eigenen Limit- oder Auszahlungswerte aus, weil sie sich aus den hier verwendeten Quellen nicht für dieses Produkt belegen lassen. Wer sie braucht, liest sie in den eigenen Spielregeln von Jouez Sport nach, bevor er einen Einsatz platziert.
Als Westschweizer Zugang zum bewilligten Markt ist Jouez Sport keine Alternative zu Sporttip, sondern dessen andere Hälfte. Ein Vergleich, der die beiden gegeneinander stellt, vergleicht zwei Karten desselben Landes.
3. Betovo — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
Betovo betreibt sein Sportwettangebot ohne Schweizer Bewilligung. Eine Zulassung, die in der Schweiz Wirkung entfaltet, ist nicht ersichtlich; eine ausländische Zulassung hat hier keine Kraft. Das Konto ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht. Die Domain kann auf die Sperrliste der Aufsicht gesetzt und per DNS blockiert werden.
Wer bei Betovo ein Konto führt, führt es ausserhalb des Schweizer Rahmens. Wer sich bei Sporttip dauerhaft sperrt, ist dort gesperrt — bei Betovo nicht. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der Punkt, der die ganze Kategorie zusammenhält: hier gibt es keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Stelle, die bei einem Streit über Einsätze oder Auszahlungen tätig würde.
Das ist die einzige Bewertung, die sich belegen lässt, und sie ist die entscheidende. Wer die Plattform nutzt, sollte zumindest wissen, welche Instanz im Streitfall entscheidet: in aller Regel die Gerichtsbarkeit im Sitzland des Anbieters.
4. Unibet — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
Unibet ist international bekannt und in der Schweiz trotzdem ohne Bewilligung unterwegs. Es gibt keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung, kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Eine ausländische Zulassung hat in der Schweiz keine Wirkung.
Der Bekanntheitsgrad ist für die Beurteilung die schlechteste aller Grundlagen. Ein Name, den man kennt, erzeugt Vertrauen, aber er erzeugt kein Bewilligungsverhältnis. Wenn Unibet auf der Sperrliste steht, blockieren Schweizer Telekom-Anbieter die Domain per DNS, und die Aufsicht zieht die Liste innert Stunden nach — für einen Wettenden heisst das: der Zugang kann jederzeit abreissen, nicht nur beim ersten Aufruf.
Was bleibt, ist eine Bewertung, die sich auf den Bewilligungsstatus stützt: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rückhalt.
5. BetAlright — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
BetAlright wettet ohne Schweizer Bewilligung. Die Aufsicht hat die Zulassung nicht erteilt, und eine andere Zulassung hat in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme der Domain in die Sperrliste.
Ein Punkt, der bei einem Vergleich nach Quoten gern untergeht: Das Swisslos-Vertragsgebiet und die Westschweizer Kantone sind der einzige Raum, in dem eine Schweizer Bewilligung überhaupt greifen kann. Alles andere — BetAlright eingeschlossen — ist eine Plattform, die Schweizer Spielende zwar erreicht, sich aber nicht an Schweizer Regeln binden muss; weder an das schweizerische Sperrregister, noch an die Fairplay-Kontrolle, noch an eine Schweizer Gerichtsbarkeit.
Für wen das trotzdem in Frage kommt, muss seinen eigenen Grund dafür haben. Die Bewilligungsangabe ist keine Nebenbedingung, sie ist der Kern dieser Beurteilung.
6. Rabona — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
Rabona steht ohne Schweizer Bewilligung da. Der Schweizer Markt ist für die Marke rechtlich nicht geöffnet; eine ausländische Zulassung entfaltet hier keine Wirkung. Es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und keinen Anschluss an das schweizerische Sperrregister.
Es gibt in der Schweiz keinen Mechanismus, der solche Zahlungen an unerlaubte Wettangebote über Banken oder Kartensysteme unterbindet. Die Sperrliste greift auf DNS-Ebene an, also beim Zugang zur Domain, nicht beim Geld. Ob eine Zahlung durchgeht, hängt von Zahlungsweg und Marke ab, nicht von einer Schweizer Vorschrift.
Für die Beurteilung heisst das: Rabona gehört zu den Marken, deren Angebot von der Schweizer Rechtsordnung nicht erfasst wird. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Rückhalt — und ohne die Möglichkeit, die Spielsperre mitzunehmen, mit der man sich bei Swisslos geschützt hätte.
7. WirWetten — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten betreibt sein Angebot ohne Schweizer Bewilligung. Die Aufsicht hat keine Veranstalter- oder Spielbewilligung erteilt; was an Zulassung aus dem Ausland gemeldet wird, hat in der Schweiz keine Wirkung. Kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche DNS-Blockade.
Deutschsprachige Marken sind für Schweizer Wettende besonders verführerisch, weil die Ansprache passt. Die Sprache ändert die Zuständigkeit nicht. Der Punkt, an dem dieser Vergleich entschieden wird, bleibt der Bewilligungsstatus.
Ein Wettender, der eine Plattform nach ihrer Oberfläche auswählt, wählt sie aus dem falschen Grund.
8. Wettigo — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Der Betrieb fällt damit ausserhalb des schweizerischen Bewilligungsrahmens; eine Staatsgrenze überschreitende Zulassung schützt den Spielenden in der Schweiz nicht. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrlisten-Aufnahme der Domain.
Was solche Marken untereinander unterscheidet, ist nicht zuletzt der Aufwand, den ein Spielender betreiben muss, um an sein Geld zu kommen. Auszahlungsdauer, Identitätsnachweis und Bearbeitungszeiten sind Hausregeln des jeweiligen Betreibers. Wer in einen Vergleich ohne Bewilligungsfrage einsteigt, vergleicht Hausregeln mit Hausregeln.
Wer den Schweizer Rahmen will, findet ihn hier nicht. Der Bewilligungsstatus bleibt der eine Punkt, der diese Beurteilung trägt.
9. AmunRa — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
AmunRa steht ohne Schweizer Bewilligung da. Eine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung besteht nicht, und eine Zulassung aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.
Und dann der praktische Nachbar dieses Punkts: Wenn eine Domain blockiert wird, kommen Wettende typischerweise über Ersatzadressen zurück. Die Aufsicht nennt das Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele sowie bet365 als auf der Liste geführt. Die Praxis zeigt also, wie schnell eine Liste nachzieht und wie routiniert die Gegenseite reagiert. Ein Wechsel des Anbieters löst das Problem nicht, sondern verlegt es.
Bewertung: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rückhalt — wie die übrigen Marken dieser Gruppe.
10. 20Bet — ausländische Plattform, ohne Schweizer Bewilligung
20Bet betreibt Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt für die Marke derselbe Rahmen wie für die acht anderen ausländischen Plattformen in dieser Übersicht: keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtswegoption. Eine ausländische Zulassung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Der schärfste Einwand gegen diese Kategorie ist nicht das Angebot, sondern die Asymmetrie des Rekurses: Bei einem bewilligten Schweizer Betrieb gibt es eine Aufsichtsbehörde, die sich mit Beschwerden befasst, und ein Spielsperrregister, das auch bei einer Suchterkrankung greift. 20Bet hat beides nicht. Wer hier spielt, spielt ohne diese beiden Netze.
Für einen Wettenden, der die Eredivisie in einem Haus ohne Schweizer Bewilligung verfolgen will, ist das eine bewusste Entscheidung — gegen ein Sicherheitsnetz und für eine breitere Auswahl. Nur sollte sie bewusst sein.
Verlustlimiten, Pausen und die Frage, wer den Schalter umlegt
In der Schweiz setzt nicht der Staat die Limite, sondern der Spielende selbst — der Veranstalter muss ihm eine oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste abverlangen. Bevor die erste Sporttip-Teilnahme möglich ist, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage stehen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.
Die Abstufung ist der eigentliche Mechanismus. Eine Limite senken kostet nichts, sie erfordert nur den Klick. Sie erhöhen kostet Zeit, und in dieser Zeit liegt der ganze Sinn: Wer nach einem Verlustabend die Limite hochsetzen will, muss drei Tage warten. In dieser Zeit liegt die Entscheidung nicht bei ihm, und genau das ist der Punkt.
Die Spielsperre: bei Swisslos ein Register, das weiter reicht als das eigene Konto
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die wichtigste Eigenschaft des Systems: Die Sperre ist nicht an ein Produkt gebunden, sondern an die Person. Aufgehoben wird eine freiwillige Sperre nach drei Monaten, unter Beteiligung einer Fachstelle; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ein Veranstalter anbieten. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Was das für den Alltag heisst: Wenn man sich bei einem Spielanbieter sperrt, sperrt man sich bei dem, was man gerade im Browser offen hat — aber nicht bei der ausländischen Marke im zweiten Tab. Das schweizerische Register erfasst nur das schweizerische Angebot. Wer also glaubt, die Spielsperre sei eine Mauer um den ganzen Markt, hat sie noch nicht ganz verstanden.
Wo die Grenzen des Schutzes sichtbar werden
Zwei Zahlen sagen mehr als jede Regalzeile. Die erste: An Verkaufsstellen wurde 2025 in 47,5 % von 200 Testkäufen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Regeln sind streng, ihre Durchsetzung an der Front ist es nicht. Die zweite: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Die zweite Zahl gehört in diesen Abschnitt, weil sie die eine Seite der Sache zeigt: Nicht jeder Franken, der verloren geht, geht in ein Privatvermögen im Ausland. Aber sie ist auch kein Trost für den, der ihn verloren hat. Die Marge ist derselbe Betrag, egal, wohin er fliesst.
Was ein Eredivisie-Wetter prüfen sollte, bevor der erste Einsatz steht
Die Reihenfolge, in der sich ein Konto und eine Wette aufbauen, ist kurz und lässt sich nicht abkürzen. Zuerst der Wohnsitz: Er entscheidet, welcher der beiden Veranstalter überhaupt zugänglich ist. Dann die Registrierung mit Ausweisprüfung — bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Danach die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, dann optional die Einzahlungslimite für 30 Tage. Erst wenn das steht, lässt sich überhaupt ein Einsatz platzieren.
Der Einsatz selbst hat seine eigenen Grenzen: mindestens CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, höchstens CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Was die reguläre Spielzeit einer Fussballwette umfasst, ist eine der Fragen, an denen sich Wettscheine entscheiden. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Play-off-Spiel setzt und den Aufstieg meint, wettet also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den falschen Zeitraum.
Was ein Konto nach dem Setzen noch zulässt
Ein Konto ist kein Einbahnkanal. Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Gewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann jederzeit geändert werden; garantiert ist Cash-Out für keinen Markt. Eine gleichzeitige teilweise Auszahlung, wie sie manche ausländische Plattformen anbieten, ist damit nicht möglich.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Rückerstattung im Sinne eines Verlustes, aber es ist auch kein Gewinn: Der Einsatz kommt zurück, die Wette war es nicht.
Häufige Fragen zu Eredivisie-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei wem?
Ja, aber nur bei Swisslos mit Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide halten eine Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Wer in einem der beiden Vertragsgebiete wohnt, kann dort ein Onlinekonto eröffnen. Alle anderen Anbieter stehen ohne Schweizer Bewilligung da.
Steht die niederländische Liga auf der Liste der zugelassenen Wettbewerbe?
Bewettet werden dürfen nur Sportereignisse, und das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste der Aufsichtsbehörde über bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Ob die Eredivisie darauf steht, prüft man in der jeweils gültigen Fassung dieser Liste — sie ändert sich, und die Fassung vom Herbst ist nicht die Fassung von heute.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen zählt die Gesamtquote, das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei CHF 1 Einsatz und Quote 2.10 sind das CHF 2.10; die Abrundung kostet bei krummen Quoten ein paar Rappen.
Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten?
Die Marge ist der Teil des Preises, den der Markt über viele Wetten hinweg einbehält. Bei einem illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 ergibt die Rechnung aus 1/2.10, 1/3.40 und 1/3.60 eine Auszahlungsquote von rund 95,4 %, also eine Marge von etwa 4,6 %. Das ist ein Band, kein fester Wert; ein Randmarkt trägt mehr.
Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Partie mit möglicher Verlängerung bewettet, sollte deshalb vorher prüfen, worauf die eigene Wette lautet.
Fussball – kartenzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
