Australian Open Wetten in der Schweiz 2026: zwei Veranstalter, ein enger Rahmen
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Die Australian Open 2027 sind vom 17. bis 31. Januar angesetzt, und wer in der Schweiz auf dieses Turnier setzen will, kann das bei genau zwei Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist kein Zufall des Angebots, sondern die Zahl, auf die sich die Kantone im Geldspielkonkordat verständigt haben. Zwei. Nicht zwei grosse und ein paar kleine daneben, nicht zwei bewilligte und zehn geduldete.
Stand: Oktober 29, 2026, abgeglichen mit den Bewilligungen und der Sperrliste der Gespa sowie den veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden Veranstalter.
Alles, was danach über Quoten, Limiten und Steuern folgt, hängt an diesem einen Satz. Ein Vergleich der Australian-Open-Wetten in der Schweiz ist kein Vergleich zehn verschiedener Buchmacher, sondern die Frage, welcher der beiden Wege zu einem passt. Wer trotzdem bei einem ausländischen Anbieter landet, sollte wissen, was er dafür aufgibt.
Die Australian Open 2027: Melbourne, Hartplatz, zwei Wochen
Der Belag ist keine Randnotiz
Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres wird im Melbourne Park in Melbourne ausgetragen, gespielt auf Hartplatz. Der Belag hat eine eigene Geschichte: Bis 2007 war es Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion, seit 2020 ist es GreenSet. Für den Wettenden ist das kein Dekor. Ein schnellerer oder langsamerer Hartplatz verschiebt, wie viele Spiele über die volle Distanz gehen, und damit die Preise auf Satz- und Spiellängenmärkte. Wer Quoten zwischen zwei Turnieren vergleicht, vergleicht unterschiedliche Beläge und damit unterschiedliche Grundlagen.

Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 und ist abgerechnet. Die Ausgabe 2027 steht mit dem 17. bis 31. Januar im Kalender. Wer sich jetzt mit dem Turnier beschäftigt, beschäftigt sich mit einem, dessen Auslosung noch nicht existiert. Das ist ein Problem für den, der glaubt, er könne jetzt schon «den Sieger» finden, und eine Chance für den, der weiss, dass eine Quote auf einen Favoriten im Oktober eine andere ist als im Januar.
Drei Gewinnsätze bei den Herren, zwei bei den Damen
Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 greift der Tiebreak, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Struktur ist die Mechanik hinter den meisten Märkten zum Turnier. Der Match-Tiebreak bedeutet: Die Zahl der gespielten Sätze und damit die Gesamtzahl der Spiele hängt an wenigen Punkten. Ein Match, das nach zwei Stunden wie ein glatter Dreisatz aussieht, kippt im Tiebreak und wird zum Viersatz, und die Wette auf «weniger als 3,5 Sätze» ist verloren. Der Preis für solche Märkte trägt diese Unsicherheit. Deshalb ist er höher, als er aussieht.

1905, Djokovic und die Rekordliste
Die Australian Open wurden erstmals im November 1905 ausgetragen, der Australasian Lawn Tennis Association war 1904 gegründet worden. In der Open Era ist Novak Djokovic mit 10 Titeln im Herreneinzel der Rekordsieger bei den Herren, bei den Damen hält Serena Williams mit 7 Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt 11 Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969. Diese Zahlen gehören in den Rückblick, nicht in eine Wette. Sie erklären aber, warum die Australian Open lange als Djokovic-Turnier galten und warum die Quoten auf ihn in manchen Jahren die Marge eines Marktes verschoben haben, in dem er ohnehin Favorit war.
Die Australian Open 2026 gewannen im Herreneinzel Carlos Alcaraz und im Dameneinzel Jelena Rybakina. Das ist der letzte abgeschlossene Stand. Wer auf 2027 wettet, wettet auf ein Feld, dessen Formkurve im Herbst noch offen ist.
Was ein Turnier im Jahresrhythmus für den Wettschein bedeutet
Ein Turnier, das jedes Jahr wiederkommt
Die Australian Open werden jährlich ausgetragen, nicht alle vier Jahre wie Olympia oder die WM. Das klingt selbstverständlich, hat aber eine Folge für den, der jetzt Quoten sucht: Die Zyklen sind kürzer, die Erinnerung an die letzte Ausgabe kürzer, und die Einschätzung muss schneller neu gemacht werden. Für den Wettenden heisst das, dass Preise auf das Turnier früh verfügbar sind. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern hängt es davon ab, wann sie das Turnier in ihr Wettprogramm aufnehmen.
Was der Beleg in der Hand hat
Wer bei Sporttip setzt, bekommt am Ende eine Quote, die in den Teilnahmebedingungen definiert ist: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweistufige Rundung ist keine Nebensache. Bei einem Einsatz von CHF 1’000 auf eine Quote von 1.90 liegt der theoretische Gewinn bei CHF 1’900, nach der Regelung ebenfalls bei CHF 1’900, weil die Bruchteile hier klein bleiben. Bei kurzen Quoten und krummen Produkten aus Kombiwetten summiert sich der Effekt über viele Wetten. Kein Skandal, aber ein Detail, das man kennen sollte, bevor man sich über einen fehlenden Rappen wundert.
Warum das Datum wichtiger ist als der Gegner
Der Zeitpunkt einer Quote ist im Tennis oft wichtiger als die Paarung selbst. Die Auslosung steht erst kurz vor dem Turnier, die Form der Qualifikanten ist unbekannt, und wer als Nummer 1 gesetzt ist, trifft in den ersten Runden auf wenig Risiko. Wer sich auf die Sätze freut, sollte wissen, dass die Wette selbst erst fällt, wenn sie platziert wird.
Der Rechtsrahmen: warum es nur zwei Veranstalter gibt
Was das Geldspielgesetz festlegt
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und unterstehen der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die ESBK ist hier nicht zuständig, sie beaufsichtigt nur Casinos. Eine Bewilligung zerfällt in eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung je Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Weitere bewilligte Buchmacher gibt es nicht, weil das Gesetz sie nicht zulässt. Es existiert keine Liste, die man durchsuchen könnte, um einen dritten zu finden.
Zwei Gebiete, zwei Produkte
Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Diese Kantone bilden zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet.
Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Für den Wettenden entscheidet der Wohnort, welches Produkt überhaupt zugänglich ist. Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen. Wer in Genf wohnt, kann nicht bei Sporttip online mitspielen. Das ist die erste und härteste Grenze, noch bevor man über Quoten spricht. Eine Wohnadresse lässt sich nicht wählen wie ein Buchmacher.
Die geschlossene Liste der erlaubten Wettarten
Die erlaubte Offerte ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Fassung vom 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eck- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Das ist die zweite Grenze, nach dem Wohnort. Ein Buchmacher mit einem reichen Angebot an Sondermärkten wäre in der Schweiz kein Vorteil, sondern ein Bewilligungsproblem. Wer bei einem ausländischen Anbieter ein bunteres Tennisprogramm findet, findet dort ein Programm, das keine Schweizer Bewilligung deckt.
Die Sperrliste gegen ausländische Domains
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, das sogenannte Domain-Hopping; die Gespa nennt dabei Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Ein ausländischer Anbieter verschwindet damit nicht, er wird unzuverlässig erreichbar. In der Schweiz gibt es kein Zahlungsblocksystem gegen unerlaubte Wettseiten. Banken oder Kartensysteme blockieren solche Zahlungen nicht.
Verlustlimiten und Spielsperren: was ein Konto kostet
Die Limiten setzt der Spielende
Die Limiten werden von den Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz erst nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich fixierten Einzahlungsdeckel kennt die Schweiz nicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer die Limiten beim Registrieren grosszügig setzt, kommt später nur langsam wieder herunter. Die Erhöhung ist die schnelle Richtung, die Senkung die sofortige. Wer eine Limite erst einmal hochgesetzt hat, merkt die 72 Stunden erst, wenn er sie senken will.
Die Spielsperre und das schweizweite Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Diese Regelung wirkt über den Sport hinaus: Wer sich sperrt, sperrt sich nicht nur bei Sporttip, sondern in einem Register, das auch Casinos einsehen.
Nach Art. 80–82 BGS werden überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen sowie Selbstsperren in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen erfasst. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Eine Zahl, die kein Veranstalter freiwillig nennt: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Verkaufsstellenschutz ist also nicht streng.
Wo es Hilfe gibt
Beratung bei Spielsucht läuft in der Schweiz über die kantonalen Fachstellen und die Zentren für Spielsuchtprävention. Die Sperrung selbst ist der härteste Hebel, den ein Spielender in der Hand hat, weil sie sich nicht durch das Setzen einer neuen Limite umgehen lässt. Für steuerliche Fragen gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Quoten, Marge und der Vergleich der Anbieter
Quotenschlüssel und Marge als zwei Seiten einer Zahl
Eine Quote ist keine Meinung, sondern ein Preis. Sie enthält die Einschätzung des Veranstalters und seinen Anteil. Der Auszahlungsschlüssel eines Marktes über alle Ergebnisse ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ); die Marge ist 100 % minus dieser Auszahlungsquote. Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von 1.90 und 1.90, ein Beispiel und kein zitierter Preis. Die Summe der Kehrwerte liegt bei rund 1.0526, der Auszahlungsschlüssel damit bei etwa 95 %, die Marge bei etwa 5 %. In einer Bandbreite ausgedrückt: Je nach Markt und Sportereignis bewegt sich dieser Anteil typischerweise in einem Korridor von etwa 4 bis 8 Prozent. Das ist die Zahl, die nie auf dem Wettschein steht und doch in jedem Preis steckt. Sie ist ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten, keine Vorhersage für eine einzelne.
Warum die Marge im Tennis anders liegt als im Fussball
Tennis ist ein Zweiwegemarkt. Es gibt nur zwei Spieler, und deshalb ist der Auszahlungsschlüssel strukturell leichter hoch zu halten als in einem Dreiwegemarkt mit Unentschieden. Das klingt nach einem Vorteil, ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Marge verteilt sich über weniger Ausgänge, dafür trägt der Veranstalter ein anderes Risiko: Die Informationen über Form und Verfassung eines Tennisspielers sind dünner als im Fussball, wo ein ganzes Team mit öffentlichen Daten bewertet wird. Ein dritter Ausgang lässt sich nicht einbauen, um das Feld breiter zu machen. Bei einem einzelnen Spiel steht und fällt das Risiko mit zwei Namen.
Wer die Marge über mehrere Anbieter vergleicht, sollte deshalb nicht nur die Hauptquote auf den Spielsieger anschauen. Die Marge auf das Satzergebnis (2:0, 2:1, 1:2, 0:2) und auf die Gesamtzahl der Spiele ist oft die grössere, und sie ist die härtere. Ein Satzergebnis ist die Kombination aus Spielausgang und Satzverlauf. Allein die vier möglichen Ergebnisse im Best-of-Three machen daraus einen Markt mit vier Ausgängen, und die Kehrwertsumme wächst schnell.
Rechenbeispiel: was ein gewonnener Einsatz zurückbringt
Nehmen wir an, jemand setzt CHF 100 auf eine Quote von 2.10 auf den Spielsieger. Der mögliche Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote: CHF 100 mal 2.10, also CHF 210. Der Reingewinn abzüglich Einsatz beträgt CHF 110. Das ist die volle Mechanik einer Einzelwette und die einzige Rechnung, die ein Wettender wirklich beherrschen muss. Alles andere baut darauf auf.
Kombiniert jemand zwei Einzelwetten zu einer Kombiwette, multiplizieren sich die Quoten zu einer Gesamtquote. Aus 1.90 und 2.10 wird 3.99. Aus CHF 100 Einsatz werden dann CHF 399. Das klingt nach mehr, und es ist mehr, aber nur, weil die Wahrscheinlichkeit, dass beide Ausgänge eintreten, multipliziert wird. Die Marge wirkt ebenfalls zweimal. Zwei Wetten mit je 5 % Marge ergeben keine 5 % Marge, sondern einen Anteil, der deutlich darüber liegt, weil sich die Auszahlungsschlüssel multiplizieren. Genau deshalb ist eine Kombiwette aus vier Aussagen selten die bessere Wette, auch wenn sie spektakulärer aussieht.
Was der Sporttip-Kombiboost wirklich hinzufügt
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist ein Mechanismus, der viel klingt und schmal wirkt. Der Bonus greift auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz, und die Mindestquote von 1.50 pro Voraussage ist keine hohe Hürde, aber eine Grenze. Bei vier Aussagen mit je 1.50 liegt die Gesamtquote bei 5.06, der Gewinn aus CHF 100 Einsatz bei CHF 506, davon CHF 406 Reingewinn. Ein Aufschlag von 5 % darauf macht rund CHF 20. Bei einem Produkt, dessen Quoten ohnehin zweimal gerundet werden, ist das kein Grund, eine Kombination nur wegen des Boosts zusammenzustellen.
Dazu kommen die Quotenboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Cash-Out zieht, verliert die Erhöhung. Sicherheit oder Bonus, beides zusammen gibt es nicht.
Der Cash-Out ist kein Notausgang
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Das Wort klingt nach Notausgang. Es ist ein Verkauf zum Preis des Buchmachers, und der Verkaufspreis liegt unter dem, was die Wette bei regulärem Ausgang gebracht hätte.
Live im Tennis: das Fenster ist schmal
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Tennis entspricht das einem Matchball, einer Aufgabe oder einem strittigen Punkt. Wer live setzt, setzt in einem Fenster, in dem der Ausgang schon eingetreten sein kann.
Dazu passt eine Regel, die schnell nach hinten losgeht: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte auf dasselbe Tennismatch kombiniert und die Funktion nicht nutzt, steht damit auf wackligem Grund. Der Einsatz kommt zurück, der mögliche Gewinn ist weg.
Zwei Wege zum Turnier und wer zu welchem passt
Die Wahl in der Schweiz ist keine Wahl zwischen zehn Buchmachern, sondern eine zwischen zwei Wegen und einem dritten, der keiner ist. Wer auf die Australian Open setzen will, entscheidet nicht, welche Quote ihm gefällt, sondern wen er bezahlt.
Swisslos Sporttip ist der Weg für die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein. Wer in Zürich, Bern oder Lugano wohnt, findet hier sein Konto. Das Angebot umfasst Tennis, Fussball, Eishockey und die übrigen Sportarten der Gespa-Liste. Die Mechanik ist vollständig: Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Langzeitwetten auf den Turniersieger, Live-Wetten, Cash-Out, Bet-Builder. Die Limiten sind klar geregelt, CHF 1 Mindesteinsatz, CHF 1’000 Höchsteinsatz je Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 je Systemwette. Der Nachteil liegt in der Enge. Die Gespa-Liste gibt den Rahmen vor, und die beiden Schweizer Veranstalter können sich darin kaum überbieten.
Loterie Romande Jouez Sport ist derselbe Weg für die sechs Westschweizer Kantone. Das Produkt heisst anders, der Veranstalter ist ein anderer, die Aufsicht ist dieselbe. Wer in Lausanne oder Genf wohnt, findet hier sein Konto und bei Sporttip keines. Hinter dem Angebot steht die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden.
Der dritte Weg ist der ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Er ist nicht illegal für den Spielenden, aber er bietet keinen der Schutzmechanismen, die an eine Bewilligung gebunden sind: keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, keine schweizerische Aufsicht, keinen schweizerischen Rechtsweg, dafür eine unsichere Erreichbarkeit der Seite und ein Einzugsrisiko für Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter.
Wer die Frage «Sporttip oder ein ausländischer Anbieter» stellt, vergleicht keinen Preis mit einem Preis, sondern einen regulierten Markt mit einem Schwarzmarkt. Der regulierte Markt hat zwei Anbieter und enge Produktregeln, der Schwarzmarkt hat viele Anbieter und keine Kontrolle. Wer in der Schweiz wohnt und ein Konto bei einem der beiden Veranstalter eröffnen kann, hat damit eine Wahl, die vielen anderen fehlt.
Der Spielplan über zwei Wochen und was er für Wetten bedeutet
Das Turnier läuft von der ersten Runde bis zum Finale über zwei Wochen. Der Spielplan bestimmt, wann Wetten auf einzelne Partien möglich sind. In der ersten Woche werden viele Matches parallel gespielt, die Quoten sind breiter, die Informationen knapper. In der zweiten Woche wird das Feld kleiner, die Quoten enger, die Informationen besser. Wer auf die erste Runde setzt, setzt in einem Feld, in dem ein einzelnes Match mehr Zufall trägt als die Einschätzung des Veranstalters Fehler macht.
Wer auf ein einzelnes Match setzt, sollte den Unterschied zwischen Spielplan und Wettprogramm kennen. Der Spielplan sagt, wann gespielt wird. Das Wettprogramm sagt, welche Märkte der Veranstalter zu welchem Spiel anbietet. Beides ändert sich täglich. Wer früh setzt, kennt die Auslosung, aber nicht die Form. Wer spät setzt, kennt die Form, aber die Quote hat sich bewegt. Das ist der Preis der Zeit, und er lässt sich nicht umgehen.
Vergleich der Veranstalter nach Bewilligungsstatus
| Anbieter | Bewilligungsstatus der Schweiz | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne |
| Rainbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BassBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betovo | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | Ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was diese Übersicht nicht leistet, ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die ersten zwei Zeilen sind nicht deshalb relevant, weil dort eine Bewilligung steht, sondern weil sie in einem Rechtsraum stehen, in dem ein Streit verfolgbar ist. Die übrigen acht stehen in keinem Rechtsraum der Schweiz. Wer bei einem von ihnen ein Problem hat, hat keinen Schweizer Ansprechpartner. Und keiner von ihnen bietet dem Schweizer Wettenden einen Vorteil, der eine Bewilligung ersetzt.
Dazu ein Punkt, der in schweizerischen Sportwetten keine Ausnahme kennt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten ausgezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht, und Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, regelt er in seinen eigenen Bedingungen.
Ein letzter Blick auf den Rahmen: Wer in der Schweiz Sportwetten veranstaltet, ohne die Bewilligung zu haben, macht sich strafbar, bis zu drei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Fairnesskontrolle. Die Vorteile eines bewilligten Anbieters liegen also nicht im Angebot, sondern im Schutz. Wer den Schutz nicht braucht, braucht den bewilligten Anbieter nicht. Die meisten brauchen ihn.
Was das Gesetz mit Werbung macht
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Werbeverbot für bestimmte Tageszeiten existiert nicht.
Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen schlägt sich hier am deutlichsten nieder. Auf der Schweizer Seite ist selbst die Werbung reguliert; auf der ausländischen Seite ist sie es nicht. Das ist kein Argument für oder gegen eine Seite, aber es erklärt, warum die Schweizer Werbung zurückhaltender ausfällt, als man sie aus der Branche kennt.
Steuern auf Wettgewinne und der Steuerfreibetrag
Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel, und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundessatz liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb heisst es «je nach Kanton», und nie eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die sich durch die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholen lässt.
Ein gewöhnlicher Wettender gewinnt weit unter dieser Schwelle: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Für die eigene Situation gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Wer zu ungewohnter Zeit setzt, setzt unter denselben Regeln
Ein Tennismatch in Melbourne fällt in die Schweizer Nacht. Die erste Runde beginnt, während in Zürich die Strassen noch leer sind, und die Finals enden zu einer Stunde, in der ein Feierabend längst vorbei ist. Wer live auf ein Match setzt, das um drei Uhr morgens läuft, gerät in eine Situation, in der die Limiten und die Sperre dieselben bleiben, die Aufmerksamkeit aber nicht.
Genau dafür sind die Mechanismen da. Die Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage gilt unabhängig von der Uhrzeit, die freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ebenso, und die Spielsperre fragt nicht, ob gerade ein Turnier läuft. Eine Sperre von 1 bis 180 Tagen lässt sich nicht vor Fristablauf aufheben, und das ist ihr Zweck. Wer nach drei durchwachten Nächten merkt, dass ihm das Turnier die Balance kippt, findet den Hebel im Konto, nicht beim Veranstalter. Die kantonale Fachstelle berät unabhängig davon, ob dort gerade gesetzt wurde.
Swisslos Sporttip: das Produkt für die Deutschschweiz
Der Rahmen
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung nach BGS (SR 935.51) deckt Veranstaltung und Spiel, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Produkt steht Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Online-Konto setzt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Was Sporttip für das Turnier leistet
Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten stehen zur Verfügung, dazu Langzeitwetten auf den Turniersieger, Live-Wetten vor dem Spiel und im Match sowie der Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out. Voneinander abhängige Wettereignisse desselben Spiels laufen ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion. Die Limiten: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wo Sporttip seinen Preis hat
Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und ist jederzeit änderbar. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und honoriert erst ab dieser Zahl; die Erhöhung greift auf den Nettogewinn und verfällt, wenn die Wette vorher per Cash-Out geschlossen wird. All das ist in den Teilnahmebedingungen geregelt, nicht in der Werbung.
Das Urteil
Der Reiz von Sporttip liegt nicht in einem Bonus, sondern in der Kombination aus Produkttiefe und klaren Regeln. Wer in der Deutschschweiz wohnt und Tennis über die Saison verfolgt, hat hier das vollständigste Angebot, das die Schweiz überhaupt zulässt. Der Preis dafür ist die Enge: Die Gespa-Liste setzt die Bedingungen, und was der Veranstalter an Sondermärkten nicht anbieten darf, bietet er nicht an. Wer das mit einem ausländischen Anbieter vergleicht, vergleicht nicht zwei Buchmacher, sondern zwei Rechtsrahmen.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe für die Westschweiz
Der Rahmen — Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Bewilligung nach BGS (SR 935.51) deckt Veranstaltung und Spiel, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Was die Westschweiz bekommt
Wer in einem der sechs Kantone wohnt, findet hier das Pendant zum Sporttip-Angebot der Deutschschweiz: Wetten auf Tennis und die übrigen Sportarten der bewilligten Liste, vor dem Spiel und live, mit den Limiten und Schutzmechanismen, die das Gesetz für alle bewilligten Veranstalter vorschreibt. Die Limitenpflicht nach Art. 87 VGS und die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS gelten auch hier, weil sie an die Bewilligung gebunden sind und nicht am Haus.
Wo die Grenze liegt
Die Grenze ist dieselbe wie bei Sporttip, nur andersherum gezogen: Wer in der Deutschschweiz wohnt, kommt nicht hinein. Ein Genfer kann kein Sporttip-Konto eröffnen, ein Zürcher kein Jouez-Sport-Konto. Für einen Wettenden, der die Kantonsgrenze überschreitet oder umzieht, ändert sich damit der Zugang, und zwar ohne dass er etwas dafür tun kann.
Das Urteil — Loterie Romande Jouez Sport
Die Aufteilung ist keine Wahl zwischen zwei Anbietern, sondern eine Zuweisung. Wer in den sechs Westschweizer Kantonen wohnt, hat faktisch einen Veranstalter, und der ist vollwertig: Die Mechanik, die Schutzregeln und die Aufsicht sind dieselben wie bei Sporttip. Die Loterie Romande steht auch wirtschaftlich auf breiten Beinen, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Wer dagegen eine Wahl zwischen zwei Anbietern erwartet, findet sie hier nicht.
Rainbet: ein ausländischer Anbieter ohne Bewilligung
Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten veranstalten; eine ausländische Bewilligung hat keine Kraft (Art. 4 BGS). Rainbet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Wer auf die Australian Open setzen will, findet bei Rainbet keinen Schweizer Schutz und kein Schweizer Verfahren bei Streit. Der Ansprechpartner fehlt genau dann, wenn man ihn braucht.
BassBet: bewilligt anderswo, ohne Wirkung hier
BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung aus einem anderen Staat entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Damit fehlt BassBet der Anschluss an das Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen. Wer sich in der Schweiz selbst sperrt, ist bei BassBet nicht gesperrt. Das ist der praktischste Unterschied, und er lässt sich in einer Nacht mit einem langen Turnier und wenig Schlaf am deutlichsten spüren.
DirectionBet: die Domain kann verschwinden
DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, wonach sie von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS gesperrt wird. Wer dort ein Guthaben liegen lässt, sollte wissen, dass der Zugang von einem Tag auf den anderen zugemacht werden kann.
Betovo: was die Schweizer Schutzmechanismen nicht erreichen
Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlt die Bindung an die Schutzmechanismen, die an eine Bewilligung geknüpft sind: die Verlustlimitenpflicht nach Art. 87 VGS, das schweizweite Sperrregister nach Art. 80–82 BGS und die Auszahlung nur auf ein Konto lautend auf den Kontoinhaber nach Art. 50 Abs. 2 VGS. Wer in der Schweiz ein Problem mit einem Anbieter ohne Bewilligung hat, führt es in dessen Rechtsraum, und ob es dort einen gibt, weiss der Wettende selten vorher.
Rollbit: beworben, aber nicht bewilligt
Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Der Anbieter selbst steht in keinem Schweizer Verfahren zur Verfügung, aber die Werbenden in der Schweiz schon. Wer auf Rollbit setzt, kann nicht darauf bauen, dass das Schweizer Recht seinen Fall trägt, und auch nicht darauf, dass die Domain dauerhaft erreichbar bleibt, denn sie kann auf die Sperrliste kommen.
Sportuna: ein Konto ausserhalb der Schweizer Aufsicht
Sportuna hat keine Schweizer Bewilligung. Die Aufsicht der Gespa reicht nicht über die Schweizer Grenze, und damit fehlt der Ansprechpartner, den ein bewilligter Veranstalter bietet. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, dafür die Möglichkeit, dass die Domain auf die Sperrliste kommt. Wer in der Schweiz die Australian Open verfolgt und dabei live setzen will, hat bei einem bewilligten Veranstalter die Regeln, die ihn im Spiel halten, und bei Sportuna nur die eigenen.
Cloudbet: keine Bindung an Schweizer Zahlungsregeln
Cloudbet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Vorschrift, dass Gewinne und Guthaben nur auf ein Konto lauten dürfen, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS), ist an den bewilligten Betrieb geknüpft. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es diese Bindung nicht. Dazu kommt, dass die Domain gesperrt werden kann und Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten strafbar ist (Art. 130 BGS). Wer sein Guthaben dort liegen lässt, trägt ein Risiko, das bei einem bewilligten Veranstalter nicht existiert.
Bahigo: die Bewilligung, die in der Schweiz nichts gilt
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste kommen. Wer die Australian Open über Bahigo verfolgt, verfolgt sie ohne den Schutz, den ein bewilligter Veranstalter gar nicht wegnehmen kann, weil das Gesetz ihn vorschreibt.
Häufige Fragen zu Wetten auf die Australian Open in der Schweiz
Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?
Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne und sind abgerechnet. Die nächste Ausgabe ist vom 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Das Turnier wird jährlich gespielt, der Belag im Melbourne Park ist seit 2020 GreenSet.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei wem?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip in den Kantonen des Swisslos-Vertragsgebiets, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Es gilt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Fassung vom 10.09.2026), und ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Ein Match, das nach zwei Sätzen entschieden schien, kann im Tiebreak kippen. Wetten auf die Anzahl der gespielten Sätze und auf die Gesamtzahl der Spiele hängen deshalb an wenigen Punkten, und der Preis trägt diese Unsicherheit.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten; er wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge ist der Anteil, den ein Markt statistisch einbehält: 100 % minus der Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ).
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; der Bundessatz liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Oberhalb behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Die kantonale Schwelle weicht vom Bundessatz ab, und deshalb heisst es «je nach Kanton», nie eine einzelne Zahl.
Rechtlicher Hinweis: Wetten können süchtig machen und zu finanziellen Verlusten führen. Diese Seite beschreibt und bewertet Wettangebote und fordert niemanden zum Wetten auf. Für Hilfe wenden Sie sich an die kantonale Fachstelle für Spielsucht oder an einen Steuerberater.
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Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
