Lucky 31 Wetten in der Schweiz: 31 Wetten aus fünf Tipps
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Fünf Kreuze auf dem Wettschein, einunddreissig Wetten auf der Abrechnung. Wer das zum ersten Mal sieht, hält den Wettschein für kaputt. Er ist es nicht.
Stand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2), das Règlement Jouez Sport (17. Ausgabe) sowie die Bewilligungs- und Sperrlisten-Angaben der Gespa.
Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter eine Lucky 31 anbieten können
Die Frage nach der Rechtslage steht auf dieser Seite vorn, nicht hinten, und das ist Absicht. Bei einer Full-Cover-Wette geht es nicht um einen Fünfer, sondern um 31 Wetten auf fünf Auswahlen. Wer so etwas spielt, sollte vorher wissen, in welchem Rahmen er sich bewegt, denn die Antwort schränkt die Auswahl drastischer ein als bei jeder anderen Wettart.

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e), beaufsichtigt von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht von der ESBK, die nur die Casinos im Blick hat. Eine Bewilligung braucht die Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Das ist der ganze Markt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Auch der zugelassene Inhalt ist kein offenes Feld. Erlaubt sind ausschliesslich Sportwetten — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Was angeboten werden darf, steht als geschlossene Liste in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Trainingsläufe sind nie dabei. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esport-Sektion ebenfalls. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out dagegen ist gar nicht geregelt: Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, kein Rechtsanspruch, und wenn ein Anbieter es anbietet, dann zu seinen Bedingungen.
Für eine Lucky 31 heisst das konkret: Sie lässt sich auf ein Fussballspiel setzen, auf ein Eishockeyspiel, auf eine Handballpartie — auf das, was auf der Liste steht. Sie lässt sich nicht zusammenstellen aus einer Wette auf den Sieger einer Castingshow und einer auf die Wetterlage am Sonntag, so verlockend eine breit gestreute Full-Cover-Wette in der Theorie aussieht.
Ausländische Anbieter tauchen in dieser Umgebung überall auf, und über sie wird an anderer Stelle dieser Seite ausführlich geschrieben. Hier gehört nur die Einordnung dazu: Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft. Ihre Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es gibt weder Schweizer Spielerschutz noch eine Fairplay-Kontrolle. Also nie in der Schweiz: Wild Wild West.
Limiten, Sperren und Verrechnungssteuer: was bei einer Lucky 31 zuerst zu lesen ist
Ein Systemwettschein mit 31 Linien tut zwei Dinge gleichzeitig: Er verteilt den Einsatz schön breit, und er bindet diesen Einsatz vollständig. Das ist keine Warnung, das ist die Beschaffenheit der Sache. Wer CHF 1 pro Linie einsetzt, hat CHF 31 im Spiel, und zwar in jedem Fall, egal ob zwei Auswahlen aufgehen oder fünf. Daraus folgt die erste Regel dieses Abschnitts: das Limit steht vor dem Wettschein, nicht danach.

Die Organisation liegt bei den Spielenden selbst. Der Veranstalter muss Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS) — festlegen tut sie der Spieler, nicht der Staat. Bei Sporttip müssen neue Teilnehmende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Diese 72 Stunden sind die wichtigste Zahl im ganzen Spielerschutz der Schweiz: Sie ist die Bremse, die greift, wenn jemand in einer schlechten Nacht nach oben will. Wer eine Lucky 31 über CHF 31 spielt, sollte die Limite so setzen, dass genau diese kommt oder eben nicht mehr.
Dasselbe Prinzip in lang: Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre läuft ohne Aufhebung bis zum Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und wirkt auch in Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Sperrte Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS).
Beim Geld gibt es zwei Dinge, die viele falsch erwarten. Erstens ist in der Schweiz kein Guthaben anonym: Gewinne und Salden werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Zweitens gibt es keine Kreditvergabe an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Ein gesetzlicher, für alle geltender Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht — die Limiten sind Spielerentscheidungen, nicht Staatsvorgaben, und wer das verwechselt, plant mit einer Sicherheit, die es nicht gibt.
Bei der Steuer wird der Rahmen ebenfalls oft überschätzt, in beide Richtungen. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der eidgenössische Freibetrag liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), der kantonale weicht davon ab — also «je nach Kanton», nie eine einzelne Kantonszahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine übliche Lucky 31 gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle und bleibt damit steuerfrei. Auf Einsätze kennt die Schweiz keine Wettsteuer. Wer trotzdem eine Zahl erwartet, sollte eine Steuerberaterin oder das kantonale Steueramt fragen. Ein Hinweis ohne jede Beratungsfunktion.
Und ein Punkt, bei dem die Selbstkontrolle an der Verkaufsstelle gern überschätzt wird: Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, und an Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Online-Zugang ist besser abgesichert, das ist keine Frage. Aber die Vorstellung, das System fange Fehler zuverlässig ab, hält dieser Zahl nicht stand.
Verlust gegen Quote: was 31 Wetten aus fünf Tipps machen
Was tatsächlich auf dem Wettschein landet, ist eine Matrix, und sie lässt sich in einer Zeile lesen. Aus fünf Auswahlen werden fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette — zusammen 31 Wetten. Die Einzelwetten sind eingeschlossen, deshalb der Name Full-Cover-Wette: Es wird keine Kombinationsstufe ausgelassen.
Wie sich das auf die einzelnen Stufen verteilt
Die Verteilung folgt dem Binomialmuster: Aus fünf Auswahlen gibt es genau zehn Paare, genau zehn Tripel und genau fünf Vierergruppen, dazu fünf Einzelwetten und die eine Fünferkombination. Ein Stufenweiser Aufbau also, bei dem jede zusätzlich richtig getippte Auswahl überproportional viele Linien zum Gewinnen bringt. Zwei Richtige ergeben eine Doppelwette. Drei Richtige ergeben drei Doppel und eine Dreierwette. Vier Richtige ergeben sechs Doppel, vier Dreier und eine Vierfachwette. Fünf Richtige treffen alle 31 Linien.
Diese Staffelung ist der eigentliche Sinn der Wettart. Sie ist kein Trick und keine Absicherung. Sie verschiebt nur, wie stark ein einzelner Treffer durchschlägt.
Einordnung gegen die Nachbarn
Die Familie wächst in Fünferschritten, und wer die Systemwettenfamilie einmal verstanden hat, liest die Abstufungen wie eine Treppe.
| Wettart | Auswahlen | Anzahl Wetten | Aufbau |
|---|---|---|---|
| Lucky 15 | 4 | 15 | 4 Einzel, 6 Doppel, 4 Dreier, 1 Vierfach |
| Lucky 31 | 5 | 31 | 5 Einzel, 10 Doppel, 10 Dreier, 5 Vierfach, 1 Fünffach |
| Lucky 63 | 6 | 63 | eine Stufe über der Lucky 31 |
Eine Lucky 31 umfasst damit eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten). Wer von der Lucky 15 kommt, gewinnt mit dem gleichen Einsatz pro Linie eine Stufe mehr Kombinationsmöglichkeiten und zahlt dafür 16 Linien mehr — bei CHF 1 pro Linie also CHF 16 zusätzlich auf dem Schein. Wer von der Lucky 63 kommt, spart 32 Linien. Die mittlere Stufe bleibt für die meisten Wettscheine die vernünftige Grösse, weil sie mehr Kombinationen als die kleine Variante bietet, ohne den Einsatz so weit zu strecken wie die grosse.
Wie sich der Einsatz rechnet
Bei Systemwetten gilt eine Regel, die man einmal verstanden haben muss: Der gewählte Betrag pro Linie wird auf jede der 31 Linien gesetzt. Aus CHF 1 pro Linie werden also CHF 31 Gesamteinsatz, aus CHF 2 werden CHF 62. Wer CHF 10 pro Linie einträgt, steht bei CHF 310. Deshalb ist die Frage «Wie hoch ist mein Einsatz?» bei dieser Wettart keine Nebenüberlegung, sondern die Hauptfrage.
Wie viel eine Lucky 31 zurückbringt, hängt davon ab, wie viele Auswahlen aufgehen und mit welchen Quoten. Zur Veranschaulichung drei fiktive Auswahlen mit Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie. Gehen alle fünf Auswahlen auf und wären alle fünf Quoten gleich hoch, läge der Rückfluss zwischen rund CHF 110, bei fünf Auswahlen zu Quote 1.50, und rund CHF 850, bei fünf Auswahlen zu Quote 2.50. Gehen nur zwei Auswahlen auf, bleibt der Rückfluss im Bereich von etwa CHF 3 bis CHF 6 — deutlich unter dem Einsatz von CHF 31. Gehen drei auf, liegt er je nach Quotenlage grob zwischen CHF 6 und CHF 20. Die Spanne ist die eigentliche Aussage: Bei diesem System entscheidet nicht der eine grosse Fünfer über das Ergebnis, sondern die Frage, ob es vier oder fünf Treffer werden. Der obere Rand des Bandes setzt voraus, dass alle fünf Auswahlen gewinnen; der untere Rand beschreibt den Fall, dass nur zwei aufgehen und der Wettschein trotzdem noch etwas zurückgibt.
Ein wichtiger Zwischenfall gehört in dieselbe Rechnung. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, und in Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00. Für eine Lucky 31 bedeutet das: Die Linien, die diese Auswahl enthalten, verlieren ihre Verstärkung, aber sie fallen nicht aus. Der Wettschein schrumpft also leise zusammen, statt zu verpuffen.
Wo die Marge im System verschwindet
Jede der 31 Linien trägt die Marge des Marktes, und bei einer Systemwette multipliziert sich das. Der Quotenschlüssel eines Marktes — die Auszahlungsquote — berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 Prozent minus dieser Quotenschlüssel. Bei einem Markt, dessen Quotenschlüssel 90 Prozent beträgt, behält der Veranstalter also 10 Rappen von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst.
Was das für eine Lucky 31 heisst, lässt sich an einem Gedanken festmachen: Ein Rückfluss von rund CHF 510 aus fünf Auswahlen zu Quote 2.00 klingt nach dem Doppelten des Einsatzes. Nur ist dieser Betrag schon der Betrag nach Abzug der Marge. Der Veranstalter muss davon nichts mehr einbehalten — die Marge war beim Festlegen der Quoten längst eingepreist, in allen 31 Linien, und die vier- und fünffachen Kombinationen tragen sie mehrfach. Genau deshalb unterscheidet sich der Quotenschlüssel von Wettart zu Wettart kaum, während die Zahl der Linien explodiert: Der Vorteil des Veranstalters ist bereits in jeder einzelnen Quote enthalten, und ein Systemwettschein macht ihn nicht grösser, sondern nur sichtbarer.
Was der Kombiboost daran ändert
Sporttip bietet einen Kombiboost, der an Bedingungen gebunden ist: Er gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier solchen Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Für eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen ist damit die Lage klar: Nur wenn mindestens vier Auswahlen die Mindestquote von 1.50 reissen, kommt überhaupt ein Bonus in Frage, und dann liegt er bei 5 Prozent auf den Nettogewinn. Eine einzige Auswahl mit Quote 1.40 nimmt den ganzen Boost aus dem Schein, auch wenn alle fünf aufgehen. Wer den Boost als Grund für eine Lucky 31 nennt, sollte diese Mindestquote zuerst prüfen.
Dazu gesellen sich zwei kleinere Mechanismen mit denselben Grenzen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Systemwettschein mit 31 Linien ist also nicht das Format, in dem sich diese Erhöhungen einsammeln lassen.
Wo das Programm endet
Nicht jedes Ereignis wird gleich abgerechnet, und zwei Regeln ändern bei einer Lucky 31 mehr als bei einer Einzelwette. Erstens umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Auswahl, die auf den Sieger nach 90 Minuten gesetzt ist, kann durch ein Tor in der Verlängerung nicht mehr kippen — eine Auswahl auf den Turniersieger dagegen schon. Zweitens wertet Swisslos bei Livewetten Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurden, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann sie Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Bei Livewetten zählt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird.
Für einen Wettschein mit 31 Linien heisst das: Eine einzige auf diese Weise neutralisierte Auswahl reisst nicht eine Wette mit, sondern alle Kombinationen, in denen sie steckt. Bei fünf Auswahlen und 31 Linien berührt jede einzelne Auswahl 16 Linien. Das ist die Kehrseite der schönen Streuung, und sie ist der Grund, warum sich eine Lucky 31 nicht als Absicherung gegen einen einzelnen Ausrutscher verkaufen lässt.
Die bewilligten Veranstalter im Vergleich
Die Gegenüberstellung bleibt kurz, weil der Markt kurz ist. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, jeder in seinem Gebiet, jeder mit eigenen Systemwetten-Regeln, eigenen Einsatzgrenzen und eigener Auszahlungslogik.
Swisslos (Sporttip) ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, mindestens 18 Jahre, keine bestehende Spielsperre und eine einmalige Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Bei den Einsätzen ist Sporttip für Systemwetten der grosszügigere der beiden: Mindestens CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, höchstens CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchstgewinn pro Wette ist bei Sporttip nicht als Zahl veröffentlicht, dafür ist die Auszahlungslogik präzise geregelt: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten —, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Angenehm klar ist eine andere Bedingung, die bei ausländischen Anbietern regelmässig zu Streit führt: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Lucky 31 ist das ein Trost: Eine regelwidrig zusammengestellte Linie kostet nicht den ganzen Schein. Und noch eine Frist, die man kennen sollte: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos.
Einsätze und Guthaben laufen über das Wallet, das per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden kann, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Der Verdikt-Teil dieses Absatzes ist unbequem, aber er ist der Punkt: Für eine Lucky 31 ab CHF 1 pro Linie sind die Limiten praktisch nie im Weg, und die 100-Prozent-Gewinnobergrenze, die viele ausländische Anbieter auf Einzelwetten setzen, existiert hier gar nicht in dieser Form. Sporttip ist damit die naheliegende erste Adresse für Spielende in seinem Gebiet, die eine Systemwette grösser dimensionieren wollen, und die einzige, die Systemwetten bis CHF 10’000 Einsatz überhaupt zulässt.
Loterie Romande (Jouez Sport) veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Ein Online-Konto setzt auch hier Wohnsitz im Gebiet voraus.
Die Einsatzgrenzen sind bei Multiples spürbar enger. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei einer Lucky 31 mit CHF 1 pro Linie wäre der Mindesteinsatz für Multiples nicht erreicht — der Schein startet bei CHF 2 pro Linie und damit bei CHF 62 Gesamteinsatz.
Dafür ist bei den Gewinnen eine Zahl bekannt, die Sporttip nicht nennt: Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Obergrenze ist bei einer Lucky 31 nicht theoretisch: Wer fünf Auswahlen mit hohen Quoten kombiniert und alle fünf aufgehen, kann die Millionengrenze des Multiples in Sichtweite bringen — und trifft dann auf einen Deckel, nicht auf den ausgerechneten Betrag. Wer in der Westschweiz eine Lucky 31 spielt, sollte das vorher wissen.
Der klare Nachteil bleibt der Mindesteinsatz von CHF 2 pro Linie: Das verteuert den kleinsten sinnvollen Schein auf CHF 62 und macht ihn für den Gelegenheitswettenden weniger zugänglich als dieselbe Wette bei Sporttip. Für Westschweizer Spielende, die ohnehin mit etwas mehr Budget arbeiten, ist die Zahl der Linien trotzdem dieselbe — nur der Preis für die einzelne Linie ist höher.
Einordnung der bewilligten Veranstalter
| Veranstalter | Bewilligungsstatus | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | Bewilligung für ein Grossspiel nach BGS | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | Bewilligung für ein Grossspiel nach BGS | Loterie Romande, Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa |
Beide Bewilligungen sind an ein Gebiet gebunden, und das ist der Punkt, an dem die Vergleichstabelle aufhört, eine Vergleichstabelle zu sein. Swisslos und Loterie Romande teilen sich die Schweiz nicht nach Vorliebe, sondern nach Kantonsgrenzen: Wer in Zürich wohnt, kommt nicht an Jouez Sport, und wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip.
Was die Systemwette in zehn Anbietern heisst
Vier der folgenden acht Namen sind im Schweizer Markt als Wettanbieter unterwegs, vier sind Casino-Plattformen. Sie gehören in dieselbe Aufstellung, weil Nutzer sie hier finden. Eine Swisslos-Alternative ist keiner von ihnen: Wer in der Schweiz Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung, und diese acht haben keine.
IviBet: breite Spielauswahl, kein Schweizer Weg
IviBet führt eine Schweizer Bewilligung nicht. Eine im Ausland gemeldete Lizenz hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das hat Folgen, die sich nicht wegdiskutieren lassen.
Was das für einen Lucky-31-Spieler heisst: Für eine solche Wette mit ihren 31 Linien existieren bei ausländischen Anbietern die Schweizer Regeln nicht. Keine Loss-Limite, keine Spielsperre über das schweizerische Sperrregister, keine Pflicht zur Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen, keine regelmässig veröffentlichte Bewilligungsaufsicht. Vor allem: keine systematische Überwachung des Angebots durch eine Schweizer Behörde — die Sperrliste mag die Domain des Anbieters über eine DNS-Sperre blockieren, und Sperrliste-Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Wer dort einen Wettschein aufbaut, verlässt den regulierten Bereich vollständig.
Was die Schweizer Seite dagegen bietet, steht an zwei Stellen: keine Kontrolle, keine Spielerschutzregeln — und das ist der Preis, den man für die zusätzlichen Spielarten und die zusätzlichen Länder bezahlt. Wirklich als Vorteil taugt in dieser Aufstellung nur die Kennzeichnung; das alles ist eine Abwägung, keine Empfehlung.
bet365: grosser Name, der auf der Sperrliste steht
bet365 ist ein bekannter Name und ein Beispiel dafür, dass Grösse hier nichts sichert. Die Gespa führt den Anbieter namentlich auf der Sperrliste und nennt ihn im Umfeld des Domain-Hoppings; Swisslos blockiert Blocklist-Domains über DNS. Kein Schweizer Veranstalter, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Spielerschutzregeln — die drei Nachteile, die für alle acht Namen in dieser Aufstellung gelten, gelten auch hier, und bei bet365 sind sie gemessen dokumentiert.
Für eine Lucky 31 macht das keinen Unterschied zur Qualität der Quoten — es macht einen Unterschied zur Frage, was passiert, wenn etwas schiefgeht. Der nachvollziehbare Streit über eine Auszahlung würde vor einer ausländischen Instanz geführt, nicht über die Schweizer Wege. Wer den Namen kennt, sollte ihn deshalb nicht mit «reguliert in der Schweiz» übersetzen. Der Vermerk «ohne Schweizer Bewilligung» steht auch hier. Und die Differenz zwischen zwei Häusern mit gleichem Vermerk ist gross: Bet-at-Home und Interwetten sind in der Sperrliste; wer von dort aus wettet, verlässt die Spur, die überhaupt verfolgt werden kann.
Jackbit: breite Casino- und Wettplattform ohne Schweizer Bewilligung
Jackbit führt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Was auf einer solchen Plattform an Wettmärkten und Systemarten angeboten wird, entzieht sich der Schweizer Kontrolle, und für eine Lucky 31 heisst das: Die Mindestquote, die ein Bonus verlangt, die Regel, wann eine Kombination als unmöglich und damit ungültig gilt, die Frage, ob Teil-Cash-Out erlaubt ist — all das sind Hausregeln ohne schweizerische Überprüfung.
Wer von hier aus spielt, sollte das nicht als Rechtslücke missverstehen, sondern als Zuständigkeitsfrage. Es gilt kein Schweizer Rechtsschutz, der Anbieter ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen. Die Domain kann jederzeit auf die Sperrliste kommen und dann über DNS blockiert werden; die Betreiber wechseln die Adressen. Ein Nutzer merkt davon oft zuerst, dass die Seite nicht mehr lädt.
Sportaza: ohne Bewilligung, mit Schweizer Namen im Programm
Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung, und der Schweizer Name in der Kopfzeile ändert daran nichts. Wer nach einer Lucky-31-Vorlage für die Schweizer Fussball- und Eishockeyligen sucht, findet solche Ligen bei ausländischen Anbietern oft schneller — nur gilt für diese Wetten das schweizerische Recht nicht. Bei Fragen wie einem abgesagten Spiel und der Frage, ob eine Kombinationslinie storniert oder mit Quote 1.00 gewertet wird, entscheidet die Hausregel des Anbieters, nicht die Sporttip-Regel mit ihrer 48-Stunden-Frist.
Wer trotzdem spielt, sollte die Auszahlungsbedingungen vorher lesen und nicht nachher. Das ist kein Ratschlag gegen den Anbieter, sondern der einzige Mechanismus, der bei fehlender Schweizer Aufsicht bleibt: die Hausregel selbst zur Grundlage machen.
HornetBet: ohne Bewilligung, mit krypto-nativen Zahlungswegen
HornetBet gehört zur Gruppe der Plattformen ohne Schweizer Bewilligung, die sich auf Zahlungen in Kryptowährungen stützen. Hier zeigt sich die Zahlungswelt der Schweiz von ihrer ungewohnten Seite: Hier waren anonyme Auszahlungen vielfach möglich, hier hatten viele Anbieter Rekordgeschwindigkeiten und tiefe Hausvorteile. Im regulierten Schweizer Weg gibt es beides nicht: Gewinne und Salden werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS), anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht.
Wer eine Lucky 31 mit 31 einzelnen Linien spielt, tut das mit einem grösseren Einsatz als bei einer Einzelwette — und genau dann wiegt der Unterschied schwer. Fehlt der Zahlungsnachweis, fehlt im Streitfall die Spur.
Bahigo: ordentliches Produkt, unklarer Rechtsrahmen
Bahigo ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist ordentlich aufgebaut, die Frage nach dem Rechtsrahmen bleibt offen, und die Antwort ist in einem halbwegs ehrlichen Vergleich wichtig: Eine Bewilligung aus einem anderen Land nützt nichts, wenn das Heimatrecht nicht greift.
Für die Schweizer Wettleidenschaft heisst das: Die gesetzlichen Schutzmechanismen, die für Veranstalter mit Bewilligung gelten — Limiten, Spielsperre, einheitliche Auszahlungsregeln — sind hier nicht durchsetzbar. Wer sich für Bahigo entscheidet, entscheidet sich für ein Produkt und gegen die Kontrolle.
FortuneJack: ohne Bewilligung, mit sehr breitem Casino-Programm
FortuneJack steht als Plattform mit sehr breitem Casino-Programm in dieser Aufstellung und damit in einer Reihe mit Häusern, deren Schwerpunkt nicht das klassische Sportwetten-Programm ist. Eine Schweizer Bewilligung fehlt, und damit auch die Schweizer Regeln zur Systemwette: Es gibt hier keine Behörde, die prüft, wie viele Linien eine Systemwette hat, wie die Gesamtquote berechnet wird oder wann eine Kombination ungültig ist.
Für einen einzelnen Wettschein spielt das kaum eine Rolle — im Regelfall läuft alles glatt. Es spielt eine Rolle, wenn es nicht läuft. Bei einem Schweizer Veranstalter gibt es dafür einen Weg: eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief bei verweigerter Auszahlung, ein Auskunftsrecht und eine Aufsicht darüber. Das ist der eigentliche Wert der Bewilligung, nicht die Existenz einer Konzession.
Coolzino: Casino-Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Coolzino ist eine Casino-Plattform, und der grosszügige Bonus-Refrain solcher Häuser klingt bei Sportwetten wie ein Versprechen, das sich nicht einlösen lässt. Für den Spieler heisst das: Eine Plattform mit Casino-Zulassung ist nicht automatisch eine mit Sportwetten-Zulassung. Was in der Schweiz an Sportwetten läuft, hat eine eigene Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS); eine Casino-Zulassung, wo sie existiert, erlaubt kein Sportwettenangebot.
Wer eine Lucky 31 bei Coolzino spielt, findet dort vielleicht mehr Länder und mehr Spiele als bei den zwei Schweizer Veranstaltern. Er tauscht dafür die Schweizer Spielmechanik gegen Hausregeln, die er selbst prüfen muss.
Wie die bewilligten und die ausländischen Häuser zusammenpassen
Der Vergleich bleibt bei zwei Häusern, wenn es um Erlaubtes geht, und das ist keine Marktlücke, sondern eine Folge des Gesetzes. Swisslos und Loterie Romande teilen sich Gebiete. Innert des Gebiets ist der Zugang offen, mit einer Ausnahme: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für eine Lucky 31 auf die eigene Liga ist damit der Wettschein versperrt, auch wenn fünf andere Begegnungen zur Verfügung stünden.
Die Konsequenz aus dieser Zweiteilung ist praktisch und ungemütlich zugleich. Wer in einem Deutschschweizer Kanton oder in den im Vertragsgebiet genannten Gebieten wohnt, findet ein breites Sportprogramm bei Sporttip, Systemwetten bis CHF 10’000 Einsatz und die differenzierteste Auszahlungsregel des Schweizer Marktes. Wer in der Westschweiz wohnt, muss mit einem Mindesteinsatz von CHF 2 pro Linie und einem Multiples-Deckel von CHF 7’500 pro Wettschein leben, bekommt dafür aber den transparenten Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Wette und CHF 1’000’000 pro Multiple.
Das ist die ehrliche Kurzfassung des Schweizer Wettmarktes: zwei Anbieter, zwei Gebiete, zwei Regelwerke. Und in beiden ist eine Lucky 31 möglich — für 31 Linien bei CHF 2 pro Linie bei Jouez Sport und bei CHF 1 pro Linie bei Sporttip. Das ist ein Unterschied von CHF 31 auf einen einzigen Wettschein, und bei wöchentlichem Einsatz eine der Stellen, an denen eine Grenze wirklich Geld kostet.
Wie eine Lucky 31 abgerechnet wird
Was die einzelnen Linien zusammenzählen
Für die Berechnung des möglichen Rückflusses gibt es bei Systemwetten keine Abkürzung. Bei einer Lucky 31, die auf 5 Auswahlen aufbaut, werden die fünf Einzelwetten mit den Einzelquoten gerechnet, die zehn Doppelwetten jeweils mit dem Produkt zweier Quoten, die zehn Dreierwetten mit dem Produkt dreier Quoten, die fünf Vierfachwetten mit dem Produkt von vier Quoten und die eine Fünffachwette mit dem Produkt aller fünf Quoten. Bei einer Systemwette ist die zu erwartende Gesamtquote einer jeden Kombination nichts anderes als das Produkt ihrer Einzelquoten.
Je höher die Ausgangsquoten, desto steiler reisst die Vierer- und Fünferkombination das Ergebnis nach oben. Deshalb die grosse Spanne zwischen dem Fall mit zwei Treffern zu Quote 1.50 und dem Fall mit fünf Treffern zu Quote 2.50. Die Chance auf den oberen Rand des Bandes ist dieselbe wie die Chance, mit fünf Auswahlen alles richtig zu treffen; der untere Rand tritt dann ein, wenn zwei Auswahlen aufgehen und der Rest kippt.
Wichtig für das Verständnis: Bei dieser Wettart ist nicht der Fall entscheidend, dass alle fünf Einsätze zurückspringen, sondern ob vier oder fünf Treffer zusammenkommen. Vier Richtige aktivieren fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette — auch wenn alle vier mit Quote 1.50 nur bescheidene Beträge sind.
Was passiert, wenn eine Auswahl ausfällt
Nicht immer fällt nur eine Auswahl aus, dann reagiert die Rechnung so oder so: Bei einem abgesagten Ereignis gilt die Regel aus dem Regelwerk: Es wird nicht nachgeholt, dann greift dieselbe Mechanik wie bei einem verletzten Spieler. Die Quote wird auf 1.00 gesetzt, und alle Linien, in denen die Auswahl steckt, verlieren an Wertschöpfung, aber nicht an Existenz. Der Wettschein wird also nicht wertlos, er wird nur erheblich schmaler. Die Entscheidung, ob Teil-Cash-Out oder eine teilweise Auszahlung möglich ist, liegt jeweils beim Anbieter, und bei Sporttip ist nur das vollständige Cash-Out möglich; wer das mit einer Lucky 31 versucht, gibt den ganzen Schein ab, nicht eine einzelne Linie. Der potenzielle Restgewinn verfällt dann mit dem Wettschein.
Dasselbe gilt für Livewetten auf einen Schein, der über 31 Linien läuft: Eine Auswahl, die auf einem Live-Markt gesetzt wird, kann unter die Wertungsregel fallen, nach der Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurden, mit Quote 1.00 gewertet werden. Steht eine solche Auswahl auf einem Systemwettschein und der Veranstalter stuft sie nachträglich als zu spät platziert ein, verliert diese Auswahl ihren Wert — nicht nur für sich, sondern für alle Kombinationen, in denen sie steckt.
Für wen sich das lohnt und für wen nicht
Die ehrliche Antwort hat zwei Sätze. Für einen Wettenden mit einem Fünfer, der alle fünf Auswahlen richtig treffen kann und bei dem vier oder fünf Treffer regelmässig zusammenkommen, ist die Lucky 31 der eleganteste Weg, aus fünf Tipps viele Kombinationen herauszuholen und gleichzeitig die kleinsten Einsätze zu aktivieren. Für jeden, der zwei oder drei Treffer für das realistische Ergebnis hält, ist sie die falsche Wette — der Schein bindet den vollen Einsatz, und die Rückflüsse bleiben dann im Bereich von einem Sechstel bis zwei Dritteln des Einsatzes.
Was daraus folgt, ist die entscheidende Frage: Wie viel Einsatz ist zu viel für den Weg dahin? Die Sporttip-Limiten setzen dort den Rahmen — Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind Pflicht, und die Erhöhung braucht 72 Stunden. Wer bei CHF 31 Einsatz pro Wettschein bleibt und seine Verlustlimite entsprechend setzt, hat eine Tour, die sich kontrollieren lässt. Wer auf CHF 2 pro Linie und CHF 62 geht, muss die Limite mitgehen lassen, und genau an dieser Stelle zeigt sich, welche Zahl zu hoch ist.
Und dann ist da die Verdopplung der Vorfreude und die Vervierfachung der Sorgfalt. Wer an einem Wochenende drei Lucky-31-Scheine spielt, ist bei 93 Linien. Das ist die Grösse, ab der ein System aus vielen Teilwetten zu einer Ausgabenkategorie wird, die man nicht mehr übersieht — und genau dort ist das persönliche Limit kein Zubehör, sondern das eigentliche Instrument.
Ein Wort zum Spielerschutz
Wer sein Glück versuchen will, sollte zuerst wissen, wo er aufhören will. Die drei Wochenfristen bei Sporttip — 1, 7 und 30 Tage — sind nur dann hilfreich, wenn sie vorher gesetzt wurden. Eine Verlustlimite, die man erst dann anpasst, wenn sie beisst, ist keine Limite mehr.
Bei aller Kritik an einzelnen Anbietern und Mechanismen sei es klar gesagt: Spieldauer-Fehler passieren, Rückflüsse können so gross sein, dass die Vorstellung von einem sicheren Nebeneinkommen verführerisch wird. Genau dort ist die Schweizer Spielsuchthilfe besser als das Angebot. Die Schweizerische Gesundheitsbefragung und die kantonalen Suchtberatungsstellen sind die Ansprechstellen, und wer die eigene Grenze nicht mehr einschätzen kann, sollte dort anrufen.
Und eines ist sicher: Ein Wettschein ist kein Bereich, in dem man sich mit dem Geld der Zukunft auskennt. Bei einem System aus 31 Linien ist der Einsatz schon dann verloren, wenn zwei Auswahlen kippen. Wer das nicht erträgt, sollte aufhören.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Systemwette auf fünf Auswahlen. Sie umfasst 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette, zusammen also 31 einzelne Wetten. Die Einzelwetten sind eingeschlossen; deshalb der Name Full Cover.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzel, Doppel, Dreier, Vierfach und Fünffach?
Die Verteilung folgt dem Binomialmuster und ist eine feste Rechnung: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Eine einzelne Auswahl steckt in einer Einzelwette, vier Doppeln, sechs Dreiern, vier Vierfachen und der Fünffachwette — in 16 der 31 Linien.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 mit 4 Auswahlen und 15 Wetten und eine weniger als die Lucky 63 mit 6 Auswahlen und 63 Wetten. Die Einzelwetten sind jeweils eingeschlossen. Mit jeder zusätzlichen Auswahl wächst der Wettschein um eine ganze Kombinationsstufe.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der gewählte Betrag pro Linie wird auf alle 31 Linien gesetzt. Aus CHF 1 pro Linie werden CHF 31 Gesamteinsatz, aus CHF 2 werden CHF 62, aus CHF 10 werden CHF 310. Bei Systemwetten ist die Wahl des Einsatzbetrags pro Linie also immer eine Entscheidung über den Gesamteinsatz.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Jede der 31 Linien trägt bereits die Marge des Marktes; ein Systemwettschein macht sie nicht grösser, nur sichtbarer. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten, die Marge ist 100 Prozent minus dieser Wert — bei einem Quotenschlüssel von 90 Prozent also 10 Prozent. Die Kombinationsstufen multiplizieren diesen Abzug mit.
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Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
