Kostenlose Wettprognosen im Check: Prognosen sind gratis, die Wette darauf nicht
Ladevorgang...
Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen stammen aus der Gespa-Übersicht
sowie aus den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande.
Eine Wettprognose ist eine Meinung mit Zahlen davor. Sie kostet nichts, sie verpflichtet niemanden,
und sie kann richtig sein — nur ist keine Prognose eine Wette, und in der Schweiz darf längst nicht
jeder Anbieter, bei dem Leserinnen und Leser sie platzieren möchten, diese Wette auch annehmen. Das
ist der eigentliche Engpass, und er hat nichts mit Fussballwissen zu tun. Nur zwei Veranstalter
verfügen über eine Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz. Wer also eine Prognose liest und sie
in Geld verwandeln will, landet zwangsläufig bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei der
Loterie Romande mit Jouez Sport — oder auf einer Seite im Ausland, die keine Schweizer Bewilligung
hat und deshalb auch keinen Schweizer Schutz.
Was daraus folgt, zeigt sich selten an der Prognose. Es zeigt sich an der Wohnadresse, an der Quote,
an einem Register und an einer Verlustgrenze, die man vor der ersten Wette selbst setzen muss. Hier erfahren Sie, wie eine Prognose entsteht, wann sie einen Wert enthält und wann nicht, was die
eingebaute Marge des Veranstalters daraus macht, und weshalb die Herkunft des Wettscheins mehr über
das Risiko aussagt als jede Trefferquote.
Warum Prognosen frei sind und die Wette darauf trotzdem nicht
Der Text einer Prognose ist niemandes Eigentum. Statistiken, Formkurven, Verletztenlisten, Tabellen —
all das darf jeder lesen, auswerten und veröffentlichen. Die Wette darauf ist etwas anderes. Online-
Sportwetten gelten in der Schweiz als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft
seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen
Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit 1. Januar 2021
gilt. Wer das mit der Aufsicht über Casinos verwechselt, landet bei der ESBK — die ist für Casinos
zuständig und nicht für Sportwetten.

Eine Bewilligung braucht in der Schweiz zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung
pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS). Und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Daraus ergibt sich der
erste harte Folgesatz für jeden Leser einer Prognose: Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao,
Malta oder Deutschland — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Der Befund hinter der Tabelle
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Auf der
verbleibenden Liste stehen Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt
keinen dritten Eintrag, und die Gespa publiziert auch keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter,
die man nachschlagen könnte, weil es schlicht keine gibt. Was die Aufsicht veröffentlicht, ist eine
Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren (Art. 86
bis 93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671
Domains darauf. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür
Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Wer eine Wettseite aufruft und nicht
weiterkommt, hat also nicht die Seite falsch geschrieben, sondern die Aufsicht bei der Arbeit
erlebt.

Was in einer Tabelle legal klingt, klingt in der Praxis enger. Deshalb hier die drei Angaben, auf
die es ankommt — Bewilligung oder nicht, wer die Veranstaltung betreibt, und was gemeldet ist.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| HornetBet | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| myBet | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betovo | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BassBet | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetLabel | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Jackbit | keine Schweizer Bewilligung | Keine Bewilligung; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Acht Zeilen der Tabelle sehen gleich aus, und das ist kein Ausdrucksmangel, sondern der Befund.
Zwischen HornetBet und Jackbit besteht in dieser Spalte kein Unterschied, weil die Schweizer
Rechtslage für keinen der acht einen Unterschied hergibt. Die Spalte, die eine Rangfolge unter ihnen
erlauben würde, existiert nicht. Wer eine solche Rangfolge sucht, sucht eine Grösse, die es nicht
gibt.
Was die Bewilligung im Alltag einschränkt
Eine Bewilligung ist kein Gütesiegel für bessere Quoten. Sie bringt einen geschlossenen Katalog mit.
Erlaubt sind ausschliesslich Sportwetten auf Sportanlässe; Wetten auf Wetter, Politik oder
Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Der Katalog selbst steht in der Liste der bewilligten Sport-
und Wettarten der Gespa in der Version vom 10. September 2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden
erscheinen darin nur, wo sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wo sie aufgeführt sind,
Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb
oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen nicht auf der Liste, Eckball- und
Kartenmärkte ebenso wenig, und eine Esport-Sektion sucht man vergebens. Anlässe, an denen
überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind erlaubt, vor dem Anpfiff und während des Spiels, sofern der Veranstalter über eine
entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt
das BGS nicht. Cash-Out ist nicht reguliert; es ist eine Funktion jedes einzelnen Veranstalters und
wird hier auch nur so beschrieben.
Zwei weitere Folgen wiegen für einen Prognosenleser schwerer, als sie klingen. Erstens: Der Zugang
braucht Wohnsitz. Für ein Online-Konto genügt es nicht, in der Schweiz zu wohnen — es muss die
Schweiz und in der Praxis das Gebiet des jeweiligen Veranstalters sein (Art. 47 Abs. 3 VGS). Zweitens:
Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers (Art. 50
Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer
Sportwettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS).
Was von der Prognose in der Tasche bleibt
Prognosen, die in Deutschland oder Österreich gelesen werden, spielen für die Schweiz keine Rolle.
Ein Guthaben bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat mit Schweizer Recht nichts zu tun.
Der zugehörige Kontext: Eine Prognose, die auf einem Schweizer Wettschein landet, endet bei einem
Anbieter, dessen Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei sind; ab dem Schwellenwert
greift die Verrechnungssteuer. Der Bund setzt den Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000
fest, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400; der kantonale Schwellenwert weicht ab und ist je nach
Kanton verschieden. Oberhalb dieses Werts behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die
über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen durchschnittlichen Wetter liegt jeder
realistische Gewinn weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Gewinne aus einem Anbieter im Ausland unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, und genau das sollte
niemanden beruhigen. Die kantonale Praxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen
als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den
Einsatz gibt es nicht. Steuerfragen klärt man mit einer Steuerberaterin oder der kantonalen
Steuerverwaltung, nicht mit einem Sportwettenportal.
Bleibt die Werbeseite, und die ist der praktische Nerv. Werbung darf nicht aufdringlich oder
irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS).
Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS)
und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben
brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie deren 24
an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten existiert nicht.
Die Konsequenz für den Leser
Wer eine Prognose liest, macht das Beste daraus, wenn er vorher weiss, bei wem er sie überhaupt
spielen kann. Die Bewilligung schützt: volle Schweizer Aufsicht, Zugang zum Sperrregister, Kontrolle
des Wettangebots. Sie kostet: nur zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog an Sportarten und
Märkten, eine Wohnsitzprüfung und eine Identitätsverifikation. Eine Seite ohne Bewilligung schützt
nicht, weil sie keinem Schweizer Register angeschlossen ist und kein Schweizer Rechtsweg zur
Verfügung steht; dafür winkt sie mit einem breiteren Programm. Keine der beiden Varianten ist per se
die sichere Wahl. Die Entscheidung fällt vor der ersten Wette, nicht bei der fünften.
Verlustlimiten sind das einzige Werkzeug, das eine Prognose nicht ersetzt
Eine Prognose senkt kein Risiko. Sie verschiebt höchstens die Wahrscheinlichkeit, mit der man falsch
liegt, und sie sagt nichts darüber, ob ein Verlust verkraftbar ist. Genau dafür gibt es in der Schweiz
Regeln, und sie gehen davon aus, dass die Grenzen vom Spielenden selbst kommen und nicht vom Staat.
Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen (Gespa), Minderjährige sind online nicht zugelassen
(Art. 72 BGS). Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47 bis 52 VGS). Und der
Veranstalter muss von jedem Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro
Tag, pro Woche oder pro Monat verlangen (Art. 87 VGS). Eine gesetzlich fixierte Einzahlungsobergrenze
kennt die Schweiz nicht — das ist der Punkt, an dem viele Erwartungen an die Aufsicht scheitern.
Herabsetzen wirkt sofort, Erhöhen nach Gesetz nach 24 Stunden.
Schweizer Veranstalter halten sich nicht an das Minimum der Frist. Vor der ersten Teilnahme bei
Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von
CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst
nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Wo die Limite ihren Preis zeigt
Die 72 Stunden sind der unspektakulärste und wirkungsvollste Satz im ganzen Regelwerk. Ein schlechter
Abend lässt sich nicht am selben Abend mit einer höheren Grenze beantworten. Wer die Limite in der
Woche vor dem Anpfiff eines Grossanlasses nach oben korrigieren will, merkt das drei Tage später —
in der Regel ist die Partie dann vorbei. Die Frist ist lästig, und das ist ihr Zweck.
Wer jünger als 21 Jahre ist, lebt mit CHF 1’000 statt CHF 9’999. Der Unterschied ist kein Detail:
Bei einem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette und einer normalen Quotenhöhe ist das
für die meisten Spielenden keine Einschränkung im sportlichen Sinn, sondern eine Bremse für
Nachtkäufe. Die Limite ist bewusst tiefer angesetzt als ein durchschnittlicher Monatsbedarf — die
Altersstaffelung erklärt sich aus genau dieser Risikogruppe.
Spielsperre und Register — der Teil, der Grenzen überschreitet
Limiten sind freiwillig und veränderbar. Eine Spielsperre ist es nicht. Bei Swisslos lässt sich der
Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine
unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos
einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Die Sperre ist das schärfere Instrument, weil sie das Konto nicht nur begrenzt, sondern schliesst.
Ein weiterer Umstand verschärft sie: Wer gesperrt ist oder minderjährig war, hat keinen Anspruch auf
Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Die Sperre ist also keine Pause mit Rückfahrkarte, sondern ein
Schnitt. Wer sie freiwillig einträgt, tut gut daran, das zu wissen, bevor er sie ausspricht.
Das schweizweite Register hat eine zweite Wirkung, die man erst merkt, wenn man sie braucht: Es
verbindet die Sportwette mit dem Casino. Eine Sperre an einer Stelle greift an der anderen.
Wo der Schutz endet
Die Aufsicht prüft ihre eigenen Verkaufspunkte, und das Ergebnis ist unangenehm. Bei Testkäufen der
Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufspunkten in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine
minderjährige Person verkauft. Wer Verkaufspunkte als den strengeren Kanal betrachtet, liegt damit
falsch. Es ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn das nächste Mal von zuverlässigen
Kontrollen die Rede ist.
Die Grenzen liegen also beim Leser selbst: die Höhe der Limite, die Dauer der Sperre, die Frage, ob
überhaupt vor dem Anpfiff noch nachgeladen wird. Die Gespa beaufsichtigt die Veranstalter; sie kann
einem niemandem die Entscheidung abnehmen.
Wie die Entscheidung aussieht, bevor sie nötig wird
Die Reihenfolge ist wichtig, und sie ist unspektakulär. Zuerst steht die Zahl, die man verlieren
kann, ohne dass es im Monat weh tut. Dann steht die Limite darüber — nicht darunter, denn eine Limite
über dem eigenen Budget nützt nichts. Erst danach wird gewettet.
Was diese Reihenfolge verschiebt, ist die Perspektive auf eine Prognose. Wer sein Budget vor der
ersten Wette festlegt, liest Prognosen anders: nicht als Empfehlung, sondern als eine von mehreren
Meinungen zum selben Spiel. Und wer merkt, dass die Prognosen nicht aufgehen, liest sie irgendwann
nur noch aus Interesse — auch das ist ein Ergebnis und kein Scheitern.
Die Folge für den Kontostand
Das Erste, was hier verschwindet, ist die Vorstellung von der Wette als Nullsummenspiel mit gleicher
Chance. Die Limite ist die einzige Zahl auf der Seite, die der Spielende selbst schreibt. Eine
Prognose schreibt niemand für ihn, eine Marge schon gar nicht. Deshalb steht sie hier vor allem
anderen, was über Quoten kommt.
Wie aus Form, Statistik und Heimvorteil eine Vorhersage wird
Eine Prognose ist ein Rechengang mit einem Rest an Unsicherheit. Wer sie liest, sollte die Bausteine
kennen, weil er sonst nicht unterscheiden kann, ob eine Zahl aus einem Argument stammt oder aus
einer Tabelle mit Zahlenkolonnen.
Am Anfang steht die Form: die Ergebnisse der letzten Partien, womöglich gewichtet nach Gegnerstärke
und Wettbewerb. Dazu kommt der Heimvorteil, der je nach Liga und Anlass unterschiedlich gross ist.
Weiter fliessen Statistiken ein — Tore, Gegentore, Schüsse, Standardsituationen — sowie Aufstellungen,
Verletzungen, Sperren, Belastung durch mehrere Wettbewerbe und, bei Tournamentsportarten, Reisewege.
Aus diesen Teilen entsteht ein Erwartungswert je Mannschaft, und aus dem Erwartungswert eine
Wahrscheinlichkeit: Sieg, Unentschieden, Niederlage in Prozenten.
Wann eine Zahl zur Prognose wird
Eine Aufzählung von Form und Verletzten ist noch keine Prognose. Sie wird eine, sobald der Autor aus
seinen Bausteinen eine Prozentangabe macht und diese Angabe gegen die Quote hält. Der Abstand
zwischen beiden entscheidet, ob überhaupt etwas zu holen ist. Zwei Zahlen sind deshalb wichtiger als
alle Statistiken: die geschätzte Wahrscheinlichkeit und die Quote. Steht die Quote über dem, was
eigene Rechnung nahelegt, gibt es einen Wert; sonst nicht. Der Rest der Prognose erklärt, weshalb.
Nicht jede Position am Markt hat dieselbe Bedeutung. Andere Buchmacher, wechselnde Verletztenlisten,
kurzfristige Aufstellungsänderungen und das Wetter können eine Quote verschieben, bevor überhaupt
Geld bewegt wurde. Das heisst nicht, dass die Prognose richtig ist; beide Zahlen schätzen, und beide
können falsch liegen.
Woher die Unsicherheit kommt
Die grösste Unsicherheit steckt nicht in der Rechnung, sondern in der Umgebung. Eine Prognose für ein
ganzes Turnier, für eine Meisterschaft oder für eine Saison hat wenig gemein mit einer Vorhersage für
ein einzelnes Ligaspiel. Über einen Zeitraum verschwinden die einzelnen Aufstellungsfehler, und ein
Formtief wird durch einen langen Spielplan sichtbar — dafür hängen Turnierprognosen von wenigen
Begegnungen ab, die ausfallen, verschoben oder verweigert werden können. Bei einem grossen Turnier
entscheidet zusätzlich die Gruppenzusammensetzung, die selbst wiederum vom Ergebnis eines früheren
Spiels abhängt.
Das erklärt, weshalb Prognosen für ein Turnier in den Spielen, in denen es darauf ankommt, nicht
verlässlicher sind als Prognosen für ein Ligaspiel im Februar. Sie sind nur anders unzuverlässig,
weil die Stichprobe kleiner ist. Prognosen für die Bundesliga, für eine WM oder für die EM 2028
werden aus derselben Art Daten gebaut, aber sie werden nicht mit derselben Genauigkeit bewertet, weil
die Zahl der Vorhersagen und die Zahl der Spiele sich stark unterscheiden. Über eine lange Saison
lässt sich die Trefferquote prüfen; über ein Turnier mit sieben Spielen kaum.
Trefferquote und Zufall
Eine hohe Trefferquote über einen kurzen Zeitraum ist kein Beweis für eine Methode. Die Rückseite
derselben Medaille: Eine Prognoseseite, die jede Woche mehrere Spiele veröffentlicht und nur die
Gewinne zeigt, hat immer recht gehabt. Der Vergleich lohnt sich deshalb nur über lange Zeiträume und
über eine vorab fixierte Zahl von Spielen. Wer zehn Tipps zählt, zählt Glück. Wer dreihundert zählt,
kann etwas daraus ableiten.
Was man einer Prognose auch nicht ansieht: ob der Autor überhaupt gewettet hat. Einige der
grössten Prognosen im Netz werden von Menschen geschrieben, die ihre eigenen Zahlen nicht gesetzt
haben. Die Prognose entschuldigt sich damit nicht, aber sie verändert die Frage, die sie beantwortet.
Was Prognosen für den Leser tun
Für den Leser heisst das: Prognosen sind Hypothese, nicht Produkt, und alle Teile des Ganzen —
Spielplan, Verletzungen, Form — veralten in Tagen, nicht in Wochen. Wer eine Prognose liest, sollte
wissen, wann sie geschrieben wurde. Eine Prognose von Freitag für das Samstagsspiel ist frisch. Eine
Prognose von Dienstag, die dieselbe Quote nennt, ist ein Kommentar zum damaligen Markt.
Die Diskussion um den Heimvorteil
Der Heimvorteil ist ein Lieblingsargument, und deshalb lohnt die Nachfrage. Er wiegt in einem
Pokalspiel oft mehr als in einer Saison. In der Regel wird der Anteil am Gesamtergebnis kleiner, je
länger der Beobachtungszeitraum. Wer mit dem Heimvorteil rechnet, sollte daher sagen, für welche
Anzahl Spiele sein Wert gedacht ist.
Wie Quoten und Marge aus einer Prognose eine Rechnung machen
Wer die Quote liest, liest zwei Dinge: die Einschätzung des Veranstalters und die Gebühr, die in ihr
steckt. Die Gebühr ist immer da. Sie heisst Marge, und sie ist nicht verhandelbar.
Ein Beispiel mit runden Zahlen, ausdrücklich als Beispiel und nicht als Preis: zwei Ergebnisse, für
die jeweils die Quote 1.90 angeboten wird. Der Kehrwert jeder Quote ist 10/19. Addiert man ihn über
beide Ergebnisse, kommt man auf 20/19. Der Anteil, der davon ausgeschüttet wird, ist der Kehrwert
dieser Summe — der Quotenschlüssel, die Auszahlungsquote. Sie liegt bei dieser Beispielquote bei
etwa 95 %. Die Differenz zu 100 % ist die Marge, hier also rund 5 %. Die Marge ist der Teil jedes
Einsatzes, den der Veranstalter einbehält, unabhängig von jedem Spielausgang.
Diese etwa 5 % sind kein Zufallswert, sondern die Grössenordnung, in der sich Schweizer Sportwetten
in der Regel bewegen: In der Regel liegt die Marge im Schweizer Sportwettmarkt je nach Anbieter und
Markt bei etwa 3 bis 8 %, wobei selten angebotene Märkte an die obere Grenze gehen. Bei einem
Quotenschlüssel von 95 % bleiben 95 Rappen von jedem Franken, den der Markt als Ganzes ausschüttet.
Die Gebühr steckt in der Quote, nicht daneben. Sie wird nicht separat abgebucht, sie macht den Preis
kleiner.
Das wirkt harmlos und ist es auf einen einzelnen Wettschein auch. Über eine Reihe von Wetten ist es
die verlässlichste Grösse auf dem Schein. Eine Prognose, die eine Quote von 2.10 an einen fairen
Wert knapp über 2.00 anlegt, erzeugt einen rechnerischen Vorsprung, den die Marge dieses Marktes
wieder auffrisst.
Was das für die Prognose bedeutet
Für den Leser heisst das: Eine Prognoseseite, die den Wert einer Quote auslässt, beantwortet die
eigentliche Frage nicht. Sie mag Form, Statistik und Motivation nennen, aber der Abstand zur Quote
ist der einzige Teil der Prognose, der Geld wert ist, und er ist der Teil, der am häufigsten fehlt.
Umgekehrt gilt derselbe Satz für den Veranstalter: Eine Marge, die bei einem selten angebotenen Markt
an die obere Grenze geht, ist kein Zeichen von Schlechtigkeit, sondern eine Antwort auf ein höheres
Risiko in einem dünneren Markt.
In der Praxis wird die Quote nicht in Prozent angegeben, sondern als Dezimalzahl mit einem Punkt:
2.10, 1.50, 1.90. Die drei Zahlen heissen dreierlei — je grösser die Zahl, desto wird die dahinter
liegende Wahrscheinlichkeit eingeschätzt, und desto höher ist der rechnerische Wert, falls die eigene
Einschätzung höher liegt.
Ein letzter Punkt, den viele Prognosen übersehen: Das Produkt mehrerer Quoten wird schon eine grosse
Zahl. Drei Voraussagen mit einer Quote von je 1.90 ergeben eine Gesamtquote von rund 6.86. Der
höhere Betrag, der auf einem Kombischein steht, ist kein Argument für die Kombination, sondern
lediglich ein anderer Preis für dasselbe Risiko in höherer Ausprägung.
Was die Quote nicht sagt
Die Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist eine Wahrscheinlichkeit, an der schon eine Marge
hängt — und beim Veranstalter. Wer sie als Wahrheit liest, verwechselt Angebot mit Prognose. Und die
Quote auf einem Topspiel ist nicht die Quote auf einen exotischen Markt im selben Spiel: Das ist ein
Unterschied, den ein Kombischein genau dann spürbar macht, wenn es schiefgeht.
Vergleichen heisst Methode vergleichen, die zwei Schweizer Veranstalter mit acht Auslandsmarken
Zehn Plattformen stehen hier, und die Reihenfolge ist die, in der sie erscheinen: erst die beiden
Schweizer Veranstalter mit Bewilligung, dann acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung.
Diese acht stehen in der Übersicht, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — in Werbung, in
Sponsorings, in Rankings. Ihnen allen fehlt dieselbe Sache, nämlich die Bewilligung, und deshalb ist
die Bewertung nach denselben Merkmalen gerade bei ihnen von Interesse.
Verglichen werden nicht die Treffer eines Wochenendes, sondern die Methode, die Nachvollziehbarkeit
und die Trefferquote über lange Zeiträume. Ein Prognoseanbieter, der seine Methode nicht erklärt,
liefert nur Wahrscheinlichkeiten aus einem schwarzen Kasten — das lässt sich nicht überprüfen und
deshalb nicht bewerten. Ein Prognoseanbieter, der alles erklärt und am Ende jede Woche verliert,
auch nicht. Die nützliche Kennzahl liegt dazwischen.
Die zwei Veranstalter mit Bewilligung im Vergleich
Die beiden Veranstalter teilen dieselbe Rechtsgrundlage und bedienen unterschiedliche Gebiete. Wer
im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, kann ein Konto bei Swisslos eröffnen; die Swisslos-Sportwetten
laufen unter dem Namen Sporttip. Getragen wird das Ganze von der SWISSLOS Interkantonalen
Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über
die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst
die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie
Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Auf der anderen Seite der Sprachgrenze veranstaltet die Loterie Romande Jouez Sport für sechs
Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de
Provence 14, 1001 Lausanne. Das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufspunkte in der Westschweiz und 221
Mitarbeitende.
Damit ist der Vergleich zwischen beiden schnell erzählt und für einen konkreten Leser oft
entschieden: Man landet dort, wo man wohnt. Die Wohnadresse entscheidet, welcher der beiden
Veranstalter überhaupt ein Online-Konto eröffnet, nicht die Qualität des Wettprogramms. Wer sich
einen Vergleich beider Programme wünscht, muss im Vertragsgebiet des anderen wohnen — und kann
deshalb in der Praxis kaum beide nebeneinander benutzen.
Für die Prognose bedeutet das eine Einschränkung, die niemand erwähnt: Wer über eine Schweizer
Prognose stolpert, kann sie nur dann umsetzen, wenn sie in seinem Gebiet spielbar ist. Der
Prämiensspielraum verschwindet damit teilweise, und das Ranking zweier Anbieter auf demselben
Kriterium kann unterschiedliche Ergebnisse liefern, ohne dass ein Anbieter besser oder schlechter
ist.
Die acht ausländischen Marken im Vergleich
Die acht Marken teilen eine Eigenschaft, die den Vergleich in grossen Teilen vorwegnimmt. HornetBet,
myBet, Betovo, BassBet, GG.BET, FortuneJack, BetLabel und Jackbit haben keine Schweizer Bewilligung.
Die in ihrem Fall gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt und entfaltet in der Schweiz keine
Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und es gibt keinen
Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert
werden.
Die Konsequenz tritt nicht beim ersten Klick ein, sondern im Streitfall. Ein Anbieter ohne Schweizer
Bewilligung ist an keine Schweizer Frist gebunden, an keine Schweizer Aufsicht, an keine Schweizer
Auszahlungsregel. Ob und wann ein Gewinn ausgezahlt wird, liegt bei ihm. Für Sportwetten ohne
Schweizer Bewilligung ist das Organisieren strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder
Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Spielende werden nach
Angaben des Bundesamts für Justiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren
gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und ein Schutz- oder Fairplay-Verfahren gibt es nicht.
Wer sich mit diesen Anbietern beschäftigt, sollte den Vergleich an dieser Stelle nicht abbrechen. Es
gibt Gründe, sich Marken ohne Schweizer Bewilligung anzusehen: breitere Programme, mehr Wettarten,
andere Sportarten. Nur sind es keine Schweizer Produkte, und dieser Satz ist keine Warnung, sondern
eine Beschreibung des Vertragsverhältnisses.
Die Reihenfolge, in der die zwei Gruppen zu lesen sind
Die Bewilligung ist das erste Kriterium, nicht das interessanteste. Wer sie beiseite lässt, vergleicht
Anbieter, die unterschiedliche Spielregeln haben. Wer sie voranstellt und dann weiterliest, findet
bei den acht Marken immer noch Unterschiede: im Aufbau der Seite, in den Wettarten, in der
Darstellung der Quoten. Nur werden diese Unterschiede nicht in der ersten Spalte sichtbar, weil die
für alle acht Zeilen gleich aussieht.
Die zehn Plattformen im Einzelnen
Swisslos Sporttip: der Anbieter, der vor der ersten Wette eine Grenze verlangt
Sporttip ist eine von zwei Plattformen mit einer Schweizer Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel.
Die Bewilligung umfasst eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), die
Aufsicht liegt bei der Gespa. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie
Genossenschaft mit Sitz in Basel.
Der Zugang ist an den Wohnsitz gebunden. Für ein Online-Konto braucht es mindestens 18 Jahre sowie
Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen,
und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis
ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Die Teilnahmebedingungen sind der eigentliche Inhalt dieses Profils, und sie beginnen vor dem ersten
Einsatz. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen
(Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahre CHF 1’000); Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Eine
freiwillige Einzahlungslimite für je 30 Tage ist zusätzlich möglich.
Die Beträge sind klar begrenzt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1,
der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000.
Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite
wird nicht angenommen.
Sporttip-Wetten lassen sich online über Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android
abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle
gespielt werden. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch
dem Wallet gut; höhere Beträge werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das
Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen von Spielguthaben sind
innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder
Liechtensteiner Konto möglich; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die
Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Bei den Boni ist Sporttip eigenwillig und ehrlich zugleich — Kombiboosts für Systemwetten, Quotenschlüssel
für Einzelwetten. Die Regeln stehen im Kleingedruckten, und dort findet man das eigentliche Argument
für oder gegen einen Veranstalter.
Loterie Romande Jouez Sport: das Programm mit der klaren Obergrenze
Jouez Sport ist die Sportwette der Loterie Romande und die zweite Plattform mit Schweizer Bewilligung.
Auch hier gilt die Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51) unter der Aufsicht der
Gespa. Veranstalterin ist die Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande.
Das Gebiet umfasst sechs Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto
setzt den Wohnsitz in diesem Gebiet voraus. An Kontaktadresse nennt das Unternehmen die Avenue de
Provence 14 in 1001 Lausanne; in der Westschweiz zählt es 2’350 Verkaufspunkte und 221 Mitarbeitende.
Die Obergrenzen sind der bestimmende Teil dieses Programms. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder
Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine
Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi
muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
HornetBet: eine Marke, die in der Schweiz kein Konto eröffnen darf
HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der
Schweiz Sportwetten anbieten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt und hat in der Schweiz
keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer
Rechtsweg steht nicht zur Verfügung, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per
DNS blockiert werden.
myBet: die Marke ohne Schweizer Ansprechstelle
Bei myBet fehlt dieselbe Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt und entfaltet in
der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht,
und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht zur Verfügung. Eine Beschwerde über eine Auszahlung führt
damit nicht zu einer Schweizer Stelle.
Betovo: kein Schweizer Adressat für eine Reklamation
Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung besitzt in der Schweiz keine Rechtskraft (Art. 4 BGS). Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Wer hier spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht.
BassBet: ein Programm ohne Schweizer Schutzmechanismus
BassBet bietet Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung an. Die gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keinen Bestand (Art. 4 BGS). Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister
besteht nicht, und Schweizer Rechtsschutz fehlt.
GG.BET: Reichweite ohne Schweizer Aufsicht
GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung ist in der Schweiz unzulässig (Art. 4 BGS). Ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain
kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
FortuneJack: eine Marke, die nie auf der Schweizer Liste stand
FortuneJack fehlt die Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt; in der
Schweiz entfaltet sie keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Sperrregister der Gespa führt das Konto nicht,
und ein Schweizer Rechtsweg fehlt.
BetLabel: Bewilligung ohne Schweizer Geltung
Bei BetLabel ist keine Schweizer Bewilligung vorhanden. Die gemeldete Bewilligung ist nicht erstellt
und hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Der Domain droht die Aufnahme in die Sperrliste
der Gespa.
Jackbit: der letzte Name in der Liste, ohne Schweizer Bewilligung
Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keinen Bestand (Art. 4 BGS). Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
und kein Schweizer Rechtsweg; die Domain kann per DNS blockiert werden.
Was die Prognose selbst sagen muss
Über Prognosen lässt sich viel schreiben, und ein grosser Teil davon ist Zierrat. Wer die
veröffentlichten Tipps zurückverfolgt, merkt schnell, dass die Methode fast nie an der Prognose
steht. Form, Statistik, Heimvorteil: Das sind bekannte Bausteine. Der Unterschied liegt darin, ob
eine Seite die geschätzte Wahrscheinlichkeit offenlegt und ob sie erklärt, wie sie zu ihr kam.
Die zweite Frage ist die ehrliche: Hat der Autor gewettet? Wer eine Prognose schreibt und selbst
nicht setzt, hat ein anderes Verhältnis zum Risiko als die Person, die sie liest. Das ist kein
Verbrechen und in den meisten Fällen offensichtlich. Es gehört trotzdem zur Bewertung.
Die dritte Frage betrifft die Datenbasis. Eine Prognose für die Bundesliga stützt sich auf eine
lange Reihe von Spielen und lässt sich über eine Saison prüfen. Eine Prognose für ein einzelnes
Turnier lässt sich kaum prüfen. Für Turnierprognosen gilt dieselbe Regel wie für alle anderen: Ob
eine Seite bei einer Weltmeisterschaft richtige Vorhersagen liefert, lässt sich erst hinterher sagen,
und danach ist es zu spät.
Was eine gute Prognose nicht tut: Sie verspricht keinen Gewinn. Eine Prognose ist eine Aussage über
Wahrscheinlichkeiten, und aus Wahrscheinlichkeiten folgt kein sicherer Ausgang. Die nützlichste
Frage an eine Prognose ist auch nicht, ob sie richtig lag, sondern ob sie ihre Annahmen offenlegt.
Prognosen, Quoten und die zwei Zahlensysteme
Eine Prognose in Prozent, eine Quote als Dezimalzahl, dazwischen die Marge: Wer das einmal gesehen
hat, liest Wettportale mit anderen Augen. Die Prozentangabe beschreibt, was der Autor für
wahrscheinlich hält. Die Quote beschreibt, was der Veranstalter zu zahlen bereit ist. Die Marge
beschreibt, was dazwischen verschwindet.
Die praktische Folge ist nüchtern: Selbst eine gute Prognose liefert nur dann Geld, wenn die Quote
den Wert hergibt. Und selbst dann ist es eine Erwartung über viele Wetten, kein Versprechen für eine
einzelne. Wer eine Prognose als Einnahmequelle liest, hat die Mechanik nicht verstanden.
Wofür die acht ausländischen Marken noch gut sind
Es wäre zu einfach, sie in einem Satz abzutun. Wer sich für die Struktur von Wettmärkten
interessiert, findet dort eine Bandbreite, die ein bewilligtes Schweizer Angebot nicht hat: mehr
Sportarten, mehr Wettarten, eine andere Darstellung. Für einen Vergleich der Prognosequalität von
Plattformen ist der Vergleich der Bedingungen aufschlussreich. Für Leser mit Schweizer Wohnsitz bleiben es Angebote
ohne Schweizer Bewilligung — und damit ohne Aufsicht, ohne Sperrregister und ohne Rechtsweg.
Was aus einem Schein auf der Schweizer Liste zurückkommt
Bei einem bewilligten Schweizer Anbieter sind weitere Bedingungen mit dem Kontostand verbunden, und
sie gehören zur Bewertung eines Sportwettprogramms.
Bei Swisslos ist das Spielguthaben auf dem Wallet auf mehreren Wegen aufladbar: per Online-
Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind
höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999
nicht übersteigt. Als eine Zahlungsart bietet Swisslos PostFinance Pay an, bei dem die Transaktion
direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Gewinne werden gestaffelt abgewickelt: bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch, bei
höheren Beträgen innert 3 Arbeitstagen auf ein Konto auf den eigenen Namen. Die Auszahlung von
Spielguthaben selbst ist im beschriebenen Umfang kostenlos; ab der dritten Auszahlung innerhalb von
365 Tagen kann eine Kommission von 3 % anfallen — ein Satz, der bei kleinen Kontoständen wenig
ausmacht und bei grossen plötzlich spürbar wird.
Bei Swisslos ergibt sich ein ungewöhnlich klarer Nachweis, wenn man nach einem Konto sucht: keine
Zahlung ohne Kontoinhaberschaft, keine Auszahlung an Dritte, kein anonymes Konto. Auszahlungen gehen
an ein Konto auf den Namen des Teilnehmers, und Kredite an Spielende sind untersagt (Art. 75 Abs. 1
BGS). Das ist der Nebeneffekt einer Identitätsverifikation, die bei der Registrierung erzwungen wird.
Wie sich Prognosen auf Livemärkte auswirken
Livewetten verändern die Rechnung. Eine Prognose, die vor dem Anpfiff geschrieben wurde, geht von
einem Zustand aus, der sich während des Spiels in Sekunden ändert. Wer live nach einer Prognose
setzt, setzt auf Zahlen, die für einen anderen Moment gedacht waren.
Zusätzlich hängt das Ergebnis von der Geschwindigkeit ab. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette
unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen
des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen —
Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der
Nutzen dieser Regel zeigt sich bei einem Latenzproblem: Eine Wette, die wegen einer langsamen
Verbindung zu spät ankommt, verliert ihren Wert vollständig.
Der Cash-Out ist der zweite Punkt, an dem eine Prognose ihre Form verliert. Bei Sporttip gibt es ihn
für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten
und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht
rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer
als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von
Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein
Cash-Out ist damit die Umkehrung einer Prognose: die vorzeitige Auflösung der Position zum Preis des
Verzichts auf den vollen Ausgang.
Was auf einem Sporttip-Schein alles passieren kann
Die Bedingungen eines bewilligten Schweizer Angebots sind der Teil, den man am wenigsten liest und
am häufigsten braucht. Bei Swisslos sind sie im Detail festgelegt.
Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal
Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten; das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen
aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt —
oder im Rahmen eines Turniers — ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in
Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Bei Swisslos umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball,
plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf
hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die
Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese
Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz
zurückerstatten. Wer eigenständig eine Kombination aus abhängigen Ereignissen baut, baut sie ohne
diese Funktion — auf eigenes Risiko.
Schliesslich die Gewinne, die niemand abholt: Sie verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos, wenn
sie nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend
gemacht werden. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem
Brief zu erheben.
Was Sporttip zusätzlich anbietet
Die Zusatzangebote bei Sporttip sind umfangreich, aber sie haben Schranken, die in der Beschreibung
untergehen.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens
vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 %
bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und
Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung ist das Angebot: Sie verschiebt das, was wirtschaftlich
sinnvoll ist, von einer Viererkombination auf deutlich mehr Kombinationen und macht den Reiz der
Kombination noch grösser.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen
den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide
sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out
verfällt der Boost.
Wie eine kostenlose Prognose zu einer Wette wird, die etwas kostet
Der Abstand zwischen einer Prognose und dem Kontostand ist ein Rechengang, und er beginnt mit einem
Beispiel statt mit einem Gefühl. Ein Markt mit zwei Ergebnissen, beide zu einer Quote von 1.90, ist
ein Beispiel und kein Zitat: Der Kehrwert beider Quoten addiert ergibt 20/19, der Quotenschlüssel
daraus 95 %, die Marge damit 5 %. Wer also eine Prognose mit einem rechnerischen Vorteil von drei
Prozentpunkten liest, gibt diesen Vorteil an die Marge zurück, bevor er überhaupt gebucht wird.
Fünf Prozent sind keine Betrugszahl, sondern die Eintrittsgebühr des Marktes.
Damit steht die Rechnung, aber noch nicht die Konsequenz. Sie lautet: Die Marge ist im Preis jeder
einzelnen Wette enthalten, unabhängig vom Ausgang. Über viele Wetten ist sie die verlässlichste
Grösse auf dem Schein — verlässlicher als die Prognose, verlässlicher als die Formkurve, verlässlicher
als die eigene Erfahrung. Bei einem Quotenschlüssel von 95 % bleibt dem Markt als Ganzem ein Anteil
von fünf Prozent, und kein einzelner Wetter entkommt ihm.
Wer diese Zahl auf sein eigenes Budget umrechnet, landet bei derselben Grenze wie in den
Verlustlimiten: nicht bei der Prognose, sondern bei der Frage, wie viel Geld überhaupt in den Markt
geht. Bei einer Marge von rund 5 % sind das bei einem Budget von CHF 100 über viele Wetten hinweg
etwa CHF 5, die an den Markt gehen, unabhängig davon, ob die Prognosen gut sind oder nicht. Das ist
der Vergleich, der die Bedeutung einer guten Prognose relativiert: Ein Vorteil in der Grössenordnung
eines Prozentpunkts liegt unterhalb der Gebühr, die der Markt nimmt. Wer ihn trotzdem findet, hat
etwas gefunden, das grösser ist als die Marge — und das ist selten.
Der Schluss aus all dem ist unspektakulär. Prognosen sind kostenlos, weil sie Meinungen sind. Die
Wette darauf kostet Geld, weil sie ein Produkt ist. Wer beides verwechselt, bezahlt die Meinung mit
dem Preis des Produkts.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?
Eine Prognose entsteht aus Form der letzten Spiele, Heimvorteil, Statistiken, Aufstellungen,
Verletzungen und Sperren. Aus diesen Teilen schätzt der Autor einen Erwartungswert je Mannschaft und
daraus eine Wahrscheinlichkeit für Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Erst der Vergleich dieser
Wahrscheinlichkeit mit der Quote macht daraus eine Aussage darüber, ob ein Preis einen Wert enthält.
Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?
Weil sie eine Wahrscheinlichkeit ist und kein Ergebnis, und weil in der Quote eine Marge steckt. Wer
richtig liegt, gewinnt die Wette trotzdem nur, wenn die Prognose den Ausgang getroffen hat. Zusätzlich
kann eine Wette durch eine Absage, eine Verletzung oder eine späte Platzierung ungültig werden; die
Prognose selbst senkt daher kein Risiko.
Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?
Die Quote ist der Preis des Marktes und der Gegenwert zur geschätzten Wahrscheinlichkeit. Eine
Prognose ohne Quotenangabe beantwortet die entscheidende Frage nicht: ob der angebotene Preis über
der eigenen Einschätzung liegt. Steht die Quote darüber, gibt es rechnerisch einen Wert; liegt sie
darunter, fehlt er — unabhängig davon, wie gut die Analyse klingt.
Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?
Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Veranstalter unabhängig vom Ausgang einbehält. Sie
ergibt sich aus dem Quotenschlüssel: Bei zwei Ergebnissen zu je 1.90 schüttet der Markt rund 95 %
aus, die Marge liegt also bei etwa 5 %. Diese Gebühr frisst jeden rechnerischen Vorteil auf, der
kleiner ist als sie.
Wo darf in der Schweiz legal auf eine Prognose gesetzt werden?
Nur bei den zwei Veranstaltern mit Bewilligung: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie
Romande mit Jouez Sport. Jeder bedient sein eigenes Gebiet, und ein Online-Konto setzt den Wohnsitz
dort voraus. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, unabhängig davon,
in welchem Land sie erteilt wurde.
Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere wie eine Weltmeisterschaft im Vergleich zu Ligaspielen?
Weniger prüfbar, nicht grundsätzlich schlechter. Über eine Liga lassen sich viele Spiele vergleichen
und Trefferquoten über eine Saison prüfen; ein Turnier liefert wenige Spiele, dafür hängen sie
stärker von Aufstellung, Ausfällen und Gruppenzusammensetzung ab. Die Unsicherheit ist bei kurzen
Wettbewerben grösser, weil die Stichprobe kleiner ist.
Tipps – kartenzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
