Online Dota 2 Wetten in der Schweiz – geprüft, verglichen, ohne Bewilligung eingeordnet
Ladevorgang...
Aktueller Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Verzeichnisse und Publikationen der Gespa sowie die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Veranstalterinnen geprüft.
Wer in der Schweiz nach Dota 2 Wetten sucht, landet bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das ist keine Nebenbemerkung, es ist die ganze Ausgangslage. Der Grund liegt nicht bei den Buchmachern, sondern bei einem Verzeichnis: E-Sport kommt in der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa nicht vor, und deshalb bietet hierzulande keine Veranstalterin mit Bewilligung ein Dota-2-Programm an. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport haben Sportwetten im Angebot, aber kein E-Sport.
Das hat eine Folge, die den ganzen Text trägt: Jede Quote, die ein Schweizer auf ein Dota-2-Match bekommt, stammt von einer Seite, die in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung, die das Geldspielgesetz verlangt, gelten nur in der Schweiz, und eine ausländische Erlaubnis entfaltet hier keine Wirkung. Was das praktisch heisst, lässt sich in vier Punkten sagen, und jeder davon wird auf dieser Seite noch ausgeführt: kein Eintrag im Sperrregister, keine Aufsicht über Streitfälle, keine Prüfung der Spielregeln durch die Gespa, und ein Gewinn, der steuerlich anders behandelt wird als ein Gewinn bei einer bewilligten Veranstalterin.
Das ist kein Plädoyer gegen E-Sport-Wetten. Es ist die Beschreibung eines Marktes, der existiert, den Schweizer Spielende nutzen, und über den man nüchtern sprechen kann, wenn man den Rahmen kennt. Wer die Bewilligung nicht als Schikane begreift, sondern als das, was sie ist — ein Prüfsiegel mit genau umrissenem Umfang — der versteht auch, warum sie bei Dota 2 fehlt und was das Fehlen kostet.
Was Dota 2 für eine Sportart ist und was das im Schweizer Recht auslöst
Dota 2 ist ein Strategiespiel, in dem zwei Teams mit je fünf Spielern antreten, jede Partie läuft in mehreren Phasen und endet mit einem klaren Ergebnis, Sieg für das eine Team. Ein einzelnes Match ist damit strukturell alles, was eine Wette braucht: eine abgegrenzte Partie, ein binäres Ergebnis innerhalb eines Zeitfensters. Über ein Turnier hinweg kommt die zweite Wettebene dazu — Gruppenspiele, Play-offs, Serien über zwei oder drei Partien — und für Wetten ist genau diese Struktur interessant. Wer eine Serie über drei Spiele tippt, tippt nicht eine Partie, sondern den Verlauf eines Sets, und damit sieht eine Dota-2-Wette technisch einer Eishockey-Serie ähnlicher als einem Fussballspiel.
Rechtlich hilft die Nähe zu bekannten Formaten nicht. Das Geldspielgesetz behandelt Sportwetten als Grossspiel, und was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf, steht nicht im Ermessen des Buchmachers, sondern in einer geschlossenen Liste. Diese Liste führt Sportarten und Wettkämpfe auf, und in der Fassung mit Datum 10.09.2026 enthält sie keine E-Sport-Sektion. Es gibt dort Qualifikationsrunden, aber nur wenn sie aufgeführt sind, Frauensportarten ebenfalls nur mit Nennung, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe gar nicht. Dota 2 fällt in keine dieser Kategorien, weil es in der Liste schlicht nicht auftaucht.
Daraus entsteht die erste Konsequenz dieser Seite, und sie ist unbequem für jeden Vergleich. Eine Schweizer Bewilligung für E-Sport existiert nicht und kann nicht existieren, solange das Verzeichnis so aussieht. Die Frage «Wer hat die beste Lizenz für Dota 2?» ist deshalb falsch gestellt. Es gibt nur zwei Gruppen von Anbietern: die zwei konzessionierten Veranstalterinnen, die kein Dota 2 anbieten, und die ausländischen Seiten, die es anbieten und keine Schweizer Bewilligung haben. Eine dritte Gruppe fehlt, und sie fehlt nicht zufällig.
Lotterien und Sportwetten: was die Interkantonale Vereinbarung bedeutet
Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, bekommt dort kein Online-Konto.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Zwei Veranstalterinnen, zwei Landesteile, keine Überlappung. Für einen Dota-2-Spieler in Genf ist das nicht nur eine Fussnote: Swisslos ist für ihn nicht der Anbieter mit bewilligten Sportwetten, sondern gar nicht sein Anbieter.
Der Reingewinn aus dem Geschäft geht an öffentliche Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Man kann das lesen als Beleg dafür, wie viel Geld in diesem Kanal steckt, und man kann es lesen als das, was es für den E-Sport-Freund nicht ist: kein einziger Franken davon stammt aus Dota-2-Wetten, weil es keine bewilligten gibt.
Die Rechtslage: warum das Verzeichnis der zugelassenen Wettarten entscheidet
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit 1. Januar 2019, und die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021. Nicht die ESBK. Diese Zuständigkeit ist eine der am häufigsten verwechselten Angaben in diesem Feld, und sie ist wichtig, weil sie bestimmt, an welche Stelle sich ein Spielender überhaupt wenden könnte — bei Sportwetten an die Gespa, bei Casinos an die ESBK, und zwei getrennte Aufsichten bedeuten zwei getrennte Beschwerdewege.

Eine Bewilligung braucht beides: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und beide sind besetzt. Dota 2 ist damit kein Fall von fehlendem Wettbewerb; es ist ein Fall von fehlendem Produkt.
Der Weg durch die Bewilligung: was geprüft wird und was nicht
Wer verstehen will, warum ein Verzeichnis so viel Macht hat, muss den Ablauf kennen. Eine Veranstalterin muss zuerst als Unternehmen die Veranstalterbewilligung erhalten, dann jede einzelne Wettart bewilligen lassen. Die Gespa prüft dabei nicht nur, ob das Spiel fair organisiert ist, sondern auch, ob die Sportart und der Wettkampf in die Liste passen und ob die Wettart Risiken mit sich bringt, die der Gesetzgeber nicht will. Ausschliessen lässt sich auf diesem Weg einiges: Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt, und eine Bewilligung gilt nur so weit, wie sie reicht.
Genau an dieser Stelle sitzt die Erklärung für das fehlende E-Sport-Angebot. Es braucht keine politische Entscheidung gegen Dota 2, und es braucht auch keine Änderung, die E-Sport ausdrücklich als unzulässig bezeichnet. Es genügt, dass eine Sportart in der Liste nicht genannt wird. Damit ist die Frage für eine Schweizer Veranstalterin erledigt, unanhängig davon, wie attraktiv die Zuschauerzahlen sind.
Zwei Dinge fehlen in dieser Liste, und beide werden oft falsch erinnert: es gibt keinen kantonalen Bewilligungsweg für E-Sport ausserhalb des Gesetzes, und es gibt keine Liste weiterer zugelassener Buchmacher. Die Gespa publiziert als Liste nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer also nach einer «dritten Lizenz» sucht, sucht etwas, das die Aufsicht selbst nicht führt.
Liv Wettangebot und Cash-Out: was geregelt ist und was nicht
Livewetten sind erlaubt, vor dem Ereignis und während des Ereignisses, sofern die Veranstalterin eine Bewilligung hat, die das deckt. Das Gesetz erzwingt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. In der Praxis heisst das: Wer bei Swisslos live wettet, tut das innerhalb eines Systems, das die Spielregeln kennt, die die Veranstalterin anwendet. Bei Sporttip-Livewetten gilt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Regel, die man kennen sollte, bevor man live auf ein laufendes Spiel tippt: Der Zeitpunkt der Platzierung entscheidet, nicht die Absicht.
Cash-Out ist dagegen nicht gesetzlich geregelt, und deshalb ist es kein Argument für oder gegen die Regulierung, sondern schlicht ein Produktmerkmal jeder einzelnen Seite. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Wer diese Sätze langweilig findet, hat den Punkt noch nicht gesehen. Bei jeder Veranstalterin, die Cash-Out anbietet, wird eine Position geschlossen, bevor sie sich von selbst auflöst, und der Preis dafür ist die Differenz zwischen dem gezahlten Betrag und dem, was die Wette am Ende ausbezahlt hätte. Bei einem Dota-2-Match, in dem ein Team nach dem Draft klar führt und gleich den Vorteil verliert, ist das eine reale Summe. Die Regel, die hier zählt, ist nicht der Cash-Out selbst, sondern die Tatsache, dass ihn niemand garantieren muss.
Was passiert, wenn eine Seite ohne Bewilligung nicht mehr bedienen will
Der Punkt, mit dem ausländische Seiten für sich werben, ist selten die Bewilligung, sondern die Grösse des Angebots. Das ist nachvollziehbar und trotzdem eine schwache Grundlage. Eine Domain ohne Schweizer Bewilligung kann auf die Sperrliste gesetzt werden, die die Gespa veröffentlicht und die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende von 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping — und die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als gelistet.
Die gesperrte Adresse ist der zweite Teil des Problems. Wer ein Konto dort hält, verliert es nicht, wenn eine Domain blockiert wird, aber der Zugang kann ohne Vorwarnung lückenhaft werden. Und weil keine Schweizer Behörde zuständig ist, gibt es keine Stelle, bei der man das beanstanden könnte.
Verlustlimiten, Pausen und die Spielsperre — was ausserhalb des Systems entfällt
Spielerschutz ist in der Schweiz keine Empfehlung an den Spielenden, sondern eine Pflicht der Veranstalterin, und sie ist auf eine Weise gebaut, die man kennen muss, um die Differenz zum Ausland zu verstehen. Die Grenzen setzt der Spielende selbst. Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort. Eine Erhöhung wirkt nach Gesetz erst nach 24 Stunden, bei Swisslos und Loterie Romande nach der eigenen Regelung nach 72 Stunden. Das ist keine Formalität: Wer seine Limite erhöhen will, wartet drei Tage, und drei Tage sind lang genug, dass sich ein Entschluss aus einer Verlustsituation ändert.
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gibt es zusätzlich. Das ist ein Kontosystem, in dem die Bremse dauerhaft sichtbar ist, und die kleine Zahl für junge Erwachsene sagt etwas über die Zielsetzung aus: Ein Einundzwanzigjähriger mit einem Verlustpotenzial von unter CHF 1’000 im Monat ist im System anders unterwegs als ein Kunde, der vier Stellen frei hat.
Eine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz nicht. Wer aus anderen Ländern eine Zahl wie CHF 1’000 im Monat als allgemeine Obergrenze erinnert, verwechselt sie mit der Limite für junge Spielende oder mit einem Kontomodell. Auf dieser Seite steht deshalb keine allgemeine Zahl, weil es keine gibt.
Die Spielsperre ist der zweite Mechanismus. Sie erfasst überschuldete und suchtgefährdete Personen ebenso wie die freiwillige Selbstsperre, und sie wird in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Wer einmal im Sperrregister steht, ist nicht nur bei einer Seite gesperrt. Das ist der eigentliche Wert des Registers, und gleichzeitig der Satz, an dem die Grenze des Systems sichtbar wird: Eine Seite ohne Schweizer Bewilligung fragt das Register nicht ab.
Die Prüfung von Identität und Alter — und was sie wirklich leistet
Ein Swisslos-Konto setzt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Sporttip stehen Wetten Personen ab 18 Jahren offen, unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Eine zweite Regel dieses Blocks wird oft übersehen: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Genau hier wird die Ehrlichkeit interessant, die solche Texte meistens schuldig bleiben. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, und an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schweizer Kontrolle deshalb als lückenlos beschreibt, beschreibt sie falsch. Der Punkt ist ein anderer und trotzdem gültig: Die Kontrolle existiert, ihre Ergebnisse werden publiziert, und es gibt eine Stelle, die daraus Konsequenzen ziehen kann. Das ist der Unterschied zu einer Kontrolle, die gar nicht stattfindet.
Warum das Sperrregister keine Zäune um ausländische Seiten baut
Ein Spielender mit Schweizer Konto, der zusätzlich bei einer ausländischen Seite ein Konto hält, ist in zwei voneinander getrennten Welten unterwegs. Das Sperrregister filtert keine Anmeldung bei einem Anbieter, der es nicht abfragt. Eine gesetzte Verlustlimite gilt nur dort, wo sie gesetzt wurde. Die selbst gewählte Pause endet nicht beim zweiten Anbieter, nur weil sie beim ersten wirkt.
Daraus würde man gerne einen Vorwurf machen. Es ist keiner. Es ist Mechanik. Das Register ist ein kantonal getragenes Instrument für bewilligte Angebote, und ein Anbieter ohne Bewilligung ist nicht Teil davon. Wer das weiss, kann seine eigene Kontoordnung danach bauen — ein Haushaltsbudget über alle Anbieter hinweg, statt eine Limite pro Seite. Genau das kann die Aufsicht einem Spielenden nicht abnehmen.
Turniere, Spielplan und Quoten: was im E-Sport wirklich stattfindet
E-Sport hat einen Wettkalender, der für Wetten aussergewöhnlich klar strukturiert ist, und wer Dota 2 verfolgt, kennt die Form: Eine Gruppe, aus der sich ein Teilnehmerfeld sortiert, danach eine Finalrunde im Ausscheidungsformat, dazwischen Serien über mehrere Partien. Die einzelnen Matches sind kurz, ihr Ergebnis steht nach dem Spielende fest, und die Formatfrage — zwei oder drei Partien pro Serie — ist für die Wette entscheidend, weil sie bestimmt, ob ein Team eine Serie über den Verlauf oder über eine einzelne Partie entscheidet.
Für den Schweizer Markt hat dieser Kalender eine unangenehme Eigenschaft. Er läuft, auch wenn kein Schweizer Anbieter mit Bewilligung ihn bepreist. Die Turniere finden statt, das Publikum ist da, die Wetten werden anderswo platziert. Es ist ein Markt, der in einem anderen Regulierungssystem entstanden ist und in dem eine Schweizer Aufsicht nur eine Rolle hat: die Domains, über die er erreichbar ist, auf eine Liste zu setzen.
Was eine Dota-2-Quote enthält — und was sie kostet
Eine Quote ist eine Zahl mit einer Bedeutung: der Betrag, den eine Wette für jede Einheit Einsatz zurückzahlt, wenn sie gewinnt. Eine Einzelwette über CHF 100, die mit Quote 2.10 durchkommt, zahlt CHF 210 zurück, der Nettogewinn beträgt CHF 110. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen also aus dem Produkt der Einzelquoten.
In dieser Zahl steckt ein zweiter Wert, den viele Wettende nie ausrechnen: der Teil, den der Buchmacher einbehält. Ein Markt mit zwei Ausgängen, jeder zu Quote 1.90 — die illustrative Rechnung dieser Seite, kein Zitat eines echten Angebots — kehrt 95,24 % der Einsätze zurück. Der Quotenschlüssel liegt damit bei rund 95 %, die Marge bei rund 4,8 %. Bei einem Totalmarkt mit drei Ausgängen, etwa einem Handicap, das noch ein Unentschieden kennt, fällt der Satz für gewöhnlich dünner aus, weil ein zusätzlicher Ausgang in denselben Topf greift. Bei einem Markt mit vielen möglichen Ausgängen ist es noch deutlicher. Über alle Märkte eines Anbieters hinweg liegt die Marge deshalb in der Regel nicht bei einem Wert, sondern in einem Band, und wie breit dieses Band ist, sagt mehr über einen Buchmacher als jede Werbebotschaft.
Wie sich die Marge in einen Wahrscheinlichkeitsbegriff übersetzen lässt: Aus jeder Quote folgt ein impliziter Anteil, der Kehrwert der Quote. Bei 1.90 sind das 52,63 %, bei zwei Ausgängen zusammen 105,26 %. Das sind mehr als 100 %, und genau die überzähligen 5,26 Punkte sind die Marge. So findet man sie schneller als über die Differenz der Auszahlungsquote: Zwei Quoten addieren, die Summe der Kehrwerte bilden, und was über 1 liegt, bleibt beim Buchmacher.
Diese Rechnung ist ein statistischer Durchschnittswert unter der genannten Annahme, keine Zusage für eine einzelne Wette. Sie sagt nichts darüber, ob ein bestimmtes Dota-2-Match so ausgeht wie getippt. Sie sagt nur, was ein Markt über viele Wetten hinweg im Mittel abwirft — und dass es selten genug ist, um Reihen von Fehlentscheiden zu erklären.
Swisslos Sporttip: Sportwetten mit Bewilligung, aber ohne Dota 2
Swisslos, Veranstalterin mit Sitz in Basel, hält die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und steht unter Aufsicht der Gespa. Das Online-Konto steht Menschen offen, die im Vertragsgebiet wohnen: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Für einen Dota-2-Spieler heisst das zuerst eine Feststellung: Was immer Sporttip in seinem Wettprogramm führt, E-Sport ist nicht dabei. Wer den klassischen Sport sucht, findet hier das vollständig geschützte Angebot der Schweiz, inklusive der Prüfung von Identität und Alter, der Spielsperre im Register und der Regel, dass Auszahlungen nur auf ein Konto laufen, das auf den eigenen Namen lautet.
Im Detail ist das Konstrukt durchdacht. Wetten lassen sich online über Sporttip oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben, und in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der letzte Halbsatz ist der wichtige: Die Grenze wird nicht verhandelt.
Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet dafür unter anderem PostFinance Pay an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Auszahlungen laufen innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, darüber erfolgt die Überweisung bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen.
Die Bedingung, die man beim Wort «kostenlos» mitlesen muss: zweimal im Jahr. Wer häufig kleine Beträge auszahlt, zahlt ab der dritten Auszahlung 3 % auf den Betrag — dieselbe Grössenordnung, die der Markt über die Marge ohnehin nimmt, und diesmal sichtbar auf der Quittung.
Im Wettprogramm selbst arbeitet Sporttip mit Produkten, die den Vergleich mit ausländischen Anbietern nicht scheuen müssen. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Nettogewinn, nicht der Einsatz, ist die Basis dieser Boni — das senkt ihren Wert, und die Verfallsregel beim Cash-Out ist der eigentliche Haken, weil sie den Boost genau in der Situation entwertet, in der ein Spieler ihn am ehesten ziehen will.
Eine Regel, die für Kombiwetten aus demselben Ereignis gilt: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Grund ist offenkundig: Ein Tor und die Halbzeitführung desselben Spiels sind keine zwei unabhängigen Ereignisse, und wer sie zusammen tippt, würde eine Quote auf ein Ereignis erhalten, das es so nicht gibt.
Bei abgesagten Ereignissen ist die Regel klar: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer seine Wette nicht vergisst, muss sich darum nicht kümmern, aber wer eine Kombiwette hält, hat plötzlich eine Position weniger im Wettschein, und die Gesamtquote sinkt entsprechend.
Für die reguläre Spielzeit gilt die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, bei Fussball also die 90 Minuten; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wie lange eine Partie läuft, ist im E-Sport keine vergleichbare Frage, im Sporttip-Programm aber die Regel, an der Einzel- und Turnierwetten auseinandergehen.
Zwei Fristen gehören zum Kontobestand und werden selten gelesen. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das ist der Rückweg, den ein Spielender bei einem Schweizer Anbieter hat, und er existiert.
Urteil. Sporttip ist die einzige hier behandelte Veranstalterin, deren Regeln von einer Schweizer Aufsicht geprüft werden, und sie ist für Dota-2-Wetten trotzdem die falsche Adresse — nicht wegen eines Mangels, sondern wegen einer Liste, die E-Sport nicht kennt. Für jemanden, der klassischen Sport mit Vollschutz und ohne Auszahlungsdebatte will, ist das die sachlich stärkste Option der Schweiz. Für jemanden, der Dota 2 tippen will, ist sie schlicht nicht verfügbar.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Kantonsliste
Die Loterie Romande hält für Jouez Sport die nämliche Kombination aus Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Gespa-Aufsicht. Das Online-Konto ist auf Personen beschränkt, die in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis wohnhaft sind. Die Organisation ist grösser als ihr digitales Schaufenster wirken lässt: 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, dazu die Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.
Für Dota 2 gilt dasselbe wie für Sporttip: Das Produkt fehlt, weil die Wettart nicht zugelassen ist. Die interessante Information liegt für einen Westschweizer woanders. Wer in Genf wohnt, kann bei Swisslos kein Online-Konto eröffnen, und wer in Zürich wohnt, nicht bei der Loterie Romande. Der Landesteil entscheidet über den Zugang, und diese Aufteilung ist nicht das Ergebnis eines Wettbewerbs, sondern der Konstruktion des Konkordats. Das ist der Grund, warum die Rede von «dem Schweizer Sportwettenanbieter» irreführend ist. Es gibt zwei, sie überlappen sich nicht, und ihre anerkannten Produkte sind in der Westschweiz und in der Deutschschweiz nicht dieselben.
Dass die Zahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt ist und beide Plätze besetzt sind, macht zudem jede Suche nach einer «Genehmigung für E-Sport» aussichtslos. Es ist kein freier Platz, für den sich jemand bewerben könnte.
Urteil. Die Loterie Romande liefert in den sechs Westschweizer Kantonen den vollständig geprüften Rahmen und in ihrem Produkt die gleiche Grenze wie überall sonst in der Schweiz. Die Trennung der beiden Vertragsgebiete ist für einen Westschweizer nicht lästig, sondern praktisch: ein Konto, ein Register, eine Aufsicht. Für Dota-2-Wetten ändert sie nichts, weil dort kein Angebot existiert, das sie bepreisen könnte.
Der Vergleich: woran Anbieter hier gemessen werden können
Ein Vergleich von Anbietern für Dota-2-Wetten in der Schweiz steht vor einem Problem, das man offenlegen muss, statt es zu umgehen. Die Auswahl des Themas und die Auswahl der Kriterien fallen auseinander. Zehn Plattformen sind hier aufgeführt, zwei davon mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Kein einziger dieser zehn Anbieter ist zu Dota 2 im Sinne einer bewilligten Wettart aufgestellt, weil die zwei bewilligten Anbieter E-Sport nicht führen und die acht übrigen keine Schweizer Bewilligung haben, die ein Dota-2-Programm decken müsste. Ein Ranking ist in dieser Konstellation kein Qualitätsurteil über Dota 2, sondern eine Einordnung. Wer das nicht auseinanderhält, verwechselt eine Liste mit einer Empfehlung.
Das ist der Grund, warum an erster Stelle des Vergleichs die Bewilligung steht und nicht die Quote. Eine Quote lässt sich auf jeder Seite erzeugen. Eine Bewilligung kann nur eine Aufsichtsbehörde erteilen, und sie sagt etwas darüber, welche Regeln gelten, wer bei Streit entscheidet und wohin ein Gewinn fliesst — oder eben nicht fliesst.
Nach welchen Kriterien verglichen wird
Vier Kriterien tragen den Vergleich, und keines davon stammt aus einer Werbebroschüre. Das erste ist der Bewilligungsstatus: ob eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel vorliegen, welche Aufsicht zuständig ist und in welchem Gebiet das Angebot gilt. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist diese Frage mit einem einzigen Wort beantwortet, bei Swisslos und der Loterie Romande mit einem Verweis auf das Gesetz und die Aufsicht.
Das zweite Kriterium ist der organisatorische Sitz, soweit er sich feststellen lässt. Bei den zwei Schweizer Veranstalterinnen ist er bekannt: Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019, die Loterie Romande führt eine Kontaktadresse in Lausanne und arbeitet für die sechs Westschweizer Kantone. Bei den ausländischen Marken ist die Angabe oft unklar oder sie wechselt, und eine ausländische Erlaubnis entfaltet in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Wer weiss, wer die Seite betreibt, weiss bei Problemen wenigstens, an wen er sich wenden müsste — und merkt dann, dass er sich an niemanden in der Schweiz wenden kann.
Das dritte Kriterium ist die Einbindung in den Schweizer Spielerschutz. Hier stehen die beiden Veranstalterinnen allein auf der Habenseite: Limiten vor der ersten Wette, Sperrregister, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen und eine Beschwerdefrist bei Swisslos. Bei allen übrigen Marken ist keines dieser Elemente Teil des Systems, und die Übersicht macht das sichtbar, ohne es in jeder Zeile auszuschreiben.
Das vierte Kriterium ist die Zahl der Wege, auf denen der Anbieter mit Schweizer Behörden in Kontakt kommen kann. Bei Swisslos und der Loterie Romande sind es Bewilligung und Aufsicht. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung bleibt nur die Sperrliste — und sie ist kein Kanal, sondern eine Absperrung.
Einordnung der zehn Anbieter
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin beziehungsweise gemeldete Erlaubnis |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht Gespa |
| MrXbet | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| Interwetten | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| Betify | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| BetPanda | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| HighFlyBet | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| FortuneJack | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| Playzilla | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festgestellt; eine ausländische Erlaubnis gilt in der Schweiz nicht |
| X3Bet | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Gemeldet: Tobique (Kanada); gilt in der Schweiz nicht |
Was die Übersicht zeigt, ist keine Rangfolge der Qualität, sondern eine Zweiteilung. Die obere Zeile steht für ein System mit Regeln, die untere für Seiten, deren Betrieb in der Schweiz kein zugelassenes Geschäft ist. Wer in der unteren Hälfte nach Unterschieden sucht, sucht Unterschiede zwischen Angeboten, die alle denselben Nachteil tragen: keine Schweizer Bewilligung, kein Eintrag im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und ein Gewinn, der nach kantonaler Praxis anders behandelt werden kann. Diese vier Punkte zusammen sind der Preis, und er ist bei jeder dieser Seiten derselbe. Dass eine davon eine andere Zahlungsmethode führt oder ein anderes Bonusformat, ändert ihn nicht.
Die einzige Zeile, in der sich die untere Hälfte wirklich unterscheidet, ist die letzte. Bei X3Bet ist eine Erlaubnis gemeldet worden, bei den übrigen sieben nicht. Das ist eine Fussnote im Vergleich zur Frage, ob eine Schweizer Bewilligung vorliegt, und ein Kriterium, auf das man sich nicht stützen sollte: Eine gemeldete Erlaubnis aus einem anderen Land ist in der Schweiz ohne Geltung, und wer die Angabe nicht selbst nachprüfen kann, hat damit nichts in der Hand.
Die wichtigsten Grundlagen für Dota-2-Wetten in der Schweiz
Was ein Wettender über Dota 2 und über Schweizer Wetten wissen muss, lässt sich in wenigen Sätzen zusammenführen. Ein Dota-2-Match hat ein eindeutiges Ergebnis, eine Serie über mehrere Partien eine Struktur, die in der Quote abgebildet wird. Eine Quote ist der Rückzahlungsbetrag je Einheit Einsatz, und ihr Kehrwert ist der implizite Anteil des Ausgangs; die Summe dieser Anteile über alle Ausgänge eines Marktes überschreitet 100 %, und die Differenz ist die Marge. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 sind das 5,26 Punkte, bei einem Markt mit drei Ausgängen fällt die Marge breiter aus, und über verschiedene Anbieter und Märkte hinweg variiert sie ohnehin.

Auf der Schweizer Seite kommt eine zweite Ebene dazu, die mit dem Spiel selbst nichts zu tun hat. Eine Wette auf ein Dota-2-Match ist hierzulande nur bei einem Anbieter ohne Bewilligung zu haben. Alles, was an Schutz an das Wort Bewilligung hängt — das Sperrregister, die Aufsicht, die Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen, die Beschwerdefrist — hängt damit nicht an dieser Wette. Es gibt keine Aufsicht, die die Quote prüft, keine Stelle, die einen strittigen Wettschein bewertet, und keinen Registereintrag, der einen Spielenden bei einer Reihe von Verlusten stoppt.
Und es gibt keinen Schweizer Steuersatz auf den Einsatz. Wer von einer «Wettsteuer» in der Schweiz hört, hört von etwas, das es hier nicht gibt.
Boni, Gratisspielguthaben und was eine Bedingung bedeutet
Der Umgang mit Boni ist in der Schweiz strenger, als die ausländische Werbung vermuten lässt. Für Gratisspiele oder Gratisguthaben braucht es die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Zahl selbst ist der interessanteste Teil dieser Information: Acht Zustimmungen für das ganze Land in einem Jahr bedeuten, dass ein Gratisangebot bei einem bewilligten Anbieter eine geprüfte Ausnahme ist, nicht eine Dauerwerbung.
Bonushöhen und Bedingungen stammen ausserdem nur aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin, und das ist bei einer Bewilligung keine Floskel, sondern eine Folge der Aufsicht. Wer ein Gratisangebot vergleicht, sollte deshalb nicht die Zahl vor dem Wort lesen, sondern die Zahl danach. Ein Bonus, der an einen Mindestumsatz gebunden ist, ist kein Geld. Er ist eine Rechnung, die man erst bezahlen muss, indem man weiter wettet.
Bei allen Anbietern ohne Bewilligung gelten deren eigene Bedingungen, und keine Schweizer Stelle sieht sie vorher an. Das ist der Unterschied, der in einer Tabelle nicht sichtbar wird: Bei einem bewilligten Anbieter ist eine missverständliche Bonusbedingung aufsichtsrechtlich angreifbar; bei einer Seite ohne Bewilligung ist sie schlicht das, was dort steht.
Auszahlungen, Zahlungswege und warum der Name auf dem Konto zählt
Bewilligte Schweizer Sportwetten haben eine Regel, die ausländische Seiten nicht kennen und die den Alltag prägt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Kredite an Spielende sind ebenfalls ausgeschlossen.
Für einen Vielsitzer ist das keine Einschränkung, sondern eine Ordnung. Jede Auszahlung landet auf einem Konto, das zu ihm gehört und über das er eine Kontobewegung nachvollziehen kann. Wer dagegen gewohnt ist, seine Gewinne in irgendeinem Wallet zu halten, merkt erst im bewilligten System, wie viel Buchführung ihm dort abgenommen wird.
Nachweise über Bank- oder Kartenzahlungen an Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bleiben in der Schweiz bestehen; ein Instrument, das solche Zahlungen systematisch blockiert, gibt es hier nicht. Diese Feststellung ist wichtig, weil gelegentlich das Gegenteil behauptet wird. Wer schreibt, dass Schweizer Banken oder Kartensysteme Zahlungen an solche Seiten ausschliessen, schreibt etwas, das nicht zutrifft.
Was passiert, wenn man bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt
Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist der erste Satz, den man klar sagen muss, weil er in dieser Diskussion oft ins Gegenteil gedreht wird. Die Strafbarkeit trifft den, der ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Wer dort wettet, ist nicht Adressat dieser Norm.
Was den Wettenden trotzdem treffen kann, ist unangenehmer, weil es unangekündigt kommt. In Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne beschlagnahmt werden. Es gibt keine Aufsicht über die Fairness der angebotenen Wetten, keine Kontrolle der Quote und keine Stelle, die einen strittigen Ausgang bewertet. Wer nach dem Prinzip geht, dass sein Wettschein bei einem Anbieter im Ausland genauso läuft wie bei Swisslos, übernimmt das Risiko, dass genau das im Streitfall nicht passiert.
Auf der Habenseite dieses Weges steht nur die Auswahl. Dota 2 ist dort spielbar, weil dort keine Liste die Wettart begrenzt. Das ist ein echter Vorteil für jemanden, der genau diese Sportart sucht, und er ist der einzige, der die Nachteile aufwiegt.
Blockierte Domains und was ein Konto dort wert ist
Die Sperrliste ist der praktische Teil der Durchsetzung. Schweizer Telekommunikationsanbieter blockieren die Domains auf dieser Liste per DNS, am Ende von 2025 standen 671 Adressen darauf, und blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Für einen Spielenden heisst das: Die Erreichbarkeit einer Seite kann sich ändern, ohne dass er etwas getan hat.
Es gibt eine verbreitete Annahme, dass eine Schweizer Seite sich nicht blockieren lässt, weil man ja aus dem Ausland darauf zugreift. Das ist ein Denkfehler. Blockiert wird der Zugang aus der Schweiz, nicht das Angebot. Wer seine Wetten dort platziert, betreibt keine Umgehung, er nutzt eine Seite, die einen Schweizer Zugang haben kann oder nicht.
Was diese Unsicherheit für das eigene Konto bedeutet, ist eine praktische Frage und keine Grundsatzfrage. Wer dort ein Guthaben stehen lässt, hat eine offene Position in einem System, das jederzeit teilweise unerreichbar werden kann. Der Rat, der daraus folgt, ist kein moralischer: nach jeder Auszahlung ein leeres Guthaben.
Der steuerliche Teil, je nach Kanton
Bei einer bewilligten Schweizer Veranstalterin sind Gewinne aus Sportwetten bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Freibetrag liegt beim Bund ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400. Oberhalb davon behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Wettender bleibt weit unter dieser Grösse: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich allerdings, deshalb gilt hier: je nach Kanton.
Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sieht es anders aus. Auf solche Gewinne wird keine Verrechnungssteuer erhoben, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie erfassen: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständiges Einkommen. Das ist der Punkt, an dem die Frage aufhört, eine Formalität zu sein. Ein Gewinn, der bei einem bewilligten Anbieter unter dem Freibetrag bleibt, kann bei einem ausländischen Anbieter steuerbar sein — und das trifft die Wette selbst, nicht den Anbieter.
Allgemeine Informationen wie diese ersetzen keine Beratung. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Wo der Schweizer Markt endet und was daraus folgt
Die Liste der zugelassenen Wettarten ist kurz, und wer sie einmal gelesen hat, versteht die Grenzen des Angebots. Erlaubt sind Sportwetten auf Sportarten, die dort stehen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. E-Sport kommt nicht vor. Das ist keine Kleinigkeit am Rand der Regulierung, es ist die Antwort auf die Ausgangsfrage dieser Seite.
Werbung rund um dieses Thema hat ebenfalls Grenzen. Werbung darf nicht aufdringlich und nicht irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Und Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht. Das ist der Grund, warum diese Seite beschreibt und bewertet, und warum sie zu keiner Anmeldung rät. Eine Empfehlung wäre hier keine Meinung, sondern ein Rechtsverstoss.
Kein Verbot im Gesetz betrifft dagegen die Tageszeit, zu der geworben werden darf. Auch das gehört zu einem nüchternen Bild: Die Regulierung ist an einigen Stellen sehr scharf und an anderen dünner, als man vermuten würde.
Was für einen Dota-2-Fan in der Schweiz übrig bleibt, ist eine informierte Entscheidung. Die Wette auf ein Dota-2-Match gibt es nur bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer das in Anspruch nimmt, sollte wissen, dass er seinen Schutz dann selbst organisieren muss: eine Verlustgrenze, die er auch ohne System einhält, ein Guthaben, das er nicht liegen lässt, und eine Vorstellung davon, was 5 % Marge über hundert Wetten bedeuten. Beides ist nicht «die sichere Wahl», und keines von beidem wäre die andere allemal.
Häufige Fragen zu Dota-2-Wetten in der Schweiz
Bieten Swisslos oder Loterie Romande Wetten auf Dota 2 an?
Nein. Beide veranstalten Sportwetten mit einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, führen aber kein E-Sport-Programm. Die verbindliche Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten enthält keine E-Sport-Sektion, und damit ist Dota 2 für eine bewilligte Veranstalterin nicht bepreisbar. Sporttip und Jouez Sport decken klassische Sportarten ab, mehr nicht.
Warum ist E-Sport nicht Teil der Liste der zugelassenen Wettarten?
Die Liste ist eine geschlossene Aufzählung: Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, die aufgeführt sein müssen, um bewilligt werden zu können. E-Sport wird nicht genannt, und eine fehlende Nennung hat dieselbe Wirkung wie ein Verbot. Es braucht keine ausdrückliche Ablehnung, damit eine Wettart ausfällt — es genügt, dass sie im Verzeichnis nicht steht.
Welche Absicherung entfällt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung?
Sie entfällt fast vollständig. Es gibt keinen Eintrag im Sperrregister, keine Aufsicht über die Fairness der Wetten, kein Prüfverfahren für die Regeln, keine Auszahlung ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen und keinen Schweizer Beschwerdeweg. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden. Der Spielende selbst wird nicht bestraft.
Wie rechnet man eine Quote in eine implizite Wahrscheinlichkeit um?
Man bildet den Kehrwert der Quote. Bei Quote 1.90 sind das 52,63 %. Zwei Ausgänge zu je 1.90 ergeben zusammen 105,26 %. Die überschüssigen 5,26 Punkte sind die Marge des Buchmachers. Diesen Wert findet man in jedem Markt, und er ist der Grund, warum zwei Quoten nie zusammen genau 100 % ergeben.
Wie werden Gewinne bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?
Auf solche Gewinne wird keine Verrechnungssteuer erhoben. Die kantonale Praxis kann sie jedoch als Einkommen erfassen: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Bei einem bewilligten Schweizer Anbieter bleibt ein Gewinn bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei.
Sportarten – kartenzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
