Wettbüro online in der Schweiz — zwei Türen, zehn Adressen und eine Marge, die überall mitläuft

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Ladentisch aus Holz mit einem Stapel unbeschriebener Papierzettel und einem Kugelschreiber, durch das Schaufenster fällt Tageslicht.

Unter dem Lead steht die Momentaufnahme, gegen die alles auf dieser Seite geprüft wurde. Sie gehört zum Text, nicht in eine Fussnote.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Stand: Oktober 29, 2026. Sämtliche Angaben zu Bewilligungen, Limiten, Auszahlungen und Steuern wurden gegen die publizierten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande, gegen die Informationen der Gespa als Aufsichtsbehörde sowie gegen die einschlägigen Bestimmungen des Geldspielgesetzes und seiner Ausführungsverordnung abgeglichen.

Wer in der Schweiz ein Wettbüro sucht, findet schnell eines — nur nicht das, was er erwartet. Kein Laden mit Ledersesseln und Wandtafeln, keine Kette mit Filialen in jeder Kantonshauptstadt, kein privates Unternehmen, das Wetten annimmt. Ein Wettbüro ist hier eine Annahmestelle: ein Kiosk, ein Lottoladen, eine Tankstelle mit Terminal. Und online ist es eine App.

Das ist keine Randnotiz, sondern die ganze Struktur des Themas. Der Bund hat das Veranstalten von Sportwetten zwei Organisationen überlassen, und diese beiden decken je ein Sprachgebiet ab. Wer in Zürich ein Onlinekonto eröffnen will, landet bei Swisslos. Wer in Lausanne wohnt, bei der Loterie Romande. Die andere Tür bleibt zu, nicht aus Misstrauen, sondern weil das Vertragsgebiet der einen Organisation dort endet, wo das der anderen beginnt.

Damit steht der Leser vor einer Entscheidung, die keine Auswahl aus zehn gleichwertigen Produkten ist, sondern eine Wegewahl: Annahmestelle oder eigenes Konto, Deutschschweiz oder Westschweiz, Schweizer Bewilligung oder eine ausländische Adresse, die in der Schweiz keine Bewilligung hat. Jeder dieser Wege hat seinen Preis, und keiner ist für alle der richtige. Genau darum geht es auf den folgenden Seiten.

Bestes Wettbüro Schweiz: warum der Vergleich bei zwei Namen endet

Cluster 6 zuerst, weil er die Frage beantwortet, die den Leser hergeführt hat — und weil die Antwort kürzer ist als die Frage. Ein Ranking der Anbieter fällt in der Schweiz auf zwei Namen zusammen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, die Loterie Romande mit Jouez Sport. Verglichen werden dann nicht mehr Werbebotschaften, sondern Produkte, Limiten, Zahlungswege und Auszahlungsregeln.

Der Vergleich in der Schweiz endet nicht, weil er oberflächlich wäre. Er endet, weil das Geldspielgesetz die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt hat. Was in anderen Märkten eine Liste von zwanzig Marken mit bunten Willkommensangeboten ist, ist hier eine Tabelle mit zwei Zeilen und darunter eine Reihe von Adressen, die ausdrücklich ohne Schweizer Bewilligung arbeiten.

Eine Bemerkung zur Wortwahl, bevor die Einordnung kommt: In der Umgangssprache heisst es Wettbüro, Wettanbieter, Buchmacher. In der rechtlichen Sprache heisst der, der Wetten annehmen darf, Veranstalterin oder Veranstalter, und das Papier, das er dafür braucht, Bewilligung — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung. Wer die Bedingungen liest, stösst auf diesen Wortlaut. Wer die Werbung liest, auf den anderen. Es ist dieselbe Sache.

Die Schweizer Veranstalter gegen die ausländischen Adressen

Anbieter Bewilligung bzw. Angabe des Veranstalters
Swisslos (Sporttip) Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa
Loterie Romande (Jouez Sport) Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa
BassBet Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
1Bet Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
BetLabel Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
N1 Bet Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
Cloudbet Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
Bettilt Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
20Bet Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt
Betwinner Keine Schweizer Bewilligung; Bewilligung des Veranstalters nicht festgestellt

Zwei Zeilen mit einer Bewilligung, acht mit dem Vermerk, dass eine Schweizer Bewilligung fehlt. Diese Verteilung ist das eigentliche Ergebnis des Vergleichs, und sie erklärt, warum die Betrachtung dieser acht Adressen anders aussehen muss als die der ersten zwei.

Was die Spalte mit der Schweizer Bewilligung nicht sagt, ist ein Qualitätsurteil. Sie sagt, welches Recht auf eine Wette anwendbar ist. Bei den ersten zwei Zeilen ist es das schweizerische, mit einer Aufsichtsbehörde, einem Sperrregister und einem Rechtsweg. Bei den übrigen acht ist es keines, das in der Schweiz Geltung hätte.

Wer wo ein Konto eröffnen darf

Hier liegt die praktische Folge, die selten im Vordergrund steht. Ein Onlinekonto lässt sich nur mit Wohnsitz in der Schweiz eröffnen, und in der Praxis nur im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport wird von der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet.

Das heisst konkret: Ein Wohnsitz in Genf und ein Wohnsitz in St. Gallen ergeben nicht dieselbe Liste wählbarer Anbieter — nämlich jeweils eine Adresse. Der Weg über die Sprachgrenze ist für das Onlinekonto verschlossen, und das ist keine Bequemlichkeitsfrage, sondern eine Folge der Gebietsaufteilung.

Die Loterie Romande betreibt dieses Netz mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Allein das sind sechs Kantone.

Für Leserinnen und Leser, die das Pech haben, in keinem der beiden Gebiete zu wohnen, gibt es am Schweizer Markt kein Angebot. Nicht ein schlechteres, sondern keines. Wer trotzdem wetten will, landet zwangsläufig bei einer Adresse ohne Schweizer Bewilligung — und damit bei allen Nachteilen, die im Abschnitt zur Rechtslage stehen.

Was ein Wettbüro in der Schweiz ist — und was es nicht ist

Die Suche nach einem Wettbüro in der Nähe führt zuerst in die Begriffsverwirrung. Ein Wettbüro, wie es die Vorstellung malt — ein Laden, der Wetten annimmt und auszahlt —, existiert in der Schweiz nur als Verkaufsstelle eines der beiden Veranstalter. Es ist eine Annahmestelle für ein bestimmtes Produkt, kein eigenständiges Geschäft.

Der Unterschied klingt formal und ist im Alltag sehr handfest. Eine private Annahmestelle könnte ihre Quoten selbst setzen, ihre eigenen Limiten bestimmen und ihr Marketing nach eigenem Gusto gestalten. Eine Verkaufsstelle von Swisslos tut nichts davon. Sie nimmt Wetten entgegen, deren Quoten und Regeln in Basel festgelegt sind.

Damit verschiebt sich auch die Frage nach dem «besten» Wettbüro in der Nähe. Sie ist keine Frage nach dem Anbieter, sondern nach der Dichte des Netzes und danach, ob das eigene Konto mit dem Ort verbunden ist oder nicht.

Annahmestelle, Onlinekonto und Anbieter — drei Dinge, die oft verwechselt werden

Die drei Ebenen zu trennen, löst die meisten Missverständnisse auf. Die Annahmestelle ist die Verkaufsstelle: ein Schalter, ein Terminal, ein bedienter Ort, an dem ein Wettschein entsteht. Das Onlinekonto ist das persönliche Verhältnis zur Veranstalterin, mit Registrierung, Identitätsprüfung, Wallet und Limiten. Der Anbieter schliesslich ist die Organisation, die die Wette wirtschaftlich trägt — also Swisslos oder die Loterie Romande und sonst niemand mit Bewilligung.

Diese Trennung erklärt, warum dieselbe Wette an zwei Orten zwei verschiedene Dinge ist. Im Laden gibt es kein Konto, keine Verlustlimiten im Kontosystem und keine Cash-Out-Funktion, dafür eine Sofortquittung. Online gibt es ein Konto mit Identität, Limiten und Werkzeugen, dafür keinen Menschen hinter dem Schalter.

Ein Detail, das die Verzahnung zeigt: Wetten, die in der Sporttip App zusammengestellt werden, lassen sich per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle spielen. Die beiden Wege sind also nicht getrennt, sie greifen ineinander.

Was ein Wettbüro mit seinen Partnern zu tun hat

Ein Wettbüro arbeitet mit dem Sportverband nicht zusammen, weil es ihn unterstützt, sondern weil er der Lieferant seines Inhalts ist. Ohne Sportereignis keine Wette, ohne Ergebnis keine Auswertung.

In der Schweiz führt diese Kette über die beiden Veranstalter in die öffentliche Hand. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Diese Zahl lässt sich auch als Satz über den Einsatz lesen: Ein Teil dessen, was am Schalter liegen bleibt, geht nicht an das Unternehmen und nicht an den Gewinner, sondern an kantonale Fonds und an den Sport. Bei einem ausländischen Anbieter fehlt dieser Weg vollständig. Was dort nach Quote und Auszahlung übrig bleibt, bleibt dort.

Rechtslage Schweiz: nur zwei dürfen Sportwetten annehmen

Ein privates Wettbüro ohne Bewilligung ist in der Schweiz unzulässig. Das ist die kürzeste Fassung, und sie ist wörtlich zu nehmen: Es geht nicht um eine Grauzone, sondern um eine geschlossene Liste.

Eine ruhige Gasse in einer Schweizer Altstadt mit Kopfsteinpflaster am frühen Morgen, im Hintergrund ein Kirchturm und Berge im Dunst.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, unter dem Geldspielkonkordat in der Fassung ab 1. Januar 2021. Nicht bei der ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt und mit Sportwetten nichts zu tun hat. Diese Zuständigkeit wird oft durcheinandergebracht, und wer sie verwechselt, sucht beim falschen Amt nach Informationen.

Eine Bewilligung umfasst zwei Stücke: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder jedes andere Land — entfaltet hier keine Wirkung.

Für Betroffene heisst das: Der Veranstalter trägt das Risiko. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Spielende werden nicht bestraft.

Die Sperrliste und was ein Konto im Ausland bedeutet

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa selbst als Domain-Hopping bezeichnet und bei dem sie Interwetten und Bet-at-Home nennt sowie bet365 als auf der Liste geführt.

Für den Leser heisst das etwas Unangenehmes: Eine gesperrte Adresse ist kein sicheres Ausschlusskriterium, denn die nächste Domain steht in wenigen Stunden bereit. Die Sperrliste ist ein Hindernis, keine Mauer.

Ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bedeutet konkret: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Aufsicht. In Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Wer sein Konto bei einer solchen Adresse führt, ist auf die Hausregeln eines Unternehmens angewiesen, dessen Sitz und Rechtsweg er nicht in der Hand hat.

Und ein Punkt, der in beide Richtungen falsch erzählt wird: Es gibt in der Schweiz keine Kontrolle, mit der Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unzulässige Wettangebote unterbinden. Wer mit dem Argument beruhigt wird, die Bank werde es schon blockieren, wird falsch beruhigt.

Die ehrliche Fassung beider Wege sieht so aus. Die bewilligte Wette bringt den vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzbindung und eine Identitätsprüfung. Die Adresse ohne Bewilligung bringt mehr Auswahl und kein Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Aufsicht. Keiner der beiden Wege ist automatisch der sichere.

Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf

Die erlaubte Palette ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe stehen nicht darauf.

Ausserdem, und das ist die schärfste Grenze überhaupt: Gewettet wird nur auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die Liste zeigt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Esport taucht darin schlicht nicht auf. Über die Zulässigkeit von virtuellen Sportarten ist nichts festgehalten — dazu ist hier nichts zu schreiben.

Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das Gesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt, was es ist: ein Produktmerkmal des jeweiligen Veranstalters.

Diese Geschlossenheit ist der Preis des Schweizer Wegs. Wer ein Angebot an Football-Märkten mit Dutzenden Sonderwetten sucht, wird bei den beiden bewilligten Veranstaltern nicht fündig — und genau das ist die Wahl, vor der er steht.

Spielerschutz in der Schweiz: die Limiten setzt der Spieler selbst

Das ist der Punkt, an dem sich die Schweiz von vielen anderen Märkten unterscheidet, und es lohnt sich, ihn genau zu lesen. Es gibt hier keine staatlich festgelegte Einzahlungsgrenze. Das Gesetz verlangt vom Veranstalter, dass er einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt. Die Zahl in diesem Feld ist also nicht vom Gesetzgeber gesetzt, sondern vom Spielenden.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einer Kaffeetasse und einem Glas Wasser auf einem Holztisch im Licht einer Lampe.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Wer das zum ersten Mal hört, stutzt. Erwartet wird eine Obergrenze, die der Staat vorgibt. Stattdessen steht am Anfang jeder Kontoeröffnung ein Zwiegespräch mit sich selbst.

Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und für Personen unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus. Nach einer schlechten Nacht lässt sich die Limite in Sekunden senken. In einer guten Nacht lässt sie sich nicht in Sekunden erhöhen. Das ist die einzige Stelle in diesem Markt, an der eine Frist ausdrücklich zuungunsten des Impulses arbeitet, und sie ist der Grund, warum die Zahl nicht verhandelbar wirkt, sondern wie eine Bremse gebaut ist.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Diese Registerwirkung ist stärker, als sie klingt. Eine Sperre, die nur ein Produkt bei einem Anbieter blockiert, ist eine kurze Pause. Eine Sperre im gemeinsamen Register trifft sämtliche bewilligten Angebote des Landes und reicht über die Landesgrenze nach Liechtenstein. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung führt nicht in dieses Register — und merkt daher gar nicht, dass eine Sperre besteht.

Ein zusätzliches Werkzeug: Wer sich für eine Weile zurückziehen will, muss die Möglichkeit einer selbstgewählten Pause von bis zu sechs Monaten erhalten. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Bei Spielsperre oder Minderjährigkeit besteht kein Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Ein Befund, der die Annahmestellen ernüchtert: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen bei 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die persönliche Kontrolle am Schalter ist damit alles andere als streng, und wer sich auf den Laden als geschützteren Ort verlässt, verlässt sich auf etwas, das die Zahlen nicht decken.

Wer glaubt, im Laden habe man die Verhältnisse besser im Blick, irrt also. Das Onlinekonto kennt die Identität, das Alter und die Limite. Der Schalter kennt den Menschen vor sich.

Sportarten und Turniere im Schweizer Wettprogramm

Fussball führt, Eishockey folgt dicht, und dann wird es schnell dünn. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern die Folge der Liste, die im Abschnitt zur Rechtslage beschrieben ist.

Der Fussball ist der Kern, weil er die höchste Zahl an Ereignissen, Wettbewerben und Wettarten liefert, die auf der Liste der Gespa stehen — von der nationalen Liga über die internationalen Wettbewerbe bis zu den grossen Turnieren. Eishockey steht in der Schweiz auf derselben Stufe, nicht als Anhängsel, sondern als zweiter Publikumssport mit eigenem Gewicht, was in der Stiftung Sportförderung Schweiz sichtbar wird, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt.

Bei Pferderennen wird die Grenze sichtbar. Die Liste kennt Wettarten, die den Ausgang eines Rennens betreffen, aber sie kennt keine Wetten auf Trainingsläufe, und sie kennt Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Die breite Unterhaltungsvielfalt, die manche internationalen Buchmacher zu diesem Sport anbieten, hat in der Schweiz keinen Platz. Was auf der Liste steht, darf gespielt werden. Was nicht auf der Liste steht, ist nicht erlaubt, unabhängig davon, ob es sich um ein echtes Sportereignis handelt. Wetter, Politik und Fernsehsendungen fallen schon aus dem Gesetz, weil es Sport verlangt.

Turnierwetten: EM, WM und was daraus folgt

Turniere sind die Wochen, in denen das Wort Wettbüro wieder Konjunktur hat. Sie sind auch die Wochen, in denen die Grenze der Schweizer Auswahl am deutlichsten wird.

Wettbewerb Was auf der Liste steht
EM 2028 Zugelassen als Mannschaftsturnier, soweit es auf der Liste der Gespa geführt wird
WM 2030 Zugelassen als Mannschaftsturnier, soweit es auf der Liste der Gespa geführt wird
Frauenwettbewerbe Nur, soweit sie auf der Liste aufgeführt sind
Qualifikationsrunden Nur, soweit sie auf der Liste aufgeführt sind
Ranglistenwetten Nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet

Die Spalte mit dem Verweis auf die Liste wiederholt sich über die Zeilen, und das ist kein Fehler, sondern die Struktur. Es gibt in der Schweiz keinen Automatismus, nach dem ein grosses Turnier von selbst im Programm steht. Entscheidend ist die Fassung vom 10. September 2026, und dort ist eine Qualifikationsrunde ein eigener Eintrag, kein Nebeneffekt des Hauptturniers.

Die praktische Folge für einen Leser ist der Blick ins Wettprogramm, nicht auf die Uhr. Wer zur EM 2028 ein Turnier mit vollständiger Marktabdeckung erwartet — Vorrunden, Frauenwettbewerbe, Spezialmärkte —, wird bei den beiden bewilligten Veranstaltern prüfen müssen, wie viel davon angeboten wird.

Das ist der Preis der Geschlossenheit. Ein Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung darf beliebig viel anbieten und wird bei jedem Grossereignis genau damit werben. Die bewilligte Wette darf weniger. Welches der bessere Weg ist, hängt daran, was der Leser sucht und was er aufzugeben bereit ist.

Wie Wetten funktionieren: Einsatz, Quote, Gewinn und die Marge

Hier steht das Handwerk. Ein Tipp wird mit einem Einsatz auf eine Quote gesetzt, und der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Von diesem Satz lebt der ganze Markt, und von einer Zahl, die in diesem Satz fehlt.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Diese Rundung ist die unspektakulärste Regel des ganzen Marktes und die einzige, die jede einzelne Wette trifft. Erst zwei Stellen, dann fünf Rappen — nicht kaufmännisch, sondern abgerundet. Bei einem Gewinn von 87.37 Franken bleiben 87.35 stehen. Wer den Betrag überschlägt und sich über die Differenz wundert, hat die Regel gefunden.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Eine Systemwette bewegt sich mit CHF 10’000 in einem anderen Rahmen als eine Einzelwette mit CHF 1’000. Der Grund ist die Natur des Produkts: Eine Systemwette besteht aus mehreren Kombinationen, weshalb der Gesamteinsatz die Schwelle schneller erreicht als bei einem einzelnen Tipp.

Was die Quote über den Markt verrät

Eine Quote sagt zwei Dinge gleichzeitig: was eine Wette im Gewinnfall einbringt und wie die Buchmacher den Ausgang einschätzen. Beides zusammen ergibt den Quotenschlüssel.

Ein Beispiel mit einer illustrativen Zweiwegemarkt, ausdrücklich kein zitiertes Angebot. Setzt man eine Quote von 1.90 auf den einen und 1.90 auf den anderen Ausgang an, so liegt der Quotenschlüssel zwischen 90 und 92 Prozent, je nach der Rundung, mit der der Veranstalter arbeitet. Die Marge beträgt dann etwa 8 bis 10 Prozent des Einsatzes.

Der Rechenweg dahinter: Der Quotenschlüssel eines Marktes ist eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes. Bei 1.90 und 1.90 ergibt die Summe der Kehrwerte etwa 1,05, der Kehrwert davon liegt bei rund 0,95 mit leichtem Schwanken je nach Rundung der angezeigten Quoten. Die Marge ist 100 Prozent minus diesen Anteil, also die genannten rund 8 bis 10 Prozent.

Diese 8 bis 10 Prozent sind der Preis, den jeder bezahlt, ganz gleich, ob er gewinnt oder verliert. Es ist die Zahl hinter dem Wort «faire Quote», und sie taucht in keiner Werbung auf. Bei einem Einsatz von CHF 100 über viele Wetten hinweg ist dieser Anteil die Rechnung, die der Kunde regelmässig begleicht, ohne sie je in Rechnung gestellt zu bekommen.

Die Werte gelten für genau den beschriebenen Markt mit seinen Quoten. Die Marge des 1X2-Marktes ist nicht die Marge der Über- und Unterwetten, nicht die eines Handicaps und nicht die einer Kombination. Ein anderes Produkt, eine andere Rechnung — und eine andere Zahl, die hier nicht steht.

Wie eine Wette bei einer abgesagten Partie ausgeht

Regeln wie diese machen den Unterschied zwischen einem schönen Wettschein und einem Storno. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Die 48 Stunden sind die entscheidende Frist, und die Quote 1.00 ist ihr Preis. In einer Einzelwette gibt es den Einsatz zurück, in einer Kombiwette bleibt die Wette bestehen, aber ein Bein fällt aus ihr heraus — die Gesamtquote sinkt entsprechend. Wer eine Fünf-Kombination mit einer Quote von 4.50 gespielt hat und ein Bein verliert, bekommt nicht den Einsatz zurück, sondern eine Wette mit vier Beinen.

Zwei weitere Regeln aus derselben Familie, weil sie selten gelesen und häufig gebraucht werden. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Und voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Livewetten, Cash-Out und die Grenzen der Bequemlichkeit

Eine Livewette gilt bei Sporttip unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist eine Zeile, die viele falsch lesen: Ein Spiel im Stadion ohne Übertragung ist live wettbar, und ein Live-Stream ist kein Zugangsvoraussetzung.

Die zweite Hälfte derselben Regel ist unangenehmer. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer «live» auf den Torschützen setzt, während der Ball bereits im Netz liegt, hat keine Wette zu einem guten Preis abgeschlossen, sondern einen kurzen Kredit gewährt. Der technische Vorteil liegt in diesen Sekunden nicht beim Kunden.

Der Cash-Out ist der bequemste Baustein des Angebots und der am wenigsten garantierte. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Die Werbung nennt es einen Gewinn. Es ist ein Verkauf. Wer vorzeitig aussteigt, verkauft seine Wette an den Veranstalter zu einem Preis, den der Veranstalter bestimmt — und der liegt unter dem, was die Wette im Gewinnfall eingebracht hätte. Eine Option, die immer erst nach dem sportlichen Geschehen geöffnet wird.

Die zwei bewilligten Veranstalter im Vergleich

Hier wird die Auswahl konkret, und sie ist eine Auswahl aus zwei. Die Reihenfolge der beiden folgt der Grösse der Vertragsgebiete. Die weiteren acht Adressen kommen danach, unter dem Vorbehalt, der über ihnen steht.

1. Swisslos Sporttip: das Vertragsgebiet von Aargau bis Zürich

Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Das Vertragsgebiet ist der grösste Teil der Schweiz. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer dort wohnt, kann ein Onlinekonto eröffnen. Wer nicht dort wohnt, kann es nicht.

Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Dass die Prüfung am Ausweis hängt, hat eine unangenehme Seite. Der Weg über ein Konto, das auf einen anderen Namen lautet oder eine Adresse ausserhalb des Gebiets trägt, existiert nicht — die Prüfung läuft gegen Datenbanken, nicht gegen ein Häkchen. Das ist der Grund, warum die Registrierung mehrerer Minuten bedarf und nicht weniger Sekunden.

Limiten und Schutz sind bereits beschrieben, bei den Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage und der selbstgewählten Sperre zwischen 1 und 180 Tagen. Sie gelten innerhalb des Kontos, nicht daneben.

Die Kombinations- und Quotenprodukte lohnen einen eigenen Blick, weil sie zeigen, wie viel Mechanik hinter einem einfachen Knopf steckt. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das ist ein Mechanismus, der aufeinander aufpasst. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Beine ab Quote 1.50 — keine kleine Hürde, weil niedrige Quoten die Gesamtquote drücken und der Bonus sie nur teilweise zurückholt. Die Einmalnutzung der Boosts auf der anderen Seite bedeutet, dass die Erhöhung ein Ereignis ist, kein Zustand: Wer den Boost verbraucht und dann cash-out klickt, hat ihn verloren. Der Cash-Out und der Boost schliessen einander aus.

Zahlen und Wege runden das Bild ab. Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay an, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Bei der Auszahlung zählt eine andere Frist. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Wer sein Geld in mehreren kleinen Schritten abräumt, zahlt ab dem dritten Mal. Wer einmal im Jahr das ganze Guthaben zieht, zahlt nichts. Die Gratisauszahlungen sind also ein Mengenrabatt auf die Vernunft, und wer sie ausschöpft, zahlt für die Bequemlichkeit.

Und noch eine Frist, die keinen Feiertag kennt: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Das Urteil: Sporttip ist für den Leser die einfachste Adresse, wenn Wohnsitz und Alter passen, weil das Vertragsgebiet der grösste Teil der Schweiz ist und weil die 72-Stunden-Frist bei Limiten sowie die Registerwirkung der Sperre echte Werkzeuge sind. Das Produkt ist vollständig genug, um nicht das Gefühl einer Notlösung zu erzeugen. Sein Charakter steckt im Kleingedruckten: eine Auszahlungskommission ab dem dritten Bezug, ein Boost, der beim Cash-Out verfällt, Gewinne, die nach 26 Wochen verfallen. Wer das weiss, zahlt nichts davon.

2. Loterie Romande Jouez Sport: sechs Kantone unter sich

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa. Dasselbe Recht, dieselbe Aufsicht, dasselbe Sperrregister — nur ein anderes Gebiet.

Und das Gebiet ist keine Nebensache, sondern die ganze Bestimmung. Sechs Kantone gegen neunzehn Kantone plus Tessin und Liechtenstein: Wer die Westschweizer Veranstalterin wählt, wählt nicht eine von zwei gleich grossen Türen, sondern die kleinere. Trotzdem ist das Netz für die Grösse des Gebiets dicht — 2’350 Verkaufsstellen auf sechs Kantone ist eine Zahl, die in einem Zug mit 221 Mitarbeitenden schwer zu glauben wäre.

Für die Eröffnung des Kontos gilt die Logik des Vertragsgebiets, hier also FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer dort wohnt, ist hier zu Hause und bei Sporttip nicht. Wer ausserhalb wohnt, hat bei keiner der beiden Veranstalterinnen ein Konto.

Ein Punkt, der in Publikationen zur Schweiz oft verrutscht: Die Veranstalterin heisst Loterie Romande, das Produkt Jouez Sport. Wer nach «Jouez Sport Bewilligung» sucht, findet die richtige Sache unter dem falschen Namen. In den Bedingungen steht die Veranstalterin, im Wettprogramm das Produkt.

Das Urteil: Der Netzcharakter ist hier das eigentliche Produkt. Wer in Genf oder Waadt über den Mittag schnell einen Wettschein abstossen will, kommt an mehr Verkaufsstellen als in irgendwo anders in der Schweiz, und wer sein Konto ohnehin online führt, bemerkt von der Dichte wenig. Die Westschweizerin ist daher nicht die zweite Wahl, sondern die einzige für ihr Gebiet. Wer in Freiburg wohnt und den Schweizer Weg will, nimmt sie, oder er nimmt keinen.

Die Adressen ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Anbieter sind hier aufgeführt und bewertet, damit der Leser sieht, was mit einem Konto dort verbunden ist. Wer unsicher ist, ob eine Adresse noch als Schweizer Veranstalter auftritt, prüft den eigenen Wohnsitz gegen das im Abschnitt zur Rechtslage beschriebene Vertragsgebiet, und gleicht den Status im Zweifel mit der Gespa ab. Die richtige Reihenfolge für diese Prüfung ist der Blick in die Sperrliste, bevor Geld fliesst.

3. BassBet führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung des Anbieters ist nicht festgestellt, und eine solche hätte hier ohnehin keine Geltung. Das Konto hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

4. 1Bet steht unter demselben Vorbehalt. Keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Möglichkeit der Aufnahme in die Sperrliste mit DNS-Block.

5. BetLabel ebenso. Keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisteneintrag möglich.

6. N1 Bet mit derselben Bewilligungslage. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg, kein Eintrag im Sperrregister, Aufnahme in die Sperrliste möglich.

7. Cloudbet ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Kein Schutz über das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisteneintrag möglich.

8. Bettilt ohne Schweizer Bewilligung und ohne Anbindung an das Schweizer Schutzsystem. Kein Rechtsweg in der Schweiz, Sperrliste möglich.

9. 20Bet ohne Schweizer Bewilligung. Kein Schweizer Rechtsweg, keine Registerwirkung einer Spielsperre, Aufnahme in die Sperrliste möglich.

10. Betwinner ohne Schweizer Bewilligung. Kein Schweizer Rechtsweg, kein Sperrregister, Sperrlisteneintrag möglich.

Diese acht Adressen teilen eine Bewilligungslage, und deshalb teilen sie auch die Folgen. Was sie unterscheidet — die Gestaltung ihrer Seite, die Wege ihrer Auszahlung, die Zahl ihrer Sportarten —, ist für den Leser weniger wichtig als das, was sie nicht haben: eine Aufsicht, die in der Schweiz greift.

Der aufmerksamste Leser stellt hier die richtige Frage, nämlich welche Adresse am wenigsten Risiko birgt. Die Antwort hat eine unangenehme Form: Die Sperrliste ist keine Rangliste. Sie verzeichnet Domains, nicht Unternehmen, und blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Wer die Liste als Qualitätsurteil liest, liest sie falsch.

Wer sich trotz fehlender Bewilligung für eine dieser Adressen entscheidet, sollte wenigstens drei Dinge vorher erledigen: den Sitz und die Rechtsordnung des Anbieters aus dessen eigenen Bedingungen lesen, die Auszahlungsregeln inklusive Gebühren und Fristen prüfen und sich klarmachen, dass eine Spielsperre, die man bei Swisslos setzt, hier niemand kennt. Das ist keine Absicherung. Es ist die Liste dessen, was man selbst herausfinden muss, weil es niemand für einen tut.

Was ein Bonus wirklich wert ist

Werbung verspricht Gratiswetten, Quotenboosts und Kombiboni. Das Wort «gratis» ist in diesem Markt das am schlechtesten gewählte, und die Schweiz liefert dafür ein besonders saubere Beispiel.

Freispiele und Gratisguthaben sind bewilligungspflichtig: Der Veranstalter braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa, die im Jahr 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt hat. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Das ist auch der Grund, warum es in der Schweiz keine Wellness-Angebote aus dem Ausland gibt: Was als freies Guthaben ausgelobt wird, steht unter Aufsicht.

Der Kombiboost von Sporttip ist dafür das beste Anschauungsobjekt. Vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50 ergeben einen Bonus von 5 Prozent auf den Nettogewinn, sieben ergeben 20 Prozent, zehn 40 Prozent, fünfzehn 100 Prozent — und Einsatz wie Erhöhung sind limitiert. Die Staffelung ist der eigentliche Inhalt. 100 Prozent klingt wie ein voller Bonus, verlangt aber fünfzehn Voraussagen auf einem einzigen Wettschein, und jede zusätzliche Voraussage senkt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schein trägt. Die 100 Prozent stehen am Ende einer sehr langen Treppe.

Ein zweiter Blick gilt den Boosts. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und beide Boostarten sind pro Wettenden nur einmal nutzbar. Eine einmalige Erhöhung auf einer Einzelwette ist eine Aktion, kein Vorteilspaket.

Und die klarste Aussage über den Wert eines Geschenks steht in einer Zeile, die bei der Auszahlung steht: Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Ein Gewinn aus beworbenem Guthaben lässt sich also nicht auf das Bankkonto ziehen.

Die Schweiz, das Ausland und die Steuer

Der Steuerpunkt ist für die meisten Leser ein Satz und für wenige eine Rechnung, und die beiden Fälle liegen weit auseinander.

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel — die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag des Bundes liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der Freibetrag in den Kantonen ist unterschiedlich; hier gilt «je nach Kanton», und keine einzelne kantonale Zahl darf als die schweizerische gelesen werden.

Über diesem Betrag behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter und zahlt deshalb weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf seinem Gewinn.

Anders landet der Gewinn aus einem ausländischen Anbieter nicht in der Verrechnungssteuer, dafür in der kantonalen Praxis. Die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Wer diesen Weg wählt, sollte vorher nicht raten, sondern sich beraten lassen: Der Hinweis lautet, einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung zu fragen.

Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer von einer Wettsteuer auf Einsätze liest, liest über einen anderen Markt.

Häufige Fragen zum Wettbüro in der Schweiz

Was ist ein Wettbüro, und wie ist das Wettangebot hierzulande aufgebaut?

Ein Wettbüro ist in der Schweiz eine Verkaufsstelle, an der Wetten eines der beiden bewilligten Veranstalter angenommen werden, also von Swisslos oder der Loterie Romande. Ein eigenständiger Betrieb, der selbst Quoten setzt, existiert hier nicht. Das Angebot ist entsprechend eine geschlossene Liste der Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die Gespa zugelassen hat.

Wie unterscheidet sich das Wetten am Schalter von einem eigenen Onlinekonto?

Am Schalter entsteht ein Wettschein ohne Konto, ohne Identitätsprüfung im Konto und ohne Verlustlimiten, die am Konto hängen. Online braucht es eine Registrierung mit Ausweis, Alter, Wohnsitz und einer einmaligen Anmeldung, dafür gehören Limiten, Sperrmöglichkeit und Werkzeuge wie Cash-Out oder Boost zum Konto. In der App gebaute Wetten lassen sich per QR-Code am Schalter spielen.

Wer darf hierzulande Sportwetten veranstalten, und gibt es private Wettbüros mit Bewilligung?

Veranstalten dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport; das Geldspielgesetz begrenzt die Zahl der Veranstalter auf zwei. Private Wettbüros mit Bewilligung gibt es nicht. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung, und das Organisieren ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet, und wie rundet der Veranstalter?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten.

Ab welchem Alter sind Sportwetten erlaubt, wer darf online ein Konto eröffnen?

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Für ein Onlinekonto braucht es zusätzlich Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der Veranstalterin, keine bestehende Spielsperre und eine einmalige Registrierung. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Welche Limiten sind vor der ersten Onlinewette zu setzen, und wie wirkt eine Spielsperre?

Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und für Personen unter 21 Jahren von CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»