Die besten Quoten der Schweiz sind keine Frage des Glücks, sondern der Rechnung
Ladevorgang...
Wie hoch der Gewinn einer Wette am Ende ausfällt, entscheidet nicht die Quote allein, sondern das, was zwischen Quote, Regelwerk und Auszahlung steht. Zwei Zahlen genügen, um das zu verstehen: Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 zahlt 95 Prozent aller Einsätze zurück — die restlichen 5 Prozent behält die Veranstalterin, gleichgültig wie das Spiel ausgeht. Und wer in der Schweiz legal auf Sport wetten will, hat für diese Rechnung genau zwei Adressen zur Auswahl: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was in Suchmaschinen unter hohen Quoten auftaucht, ist eine Liste von Häusern ohne Schweizer Bewilligung.
Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa sowie gegen die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.
Warum in der Schweiz nur zwei Häuser Quoten stellen
Wer nach «beste Quoten» sucht, stellt sich einen Marktplatz vor: viele Anbieter, harte Konkurrenz, der Preis als Waffe. In der Schweiz existiert dieser Marktplatz nicht. Online-Sportwetten sind seit dem 1. Januar 2019 ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), beaufsichtigt von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission sitzt nicht an diesem Tisch; sie prüft Casinos, nicht Sportwetten.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Mehr gibt es nicht, und es gibt auch keine Warteliste: Die Gespa publiziert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil keine existieren. Sie publiziert eine Sperrliste, und die führt in die Gegenrichtung.
Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Sportwettprodukt heisst Sporttip. Swisslos ist damit zugleich Veranstalterin der Lotterien und der Sportwetten, was in der Rechtsordnung ausdrücklich so angelegt ist und für die Ausschüttung der Erträge an gemeinnützige Zwecke sorgt.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende — Zahlen, die erklären, warum das Angebot in Genf anders aussieht als der reine Online-Vergleich vermuten lässt: Ein erheblicher Teil dieser Wetten wird persönlich an einem Schalter aufgegeben.
Was die beiden Bewilligungen praktisch bedeuten
Eine Bewilligung ist keine Auszeichnung, sondern ein Zaun. Der Zaun verläuft mitten durch das Land.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport deckt Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis ab.
Für ein Online-Spielerkonto heisst das: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer in Zürich wohnt, kommt an Sporttip; wer in Lausanne wohnt, an Jouez Sport. Ein Wechsel zwischen den beiden ist keine Frage der Vorliebe, sondern der Postadresse.
Die zweite Folge ist unangenehmer als die erste. Weil die Bewilligung nur in der Schweiz gilt, ist die Auswahl an Märkten eine geschlossene Liste, nicht ein Sortiment, das mit der Nachfrage wächst. Die Gespa führt die bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer Liste (Stand 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden finden sich darin nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Wer eine Wette auf die Anzahl Eckbälle sucht, sucht sie bei einem ausländischen Anbieter — und kauft damit etwas anderes mit als nur den Markt.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind gar nicht erlaubt. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, überall dort, wo die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hält; das Gesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Bei Gratisspielguthaben und Gratiswetten braucht es die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist keine Nebensache: Wer Gratisguthaben anbietet, ohne gefragt zu haben, verstösst gegen eine Bedingung, die für die ganze Branche sichtbar ist. Und wer Gratisspielguthaben aus einer Promotion erhält, sollte wissen, dass dieses Guthaben nicht auszahlbar ist.
Warum das wichtigste über eine Quote nicht auf der Quotentafel steht
Um zu verstehen, was hohe Quoten überhaupt versprechen, hilft ein Blick in das Jahr 2025. Die Gespa führte Testkäufe durch. An Verkaufsstellen wurde in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Man kann daraus eine Menge über Schalter schliessen. Man kann daraus vor allem schliessen, wie wenig eine Regel auf Papier über den Ablauf an einem Samstagmorgen sagt. Dasselbe gilt für Quoten: Sie sind eine Zahl auf einem Bildschirm, und ob sie sich für den Wettenden auszahlt, hängt an Bedingungen, die nicht auf diesem Bildschirm stehen.
Was die Rechtslage für die Rechnung bedeutet
Der Gesetzgeber hat die Spielerschutzinstrumente den Spielenden selbst in die Hand gelegt. Die Veranstalterin muss Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen — täglich, wöchentlich oder monatlich (Art. 87 VGS). Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich fixierte Einzahlungsobergrenze. Wer in Deutschland von einer solchen liest und sie hierher überträgt, überträgt sie auf einen Markt, in dem sie nicht existiert.

Diese Limiten sind die einzige Zahl auf der Quotentafel, die der Wettende tatsächlich kontrolliert. Und das Instrument hat eine bewusst eingebaute Bremse: Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — gesetzlich sind es 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Was eine Quote rechnet, wenn sie zustande kommt
Der zweite Irrtum ist subtiler. Man sieht drei Zahlen nebeneinander und nimmt an, sie stammten aus demselben Denken. Sie stammen aus einer einzigen Rechnung.
Grundlage ist die Zufallsvariable nicht. Grundlage ist die Summe der reziproken Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes. Der Kehrwert ergibt den Quotenschlüssel, die Auszahlungsquote; davon zieht der Anbieter seine Marge ab. Das ist die Definition, mit der sich jede Preisfrage klären lässt, unabhängig davon, wie viele Zahlen auf dem Bildschirm stehen.
Die im Schweizer Markt gebräuchlichen Wettarten sind keine Geschmacksfrage, sondern drei verschiedene Rechenwege. Die Einzelwette setzt auf einen Ausgang, und sie ist die einzige, bei der die ausgeschriebene Quote genau für Ihren Einsatz gilt. Die Kombiwette verbindet zwei bis zehn Voraussagen zu einer Gesamtquote; in sie fliesst ein zweites Risiko ein, das nichts mit Fussball zu tun hat, sondern mit der Addition unabhängiger Wahrscheinlichkeiten. Die Systemwette schliesslich kostet mehr als eine Kombination, weil sie dieselben Voraussagen in mehreren Teilmengen spielt — bei Swisslos beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, für eine Einzel- oder Kombinationswette dagegen CHF 1’000.
Ein Blick auf die Auszahlung zeigt, was Kombinieren tatsächlich tut. Angenommen, vier Voraussagen treffen zu je 1.90 ein. Wer sie einzeln spielt, setzt CHF 100 viermal — also CHF 400 — und erhält jedes Mal CHF 190 zurück, insgesamt CHF 760, ein Nettoprofit von CHF 360. Wer dieselben vier Voraussagen zu einer Kombination mit dem Gesamtpreis 13’032 verbindet und einmal CHF 100 setzt, erhält CHF 1’303.20. Das liest sich nach einem Sieg und ist eine Steigerung des Risikos um den Faktor vier bei einem Viertel des Kapitaleinsatzes. Beide Rechnungen stimmen; nur eine davon versteht man beim Lesen.
Zurück zur Eingangszahl. Nimmt man einen Markt mit zwei Ausgängen und stellt beiden Parteien eine Quote von 1,90 gegenüber, so ergibt sich ein Quotenschlüssel von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent. Diese Marge gilt für ein Paar von Wettausgängen, die in der Regel nur schwer symmetrisch ausfallen, und für einen Markt wie den Zweier-Vergleich. Sie ist kein Naturgesetz. Sie ist eine Bandbreite, und der Preis der Marge folgt dem Betrag: Bei CHF 100 Einsatz und einer Marge von 5 Prozent liegt der durchschnittliche Kostenbeitrag bei rund CHF 5 — unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert. Diese Zahl ist ein Durchschnitt über viele Wetten und keine Vorhersage für eine einzelne. Der Punkt ist nicht, dass 5 Prozent zu viel sind. Der Punkt ist, dass sie existiert.
Wer «Quotenboost» liest, liest eine Erhöhung des angezeigten Preises. Swisslos gewährt solche Boosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Ein Cash-Out lässt Boost und Erhöhung verfallen. Eine Erhöhung, die verfällt, wenn man das Fenster tatsächlich nutzt, ist weniger eine Erhöhung als eine Option auf eine Erhöhung.
Der Rechtsrahmen, den Schweizer Wettende von ausländischen Angeboten unterscheidet
Der Rahmen, den die Schweiz aufstellt, unterscheidet sich nicht im Ton, sondern in der Struktur. Grundlage ist eine Gesamtbewilligung: eine Konzession für Veranstalter, daneben Bewilligungen für jedes einzelne Spiel, dazu die Begrenzung auf zwei Veranstalterinnen. Die Kantone haben diese Zahl selbst festgelegt, und sie haben sie nicht offengelassen.
Der Unterschied zeigt sich am deutlichsten bei der Zahlung. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht. Ein Kredit an Spielende ist nicht möglich (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wenn eine Sportwette also scheinbar spielend bezahlt wird, ist das ein Hinweis darauf, dass die Stelle nicht unter Schweizer Aufsicht steht.
Der Schweizer Markt steht unter einer so engen Aufsicht, dass sich Angebote in einem zweiten, abweichenden Bereich erkennbar unterscheiden. Das gilt auch für die Wettarten, die von der Gespa zugelassen sind. So werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung bei Sporttip ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Häkchen, das in einer Maske fehlt, kann den ganzen Wettschein aufheben.
Cash-Out beschreibt die Regeln des jeweiligen Anbieters. Bei Swisslos lässt sich der Ausgang für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live schliessen — aber nur bei Online-Wetten, und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn; er hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden.
Und dann ist da die Steuer, die in jedem Gespräch über hohe Quoten auftaucht und selten richtig eingeordnet wird. Die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich als steuerfreie Gewinne aus Grossspielen, solange der Steuerfreibetrag nicht überschritten wird; ab dem 1. Januar 2026 beträgt der Freibetrag CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 CHF 1’070’400). Oberhalb dieses Betrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Die kantonale Grenze weicht von der eidgenössischen ab, weshalb jede Aussage zu diesem Punkt «je nach Kanton» lauten muss. In der Praxis gewinnt fast niemand in dieser Grössenordnung: Für ein gewöhnliches Einzelergebnis fallen weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber eine kantonale Steuerpraxis, wie sie im Thurgau gilt, behandelt sie als vollständiges Einkommen, unabhängig von der Höhe. Der Satz lautet deshalb schlicht: Wer grösser gewinnen will, fragt vorher einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Das ist keine Beratung, sondern der einzige ehrliche Satz zu diesem Thema.
Der Schweizer Markt hat zudem ein Wort, das nur hier funktioniert: die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS); die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Das ist Aufwand, der nur Sinn ergibt, wenn die Grenze tatsächlich eine Grenze ist. Wer sich jetzt für ein Haus ohne Schweizer Bewilligung entscheidet, entscheidet sich zugleich für ein Haus, das für eine Schweizer Adresse morgen schon eine Domain weiter sein kann.
Woran die Zahl hängt, die am Ende ausgezahlt wird
Die Veranstalterin schreibt jeden Gewinn selbst aus. Das mag ein Vorwurf klingen; es ist eine Frage des Aufbaus, und dieser Aufbau ist gesetzlich vorgegeben. Wer die Sperrliste, die Bewilligungen und die Bedingungen kennt, kann die Zahlen danach sortieren — und dann bleiben nicht allzu viele übrig, die man wirklich mit einander vergleichen kann.
Es gibt keine Wartezeit, es gibt keine Trade-offs, es gibt Königinnen und Könige. Nein, falsch. Es gibt nur zwei Veranstalterinnen, und ihre Zahlen sind nicht weit voneinander entfernt, weil sie nicht entfernt sein müssen.
Vergleichbar sind vor allem die Bedingungen, unter denen eine Quote überhaupt zum Tragen kommt. Und diese unterscheiden sich, weil die beiden Häuser unterschiedliche Publika bedienen. Sporttip stellt den kleinsten Einsatz auf CHF 1, den Höchsteinsatz auf CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Jouez Sport beginnt online bei CHF 2, an Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Unterschied zwischen CHF 1’000 und CHF 500 ist keine Kleinigkeit: Er entscheidet, wie gross eine Wette überhaupt sein darf, bevor die Auszahlungsseite ins Spiel kommt. Wer grössere Beträge als CHF 500 auf einen einzelnen Ausgang setzen will, tut das bei Swisslos und nicht in der Westschweiz.
Der zweite Punkt ist die Deckelung nach oben. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Das ist eine Grenze, die einen grossen Gewinn vom Ereignis abkoppelt und in einen anderen Bereich verschiebt. Wichtiger für die Praxis sind die Grenzen auf der anderen Seite: Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Zahlen begrenzen die Antwort auf die Frage nach dem Kombinationsgewinn, bevor sie gestellt wird: Sie definieren, welche Wettscheine überhaupt in die Auszahlung führen.
Der dritte Punkt betrifft die Auszahlung selbst. Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Beträge darüber werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen, das auf den Namen des Teilnehmers lautet. Spielguthaben lässt sich innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos auf ein solches Konto auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, und die Überweisung erfolgt dann innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotions ist nicht auszahlbar.
Das ist die Stelle, an der die Diskussion über Quoten in die Wirklichkeit zurückkehrt. Eine höhere Quote im Ausland nützt nichts, wenn die Auszahlung auf dem eigenen Namen erfolgen muss und der Weg dorthin ohne Schweizer Rechtsschutz verläuft. Die Zahl auf der Quotentafel ist der Anfang der Rechnung, nicht ihr Ergebnis.
Eine letzte Regel, die gerne übersehen wird, weil sie erst Wochen später greift: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer den Wettschein für eine Formalität hält, verliert Gewinne an eine Frist, die er nie gesehen hat.
Wie Quoten entstehen und was sie nicht versprechen
Quoten entstehen nicht aus einer Prophezeiung. Sie entstehen aus einer Preisfestlegung, in die die Marge eingerechnet wird, die das Angebot wirtschaftlich trägt. Diese Marge entsteht nicht, um den Wettenden zu bestrafen, und sie verschwindet nicht, wenn das Ergebnis ausgezahlt wird; sie ist der Preis für die Buchmachertätigkeit. Und sie ist nicht auf alle Märkte gleich. Die Angabe von 5 Prozent für ein symmetrisches Zwei-Weg-Angebot ist eine nachvollziehbare Grundannahme, mehr nicht: Je nach Sportart, je nach Markt und je nachdem, wie einseitig die Einsätze auf den zwei Seiten liegen, liegt die Marge darüber oder darunter. Für einen Vergleich taugt nicht die eine Zahl, sondern die Frage, welcher Markt gerade wie stark belastet ist. Wer bei einem Markt mit zwei Ausgängen und einer Preisspanne wie im Beispiel oben nachrechnet, hat mehr Information als jemand, der Quoten auf zwei verschiedenen Märkten miteinander vergleicht.
Der Nutzen von Quoten liegt nicht in ihrer Höhe
Es gibt im Sportwettenbereich keine Möglichkeit, eine Quote mit hinreichender Sicherheit in einen Gewinn zu verwandeln. Das ist die unangenehme Seite der Branche, und man kann sie nicht wegerklären, weil sie den Reiz des Angebots erklärt. Die Quote ist ein Preis für eine Chance, kein Versprechen über das Ergebnis. Wer mehr einsetzt, um die Chance zu deren Preis zu nutzen, vergrössert nicht die Chance, sondern nur den Betrag, auf den sich die Marge bezieht.
Wer das nutzt, tut sich selbst einen Gefallen; es gibt mindestens drei Gründe, die gegen eine hohe Quote sprechen. Der erste ist, dass eine Erhöhung des Gewinns um 5 Prozent nicht nur für eine Vorhersage gilt; das gilt nur für die Nettogewinn-Aufschläge, die im System genannten Fälle. Die Erhöhung, die auf einer Kombiwette aufgeschlagen wird, greift nur dann, wenn mehrere Dinge zusammenkommen. Wer zählt, stellt fest, dass die Zahl der Kombinationen, bei denen das erfüllt ist, kleiner ist als erwartet. Der zweite ist, dass das Gewinnmaximum, das Jouez Sport ausschreibt, genau dann kein Problem darstellt, wenn das Ergebnis unter dieser Grenze liegt, und genau dann, wenn es sie überschreitet. Der dritte Grund ist, dass eine hohe Quote nur dann nützt, wenn sie sich im Rahmen einer Wette befindet, die tatsächlich gültig ist. Die Regeln dafür sind so gestaltet, dass eine Vorhersage nur übrig bleibt, wenn sie sich auch rechnet.
Das führt zu einer unspektakulären Schlussfolgerung, die nicht die gewünschte Form dieses Artikels hat und trotzdem die richtige ist: Die beste Quote ist die, bei der man den Vertrag versteht, den man abschliesst. Wer die Marge im Markt, die Limiten und die Fristen kennt, bekommt aus zwei Zahlen mehr heraus als jemand, der zwanzig Zahlen aus zwanzig Ländern vergleicht. Das ist weniger aufregend als der Versuch, mit einem Tipp das Glück zu überlisten; es ist mehr wert.
Was bei Sporttip für den Einsatz spricht
Sporttip ist das Produkt, mit dem Swisslos das deutschsprachige Publikum und den Tessin bedient, und es ist das einzige Sportwettangebot der Schweiz, das nicht nur von einer Organisation getragen wird, sondern von einer Genossenschaft mit einem klar umrissenen gemeinnützigen Zweck. Die Bewilligung ist die Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS, SR 935.51, mit der Gespa als Aufsicht. Sitz: Basel. Verankert ist das Angebot in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.
Die Limiten gehen in beide Richtungen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Grenzen jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist ein Satz, den ein Vergleich selten so deutlich ausspricht: Die Obergrenze ist nicht hart, sie ist eine Angabe des Anbieters, und sie kann sich ändern. Wer sich auf eine Limite verlässt, verlässt sich auf eine Angabe, nicht auf eine Zusage.
Beim Kombinieren wird gerechnet statt gerundet. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Auf den Nettogewinn werden 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen aufgeschlagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Wirkung lässt sich leicht überschätzen. Wer die vier Voraussagen spielt, die den Einstieg in die erste Stufe erlauben, muss zuerst einmal vier Ergebnisse richtig haben, jedes mit einer Quote ab 1.50. Ein Rechenbeispiel: Bei vier Voraussagen zu je 1.50, jede mit einer Marge im Bereich des im Abschnitt «Was eine Quote rechnet, wenn sie zustande kommt» genannten Bandbreite, erhöht der Boost die Auszahlung um wenige Franken. Er verändert nicht, ob die Kombination gewinnt. Der Boost ist ein Preisnachlass, keine Prognose.
Die Abwicklung ist geregelt und weitgehend automatisch. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Sporttip-Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gehen automatisch auf das Wallet; darüber erfolgt die Überweisung innert 3 Arbeitstagen auf ein Konto auf den Namen des Teilnehmers.
Das Regelwerk enthält eine Stelle, die im Alltag mehr kostet als der Preisunterschied, über den alle reden. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder, bei einem Turnier, im Rahmen dieses Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Vorhersage Quote 1.00. Quote 1.00 bedeutet: Kapital zurück, Marge zurück, Zeit verloren. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten. Das ist eine Regel, die in der Live-Wette genau in dem Moment greift, in dem ein tatsächlich laufendes Ereignis eintritt. Und was als reguläre Spielzeit zählt, ist ebenfalls definiert: die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Der Kombiboost betrifft nur Kombinationen. Für Einzelwetten gibt es die Boosts, und um eine Wette überhaupt setzen zu können, braucht der Wettende ein Konto, das nur aus dem Vertragsgebiet kommt: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Der Spielerschutz ist das zweite grosse Thema bei Sporttip. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite beträgt CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Wer ohne Konto mit Swisslos spielt, spielt nicht mit Swisslos. Ohne registrierten Account gibt es weder Cash-Out noch Livewetten online; das ist keine Einschränkung, die man umgehen kann. Wer bereits ein Sporttip-Konto führt, kann darauf zugreifen, hat aber nur eine begrenzte Auswahl an Zahlungswegen, die alle über das eigene Wallet laufen. Neben der Einzahlung per Einzahlungsschein mit einem Mindestbetrag von CHF 20 nennt Swisslos PostFinance Pay: Die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Verdikt: Der grösste Vorteil von Sporttip ist nicht die Quote, sondern der Umstand, dass jede Zahl, die im Wettschein steht, einer Schweizer Bewilligung und einem veröffentlichten Regelwerk entspringt. Die Marge, die in jeder Quote steckt, wird nicht verschwinden, weil man sie nicht anschaut. Die Limiten und Fristen sind der Preis für diese Klarheit: CHF 1’000 pro Wette, 48 Stunden für die Absage, 26 Wochen für den Gewinn.
Was Loterie Romande Jouez Sport anders macht
Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Auch hier ist die Bewilligung eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS mit der Gespa als Aufsicht; die Grundlage ist dieselbe wie bei Swisslos.
Die Einsatzgrenzen liegen deutlich niedriger als drüben. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, an Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Ein solcher Wettschein ist nicht ein Wettschein mit einem Einsatz, sondern ein Papier mit mehreren Multiples: Wer dort kombinieren will, streut seinen Einsatz über mehrere Ansammlungen und verteilt damit das Risiko über mehrere unabhängige Fehlerquellen. Die Obergrenze pro Kombination ist entsprechend niedriger.
Nach oben ist ebenfalls gedeckelt. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. An diesen beiden Zahlen hängen zwei Einsichten. Erstens: Sehr niedrige Gesamtquoten sind nicht zugelassen, was vor allem bei sehr sicher geglaubten Kombinationen zum Tragen kommt. Zweitens: Die obere Grenze definiert, wie weit sich das Kombinieren überhaupt steigern lässt.
Dort, wo beide Häuser dieselben Themen berühren, wird die Unterschiedlichkeit der Publika sichtbar. Die Westschweiz hat ein dichteres Netz an Verkaufsstellen, und der Mindesteinsatz an einem Schalter liegt mit CHF 3 höher als online. Wer in Freiburg oder Genf an einem Kiosk eine Wette abgibt, zahlt also nicht weniger, sondern mehr als online — und erhält dafür einen physisch ausgedruckten Schein, der im Verlustfall übrig bleibt. Das ist keine Kleinigkeit in einem Markt, in dem die meisten Wetten über ein Konto laufen und der Wettschein nur eine Bildschirmzeile ist.
Verdikt: Jouez Sport setzt dort Grenzen, wo die Sporttip-Varianten grössere Zahlen zulassen — CHF 500 statt CHF 1’000, CHF 300’000 statt eines offenen Gewinnmaximums. Wer klein setzt und den Schalter um die Ecke schätzt, findet hier den passenderen Rahmen; wer in einer einzigen Wette eine vierstellige Summe platzieren will, findet ihn nicht.
Warum die ausländischen Häuser auf dieser Liste stehen
Diese Häuser sind aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — nicht, weil sie in der Schweiz anbieten dürfen. Keines von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. Nach dem Bundesgesetz über Geldspiele dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten; jede dieser Adressen trägt daher den Vermerk «ohne Schweizer Bewilligung». Wo eine ausländische Bewilligung angegeben wird, hat sie in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Keines dieser Häuser ist an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, und es besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter dann per DNS blockieren.
Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat; bei gewerbsmässigem Betrieb drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Aufsicht über ein faires Spiel. Die Domains werden laufend gewechselt und ersetzt; die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping. Wer sich für ein solches Haus entscheidet, sollte sich diese Struktur vor Augen halten, statt den Zufall walten zu lassen.
Für die folgende Übersicht gilt: Die erste Spalte nennt das Haus, die zweite den Bewilligungsstatus in der Schweiz, und die dritte Spalte gibt die Angabe wieder, die das jeweilige Haus zur Organisation der Wette selbst macht. Bei allen ausländischen Anbietern ist diese Angabe in der dritten Spalte keine Feststellung dieses Textes, sondern ein Hinweis darauf, dass die Angabe aus den Angaben der Anbieter selbst stammt und in der Schweiz keine Gültigkeit entfaltet.
| Haus | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Bewilligung nach eigener Angabe |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Lausanne, sechs Westschweizer Kantone |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Roobet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe, in der Schweiz ohne Wirkung |
Die Tabelle liefert nicht die Antwort auf die Frage nach den besten Quoten. Sie liefert die Antwort auf die Frage, wem man eine Wette überhaupt anvertrauen kann — und diese Frage entscheidet, ob eine Quote überhaupt ausgezahlt wird. Wer in der dritten Spalte nach einer Lizenz sucht, die in der Schweiz Bestand hätte, findet bei den ausländischen Häusern keine. Das ist die relevante Information, nicht die Zahl, die ein Werbebanner zeigt.
Wenn die eigene Grenze zur Rechengrösse wird
Die Zahlen, die in dieser Übersicht stehen, sind von anderer Art als die Marge, die in jeder Quote steckt. Eine Marge von 5 Prozent wird mit jedem Einsatz fällig, ob das Spiel gewonnen oder verloren wird. Eine Verlustlimite von CHF 500 pro Monat wird nur dann fällig, wenn man sie selbst gesetzt hat.
Bei Swisslos — und das ist der entscheidende Punkt für die Rechnung — setzt der Spielende die Limiten selbst. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.
Diese Struktur macht zwei Dinge gleichzeitig. Sie schützt den Spielenden vor einem Impuls, und sie verhindert, dass ein Verlust durch einen sofortigen höheren Einsatz aufgefangen wird. Wer 30 Tage Verlustlimite gesetzt hat und einen schlechten Lauf hat, kann die Grenze nicht am gleichen Abend anheben. Genau das ist der Punkt, an dem sich der Schutz bewährt: nicht in der Theorie des Limits, sondern in den 72 Stunden, die es dem Spielenden gibt, um sich zu überlegen, ob er es wirklich erhöhen will.
Wer das Gefühl hat, die Zahlen nicht mehr zu kontrollieren, hat zwei Wege. Auf der Ebene des Angebots lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Auf der Ebene des Registers gibt es die Spielsperre (Art. 80–82 BGS), mit der überschuldete oder suchtgefährdete Personen und solche, die sich selbst ausschliessen, in einem gemeinsamen Register eingetragen werden. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Eine unbefristete Spielsperre wirkt nicht nur gegen Sportwetten: Sie gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer also glaubt, über die Plattformgrenze hinweg auszuweichen, irrt; das Register kennt diese Grenze nicht. Und wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Ein Wort zur praktischen Reihenfolge, weil sie nicht offensichtlich ist. Die Verlustlimite wird bei der ersten Kontoeinrichtung gesetzt, nicht danach; wer sie nicht setzt, kommt nicht zum ersten Wettschein. Die Limits können später angepasst werden, aber eine Erhöhung wirkt nicht sofort, sondern erst nach 72 Stunden. Wer also zu Beginn eine sehr niedrige Limite wählt in der Annahme, sie später beliebig hochsetzen zu können, wird nicht blockiert, aber gebremst — und dieses Bremsen ist der eigentliche Mechanismus. Und wer sich entschliesst, den Zugang für 1 bis 180 Tage zu sperren, kann diese Sperre vor Fristablauf nicht aufheben; das ist kein Fehler des Systems, sondern seine Aufgabe.
Die Quote aus der Schweiz endet nicht an der Grenze, sie beginnt dort
Ein Land, das die Zahl seiner Sportwettveranstalterinnen auf zwei begrenzt, macht aus einer Marktfrage eine Rechtsfrage. Die Konsequenz ist unbequem und wird selten so deutlich gesagt: In der Schweiz gibt es keine Konkurrenz um Quoten, sondern eine Konkurrenz um den Zugang zu zwei Bewilligungen. Wer «hohe Quote» mit «gute Quote» gleichsetzt, kauft eine Zahl, die auf den Bedingungen eines Hauses ohne Schweizer Aufsicht beruht — und zahlt den Preis in einer Währung, die auf dem Wettschein nicht steht.
So bleibt am Ende genau eine vergleichbare Zahl, und sie ist gar keine Quote. Sie lautet: Wie viel ist der Einsatz pro Monat, den man tatsächlich zu verlieren bereit ist? Wer sie vor dem ersten Wettschein festlegt und die Verlustlimite dort hinsetzt, hat sich das Instrument gebaut, das die Quotenfrage überhaupt erst zu einer Frage der Information und nicht des Risikos macht.
Häufige Fragen zu Sportwetten und Quoten
Welche Sportwetten haben die besten Quoten?
Die höchsten Quoten findet man dort, wo die Marge am niedrigsten ist: bei den bewilligten Schweizer Veranstalterinnen, weil bei diesen die Bedingungen feststehen. Bei einem Haus ohne Schweizer Bewilligung kann die angezeigte Quote höher sein; sie ist dann aber mit einem fehlenden Schweizer Rechtsschutz verbunden. Die beiden Zahlen sind daher nicht vergleichbar.
Wie ist eine Quote zu verstehen?
Sie ist das Verhältnis zwischen Einsatz und möglicher Auszahlung, ausgedrückt in Dezimalform. Sie sagt aus, wie viel pro eingesetztem Franken zurückgezahlt wird, wenn die Wette gewinnt. Sie sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses und nichts darüber, ob eine Wette sinnvoll ist. Eine hohe Quote bedeutet nur einen grösseren möglichen Ertrag, kein grösseres Können.
Wie berechnet sich der Gewinn?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote gebildet, das Produkt der Einzelquoten; bei Swisslos wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Einsatz von CHF 20 zu einer Quote von 2.10 ergibt damit einen Gewinnbetrag von CHF 42,00, wovon CHF 22,00 der Gewinn und der Rest der Einsatz ist.
Was steckt in einer Quote?
In jeder Quote steckt eine Marge. Sie ergibt sich aus dem Quotenschlüssel, also dem Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist der prozentuale Anteil oberhalb dieses Schlüssels. Die konkrete Höhe hängt vom Markt und davon ab, wie einseitig die Einsätze auf die beiden Seiten verteilt sind. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen und Quoten wie 1,90 / 1,90 liegt sie bei 5 Prozent. Das ist ein Anhaltspunkt, keine feste Grösse.
Wie wirkt sich die Gesamtquote auf den Kombigewinn aus?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, und dadurch steigt der mögliche Ertrag mit der Zahl der Voraussagen. Gleichzeitig muss jede einzelne Voraussage zutreffen, weshalb die Chance auf einen Gewinn mit jeder weiteren Voraussage sinkt. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Das obere Ende wird daher selten erreicht.
Wie hoch ist der mögliche Höchstgewinn?
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Wettelements zusammen CHF 1’000’000. Bei Swisslos ist der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt und für eine Systemwette auf CHF 10’000. Ein Gewinn oberhalb dieser Schwellen ist bei einem Einsatz innerhalb der Limiten kaum erreichbar.
Woran erkennt man ein Haus ohne Schweizer Bewilligung?
Daran, dass Sportwetten in der Schweiz nur von zwei Veranstalterinnen angeboten werden dürfen und dass keines der ausländischen Häuser an das schweizerische Sperrregister angeschlossen ist. Ein ausländischer Bewilligungsvermerk, ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Geltung. Die Gespa führt die betroffenen Domains auf einer eigenen Liste, welche die Telekommunikationsanbieter sperren.
Was passiert, wenn eine Wette abgesagt wird?
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder bei einem Turnier im Rahmen dieses Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Der Einsatz für diese Voraussage kommt also zurück, und die Kombination wird mit einem Faktor ohne Wirkung weitergeführt.
Wie hoch ist der Mindesteinsatz?
Bei Swisslos Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Bei Loterie Romande Jouez Sport beträgt er online CHF 2, an Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Für eine erste, kleine Wette ist daher Swisslos die Stelle mit der tieferen Eintrittsschwelle, auch wenn der Unterschied nur einen Franken beträgt.
Quoten – kartenzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «kartenzahlungwetten»
